Beiträge von Maus1970

    So, das "Sitz" habe ich beim abendlichen Gassi sein lassen. Es war ein sehr harmonischer, stressfreier Spaziergang. Ich werde es die nächste Zeit sein lassen. Im Grunde bräuchten wir es eh nicht, ich wollt`s halt eig. beibehalten- ein gut erzogener Hund kann es schließlich, "Sitz" ist Standart. ;)
    Ich bin verblüfft, wie locker es einige hier doch sehen und wie sehr dem Hund entgegegen gekommen wird. In meinem Gehirn spukt zwar immer noch die Vorstellung vom "Hier" mit perfekten Vorsitz, doch im Grunde verabschiedete ich mich davon schon. Ares und ich, wir haben uns einander angepasst und ich kann zufrieden sein.
    Die bestehenden Kommandos funktionieren gut, es bedarf noch einiges an Übung, doch er ist ja erst ein Jahr.

    Der Meinung bin ich nach wie vor. Glaub`mir, bei Ares habe ich ALLES positiv und doch konsequent aufgebaut und es hat sich in vielerlei Hinsicht ausgezahlt. In der Vergangenheit glaubte ich, alle Kommandos- auch das "Hier" mit Vorsitz- kriege ich dadurch hin. Nur bei diesen hier von mir geschilderten "Sitz" z.B. musste ich mir eingestehen, dass wir so nicht weiterkommen. Es war kein Fortschritt erkennbar, absoluter Stillstand...
    Unser Fokus liegt ohnehin nicht auf "Steh" und solchen Kommandos. Ich lege eher Wert auf den Rückruf, Impulskontrolle/Frustrationstoleranz und der Orientierung an mir. Die "Befehle" sollen dennoch i-wann zuverlässig sitzen.

    Schmerzen oder Unwohlsein schließe ich aus. Vor dem gefüllten Napf sitzt er wie eine 1. ;)
    Ja, wenn es nass ist oder piekst sucht er sich zuerst ein gutes Plätzchen, bevor er sich hinhockt. Da bin ich tolerant, in eine Pfütze oder in Brennnesseln würde ich mich auch nicht reinsitzen.
    Das mit der Trainerin...ich glaube nicht, dass es noch Einfluss hat.

    Vielen Dank für eure Erfahrungen!

    Wir haben uns bei der Erarbeitung des Grundgehorsams sehr stark an dem orientiert was im Alltag wichtig ist und die Kommandos entsprechend aufgebaut. Beim "Fuß" beispielsweise war für uns das Entscheidende, daß er auf Kommando zuverlässig neben mir geht und auch bleibt, egal welche Ablenkung kommt. Und genau so haben wir es auch aufgebaut. Ob er mich dabei permanent anschaut, nun exakt in Kniehöhe geht ist dabei unerheblich. Im Alltag brauche ich es um ihn neben mir an Menschen, Fahrrädern etc vorbei zu führen. Dafür ist die Form irrelevant. Entscheidend ist, daß er bei mir bleibt. Beim Rückruf ist es ähnlich. Sein Rückruf heißt für ihn: Drehe sofort um und bewege dich in Überschallgeschwindigkeit zu Frauchen, egal was du gerade tust, tun wolltest oder jemals getan hast. :D Ob er sich nun exakt im Vorsitz vor mir hinsetzt, sich schief neben mich setzt, vor mir stehen bleibt ist mir dabei egal. Entscheidend ist für mich, daß ich mich darauf verlassen kann, daß er kommt, ohne wenn und aber auch wenn er Wild sieht oder riecht.
    Aber es gibt eben auch Teams die großen Spaß daran haben sich solche Formen wie das exakte Fuß gehen und den perfekten Vorsitz zu erarbeiten und für die das eine tolle Form der Zusammenarbeit und geistiger Auslastung ist. Für andere Teams, wie für uns und unser Nasentier, gibt es halt andere Formen der Arbeit die wesentlich besser passen und wo wir es dann auch Formvollendet genau nehmen, einfach weil es uns liegt.

    LG

    Franziska mit Till

    Genau und das beschreibt der Text (Link). Dass du Till überall hin mitnehmen kannst, er alles mit macht und du dann auch noch zu deinem und seinem Spaß etwas Sport machen kannst. Damit leistet er so viel mehr als Hund aus dem Auto, auf den Platz, Hund rein ins Auto und kaum mehr.

    Etwas anderes meinte ich damit gar nicht.
    Hat sich halt nur wieder Liv mit nem Doof-Kommentar reingemischt.

    Edit: Und ich hab nicht einmal gesagt, dass mein Hund das alles könnte und so viel mehr leistet. Mit dem ist das alles Management!

    Ah, ok dann beziehst du dich eher auf die Teams für die es außer ihrem Hundesport kaum etwas anderes Gemeinsames gibt und für die auch nichts Anderes zählt als die Leistung auf dem Platz. ( Was wohl aber nur auf einen sehr geringen Teil der Hundesport treibenden Teams zutreffen dürfte ) Was diesen Personenkreis angeht stimme ich dir absolut zu.
    Ich habe dich zunächst so verstanden als würde für dich Hundesport treiben zwangsläufig bedeuten, daß das Mensch-Hundteam ansonsten nichts anderes Gemeinsames erlebt und der Hund seinen Menschen nicht im Alltag begleitet.

    LG

    Franziska mit Till

    Ja und das ist das, was einige Leute, deren Hund ja "gearbeitet wird!" nicht verstehen... dass ein Familien- und Begleithund, der wohlerzogen und unauffällig all diese letztgenannten Dinge mit macht, viel mehr und viel vielseitiger leistet als der sogenannte "Sporthund".

    http://friendshipfordogs.com/2014/12/16/nur-ein-familienhund/

    Mein Hund wird auch "gearbeitet". Aber daraus besteht doch nicht sein/unser ganzes gemeinsames Leben. Ja, wir machen Mantrailing und für uns Dummyarbeit, Nasenarbeit etc. Trotzdem begleitet er uns auch ansonsten durch unserLeben und ist unser Begleiter ergo Begleithund mit dem wir (mein Mann und ich) gemeinsam fremde Städte erkunden, mit Bus und Bahn fahren ab und an auf Feiern gehen etc. Das eine schließt doch das andere nicht aus. Ein Hund mit dem man Hundesport betreibt verbringt sein Leben doch nicht zwangsläufig auf dem Hundeplatz.
    Zu dem mag ich den Ausdruck "wird gearbeitet" nicht sonderlich. Ich bevorzuge: Ich mache Hundesport mit meinem Hund. Denn genau so ist es. Wir machen den Sport gemeinsam, nicht ich etwas mit ihm.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich machen bei der Ausführung von Kommando keinerlei Kompromisse. Für mich machen Kommandos nur dann Sinn, wenn sie zuverlässig sofort und ohne wenn und aber ausgeführt werden. Nur dann kann ich sie nutzen um meinen Hund im Freilauf zu dirigieren und zu führen. Was nutzt es mir wenn mein Hund zwar genau weiß was ich von ihm möchte, im Ernstfall aber selbst entscheidet ob er hört oder nicht? In meinen Augen nutzt es dann nicht wirklich etwas.
    Till hat seine Kommandos mit viel Freude positiv aufgebaut erlernt. Er weiß genau was ich von ihm möchte. Auch ihm gegenüber ist es fairer und einfacher wenn ich konsequent bin und immer das selbe, erlernte Verhalten, einfordere.
    Das hört sich jetzt, glaube ich, härter an als ich bin. :D Natürlich weiß ich das es keine 100% gibt, ein Hund keine Maschine ist; und ich verlange auch wirklich keinen Kadavergehorsam. Aber wenn ich ihn abrufe ist "sofort herkommen" angesagt und bei "Sitz" eben hinsetzen. Darüber verhandeln wir nicht.
    Allerdings gehe ich in sofern auf ihn und seine Bedürfnisse ein in dem ich die Wahl meines Kommandos darauf abstimme.
    Ein Beispiel: Till ist ein sehr bewegungsfreudiger, aktiver Hund. Wenn er zu weit vor ist fällt es ihm wesentlich leichter zu mir zurück zu rennen, da ist das rennen an sich schon selbstbelohnend, als irgendwo auf mich zu warten, obwohl er das auch kann und macht.
    Deshalb nutze ich schon eher den Rückruf als ein "Sitz" auf Distanz. Warum auch nicht? In meinen Augen spricht nichts dagegen, solange Beides zielführend ist. Oder warum muß ein Hund beim größten Matsch unbedingt "Platz" machen, wenn ein "Steh" den gleichen Zweck erfüllt? Aber wichtig ist, sich dann im Vorfeld zu überlegen welches Kommando ich gebe.

    LG

    Franziska mit Till

    @Angilucky2201
    Ich bin auch der Meinung, daß eine Beschlagnahme eines Hundes sehr wohl überlegt und unbedingt verhältnismäßig sein sollte; und ich bin sicher, daß die aller Meisten von denen die solch eine Entscheidung zu treffen haben sehr verantwortungsbewußt damit umgehen.
    Manchmal bedarf es allerdings einen "Schuß vor den Bug" um den verantwortlichen Haltern klar zu machen, daß es so nicht geht.
    Ja, und ich finde auch, daß jeder eine zweite Chance verdient hat. Aber man muß sie sich auch verdienen in dem man zweigt, daß man weiß was man verkehrt gemacht hat und ehrlich bereit ist das zu ändern. Besonders dann wenn ansonsten Menschen gefährdet werden.

    LG

    Franziska mit Till

    @fragments
    Am 28.06 können wir nicht.
    Aber wenn das Datum feststeht können wir ja noch einmal weiter sehen. Sollten wir da nicht können, sage ich dir noch bescheid und du weißt, daß du dich leider noch weiter umschauen mußt. Wenn wir fahren können wir uns kurz vorher absprechen wo und wann ihr zusteigen möchtet. Till ist auch absolut verträglich und liebt andere Hunde.

    LG

    Franziska mit Till