Beiträge von Maus1970

    Ich muss gestehen, dass ich das nie probiert habe. Ich müsste dann einen entsprechenden Pfiff etablieren, denn wenn ich in dem Moment etwas rufe, kommt es nicht an. Dazu habe ich keine Lust :ops: . Deshalb belasse ich es dabei, bis es nicht mehr funktioniert oder ich eine Menge Langeweile habe :D .

    Wir machen es ja genau so wie du. Damit er bei Wildsichtung nicht jagen geht, kommt der Superrückruf. Da kann er mit Volldampf zurück gerannt kommen. Das funktioniert super.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich nutze den Superrückruf, um die Jagd abzubrechen. Mein "normaler" RR reicht - denke ich - nicht. Und weil ich das denke, versuche ich das nicht ;) .


    Bei uns ist das genau so. Für Till ist der Rückruf die einfachste Alternative, da er dadurch etwas was er gerne tut ( rennen ) zu tun hat. Das fällt ihm wesentlich leichter als in einer solchen Situation still zu liegen oder zu sitzen.

    LG

    Franziska mit Till

    In der Theorie sehr richtig. Bei Bliss klappt das auch genau so ganz prima. Mein Rüde fragt aber zwischendurch schon noch mal nach, ob gewisse Regeln noch bestehen. Er ist ein eher selbstständiger Hund und entscheidet sich, wenn er nicht hört, ganz bewusst dagegen. Also: ich rufe freundlich, er guckt, schnüffelt weiter und lässt mich stehen. Das ist auch der Grund warum der heute, nach 6 Jahren immer noch phasenweise an die Schleppleine kommt, wenn das Überhand nimmt. Und den habe ich seit dem Welpenalter auch mit positivem Verstärken und später an der Schlepp über Monate aufgebaut. Sollte er also eigentlich können...Es gibt aber dinge, die er manchmal wichtiger findet. Egal wie nett wir da trainiert haben. Er ist auch null bestechlich btw.
    um mal vom Rückruf wegzukommen: Wie ist das bei rein positiv erziehenden HH eigentlich mit wirklich bei groben Verstößen? Wie regelt ihr das? Ich schlage meine Hunde nicht noch trete ich sie oder sonstwas, aber ich packe sie mir in gewissen Situationen dann doch und bin nicht zimperlich. Sprich: ich werde dann sehr bestimmt, baue mich vor ihnen auf und blocke sie entschieden. Zum Beispiel, als meine Hündin mein Hundeömchen greifen wollte. Das ging einfach überhaupt nicht.

    @Gammur: Da schließe ich mich an.

    Wie gesagt, bei Till kommt das alle Jubeljahre vielleicht einmal vor. Dann nehme ich ihn kurz an die Leine und die Sache ist gegessen. Dabei ist er ebenfalls ein sehr selbständiger und jagdtriebiger Hund.
    Für solche Situationen haben wir ein Abbruchkommando. Das besagt ihm, daß er das was er tut sofort sein zu lassen hat. Das setze ich in solchen Momenten ein.

    LG

    Franziska mit Till

    Wenn mein Hund den Rückruf ignoriert kann man nur den Hund einsammeln und anleinen und schauen wo der Trainigsfehler lag.
    Bei der ausschließlich positiven Arbeit mit einem Hund ist es entscheidend die Anforderungen so zu stellen, daß der Hund möglichst keinen Fehler macht. So lernt der Hund: Ich höre immer auf ein Kommando, daß ist schön und lohnt sich für mich.

    LG

    Franziska mit Till

    Für mich bedeutet positives Arbeiten mit dem Hund nicht! mit dem Hund zu diskutieren. Bei uns sind Kommandos ebenfalls absolut verpflichtend. Wenn man die Kommandos positiv aufbaut und zunächst nur dann nutzt wenn der Hund die Ausführung auch leisten kann wird der Hund sie später immer zuverlässig ausführen. Ohne zu diskutieren. Der Hund hat dadurch, wie selbstverständlich, gelernt, daß er Kommandos immer befolgt, daß es sich für ihn lohnt und etwas schönes ist. Da wird nie diskutiert. Und um das zu erreichen brauchten wir keine Strafen.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich vermute mal die Antwort von jmd der rein positiv arbeitet wäre wohl:
    Der RR wird so perfekt eingeübt das es nie zu der Situation kommt das der Hund nicht hört. :p :D

    Ja, im Prinzip ist es auch genau so. :D So war auch unser Weg. Das Superwort wurde klassisch konditioniert und dann Schritt für Schritt in den Alltag aufgebaut. Ziel war wirklich, daß der Hund beim Rückruf nie einen Fehler macht, also man den Hund so gut einschätzt, daß man ihn nur in Situationen abgerufen hat die der Hund auch bewältigen konnte. Ansonsten ist man gleich hingegangen und hat den Hund abgeholt.
    Das hört sich nun extrem langwierig und nach Ewigkeiten Schleppleine an. Ist es aber nicht zwangsläufig. Wir haben Till mit 8 Wochen bekommen und er ist von Anfang an viel frei gelaufen. Am Anfang hatte er noch den typischen Folgetrieb. Diese Zeit haben wir ausgenutzt um das Superwort und den Alltagsabruf zu trainieren. Wir sind dann halt an Stellen gelaufen wo ihm vom Straßenverkehr her keine Gefahr drohte. All zu weit entfernen sich die Welpen ja nicht von ihrem "Rudel". Als die Zeit des Folgetriebs dann vorbei war, saß der Rückruf bereits so gut, daß es Nahtlos in den Gehorsam übergegangen ist. Nur in ganz schwierigen Situationen mußte ich ihn zunächst noch abholen. Aber auch das war dann mit 5 Monaten vor bei.

    LG

    Franziska mit Till