Beiträge von Maus1970

    Ich habe ja selbst einen Beagle, kann also aus eigener Erfahrung sprechen.
    Mein Beagle Till, ist ein Traum von einem Hund. Er ist lieb, freundlich und aufgeschlossen. Er hat sehr große Lust mit mir zusammen zu arbeiten und lernt auch sehr schnell.
    Aber ein Beagle ist definitiv kein Hund der nebenher läuft; sondern er braucht regelmäßige geistige Auslastung. Wir machen zum Beispiel regelmäßig Mantrailing unter Anleitung einer Trainerin. Auf unseren Spaziergängen apportieren wir gerne und machen Suchspiele jeglicher Art.
    Wenn sie entsprechend geistig gefordert werden sind diese Hunde ein Traum, und dann ist auch Freilauf kein Problem.
    Wenn dein Großvater den Hund jagdlich führen möchte, dann muß er mit ihm eine Ausbildung machen, ansonsten ist das, meines Wissens, gar nicht erlaubt.
    Vielleicht magst du deinem Großvater mal unseren Thread zeigen. Dort berichte ich ein wenig von unserem Leben. Den Link findest du unten in der Signatur.
    Außerdem könnte dieser Thread interessant sein:
    https://www.dogforum.de/index.php/Thre…eagle/?pageNo=1

    Vielleicht kannst du deinen Großvater ja überzeugen da mal hinein zu schauen. Dort findet er viele Informationen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe meinen ultimativen Rückruf etwas anders aufgebaut als Maus1970. Natürlich auch mit langsamer Steigerung der Ablenkung und - ganz wichtig - so, dass es keine Fehler gibt. Aber ich habe die Superbelohnung von Anfang an zu einem seltenen Geschenk gemacht. Mehrere Durchgänge gab es nie - es gibt nur eine! einmalige! Chance, diese spezielle Beute zu bekommen.

    Ich glaube du hast mich da falsch verstanden. Das mit den mehreren Durchgängen war noch kein wirkliches Training, sondern reines Konditionieren. Da habe ich ihm quasi "erklärt" das es, wann immer er dieses Wort hört, etwas ganz tolles bei mir gibt. In dieser Phase habe ich noch nichts von ihm verlangt, sondern ihm nur gezeigt, das dieses Wort toll ist. Das sah dann so aus, daß er vor mir saß und ich das Superwort gerufen habe und ihm sofort die Superbelohnung gegeben habe. Das habe ich mehrere Male wiederholt.
    Danach gab es auch nur diese eine Chance an die Superbelohnung zu kommen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich denke man darf nicht vergessen, daß Hundetrainer in aller Regel selbständig sind. Das heißt ein Großteil ihrer Einnahmen gehen für Steuern und Sozialversicherungen drauf.
    Wenn ein Trainer 50 Euro für eine Stunde Training nimmt hat er mindestens die Hälfte an Abgaben. Vom Rest gehen noch die Betriebskosten ab; und nur was da übrig bleibt ist der Gewinn. Da ist man dann schnell bei einem normalen Stundenlohn.

    LG

    Franziska mit Till

    Na, klar. :D

    Ich erzähle einfach mal wie wir den Abruf geübt haben. Wir haben ein "Superwort" (SW) aufgebaut. Das SW ist ein Wort, daß wir im normalen Sprachgebrauch n i e benutzen, damit es zu keinen Verwechslungen kommt und der Hund dieses Wort niemals so neben bei hört; sondern nur dann wenn auch er und der Rückruf gemeint ist.

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    Zunächst haben wir ihn auf das Wort konditioniert. Dazu habe ich im Haus, in einer ruhigen Ecke, ein suuuuuper, suuuuper Leckerlie in die Hand genommen. Sobald ich seine Aufmerksamkeit hatte, habe ich das Wort gerufen und ihm dann sofort die Belohnung gegeben.
    Das habe ich so 2 Wochen lang jeden Tag 3 Mal 10-15 Durchgänge gemacht. Dann habe ich das SW in ganz einfachen Situationen ohne Ablenkungen trainiert und die Anforderungen langsam immer weiter gesteigert. Stück für Stück. Extrem wichtig dabei ist, daß der Hund beim Training k e i n e Fehler machen darf. Das heißt man darf das SW wirklich nur dann und wirklich nur dann rufen wenn man sich absolut und 1000% sicher ist, daß der Hund sofort angesprintet kommen wird. Der Hund soll gar nicht erst auf die Idee kommen, daß man das SW überhaupt ignorieren kann. Deshalb lieber 10 Mal zu leicht trainieren als einmal zu schwer. Das Schwierigste daran ist es seinen Hund immer richtig einzuschätzen. Um den Abruf aus dem Spiel zu trainieren bin ich dann Beispielsweise ganz nah an die spielende Hunde heran gegangen (wenn sie gerade mal einen Augenblick stationär gespielt haben) und haben ihm dann die Superbelohnung fast vor die Nase gehalten. Sobald er seinen Kopf in meine Richtung gewandt hat habe ich das SW gerufen und ihn sofort belohnt wenn er die zwei Schritte zu mir gemacht hat. Genau so bin ich bei extrem spannenden Gerüchen vorgegangen.
    Parallel dazu haben wir von Beginn an ein normales Rückrufwort trainiert. Bei uns heißt es "Komm hier". "Komm hier" benutzen wir im Alltag für die alltäglichen Situationen damit sich das Superwort nicht abnutzt. Den normalen Rückruf haben wir aufgebaut in dem er, jedes Mal wenn er kam, ein Leckerli bekommen hat. (keine Superbelohnung; sondern normales Trockenfutter)
    Bei uns funktioniert der Rückruf sehr gut. Mit dem SW kann ich ihn aus allen schwierigen Situationen abrufen. Aus dem Spiel als auch vom Wild. Für die ganzen alltäglichen Situationen nutzen wir das normale Rückrufwort. Wobei ich da darauf achte, daß ich dem "Komm hier" nie das SW folgen lassen muß, damit er nicht lernt das "Komm hier" zu ignorieren um das SW zu hören und damit die bessere Belohnung zu erhalten.

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    Aber in den allermeisten Situationen reicht das "Komm hier" vollkommen aus, so daß ich das SW ab und an bewußt benutze auch wenn das "Komm hier" reichen würde, damit das SW immer präsent bleibt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht parallel zum alltäglichen Rückruf noch ein spezielles Superwort (SW) aufzubauen. Zum Einen lässt es einem die Zeit das Superwort wirklich mit Ruhe und Geduld aufzubauen, weil man im Alltag den normalen Rückruf nutzen kann. Zum Anderen hat man in schwierigen Situationen immer noch ein "Ass" im Ärmel.
    Wir benutzen im Alltag "Komm` hier" für den Rückruf. Das kennt er vom Welpenalter an. Zu Beginn hatte er noch Folgetrieb und ist immer gekommen wenn wir gerufen haben. Das haben wir genutzt und ihn für jedes zu uns kommen auf Kommando mit Trockenfutter belohnt. Als der Folgetrieb nach lies war ihm das Kommando schon recht gut bekannt sowie positiv besetzt und wir haben darauf aufgebaut.
    Das Superwort hingegen haben wir konditioniert und langsam, Schritt für Schritt, auftrainiert. (Wenn du magst kann ich dir gerne berichten wie wir trainiert haben)
    Mittlerweile ist es so, daß in allen alltäglichen Situationen "Komm` hier" nutze und das auch sehr gut funktioniert. In Situationen in denen es besonders schnell gehen muß, oder die sehr schwierig sind nutze ich das Superwort. (Bei uns ist es zum Beispiel Wildsichtung) Wobei ich das Superwort auch immer wieder mal in leichten Situationen nutze um es präsent zu halten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich halte dieses "das klären die schon unter sich" in diesem Fall auch nicht für richtig.
    1. Braucht Arthos jetzt Schutz. Besonders da er eh schon zu den Unterwürfigen gehört.
    2. Ist Arthos noch sehr jung. Wenn der in 1 - 1,5 Jahren richtig erwachsen und wohl möglich wesentlich sicherer geworden ist, kann es dir nämlich durchaus passieren, daß Arthos dann dem anderen Hund gerne einmal klipp und klar erklären möchte, daß er sein Verhalten absolut daneben findet und nicht mehr gewillt ist sich das gefallen zu lassen. Denn irgendwann ist auch bei deinem Hund der Frust riesengroß. Und dann habt ihr ein richtiges Problem, aber "vom feinsten".
    Und glaube mir wenn dann d e i n Hund i h r e m Hund welche überbrät wird, wird die gute Frau vermutlich plötzlich so gar nichts mehr vom "das klären die schon unter sich" halten und d e i n Hund ist dann auf einmal der "böse" und gemein gefährlich. Darauf kann ich dir Brief und Siegel geben. Wohl möglich hast du dann den Ärger, daß dein Hund als aggressiv eingestuft wird und Auflagen bekommt, nur weil er sich dann mal gegen den anderen Hund zur Wehr setzt, der ihn ständig gegängelt und schikaniert hat.

    LG

    Franziska mit Till

    ich würde den Schaden trotzdem noch melden. Manchmal hat man Glück und die Versicherungen zahlen aus Kulanz, auch wenn sie nicht müssten. ( Wenn man beispielsweise den Versicherungsvertreter persönlich kennt, oder man langjähriger Kunde mit mehreren Versicherungen ist. )
    Auf jeden Fall würde ich, bevor ich zahle, den Kostenvoranschlag genauestens prüfen.

    LG

    Franziska mit Till

    Erst einmal ist es toll, daß ihr Fortschritte macht und der Spaziergang gut gelaufen ist. :gut: Ich würde deinem Hund in solchen Situationen auch die Möglichkeit lassen schnell wieder aus der Situation heraus zu kommen und einfach schneller gehen. Die Leinenführigkeit würde ich dabei erst einmal außen vor lassen.
    Den Punkt würde ich erst angehen wenn ihr das Leinenpöbeln hinter euch gelassen habt und dein Hund mit Hundebegegnungen an der Leine keine Probleme mehr hat.

    LG

    Franziska mit Till