Beiträge von Maus1970

    Ja, ich hätte auch nie mit einer solchen Reaktion Ginos gerechnet. Vor allem nicht, weil er zuvor nie Anzeichen von Eifersucht gezeigt hat. Vielleicht sind, gerade für so menschenbezogenen Hunde wie die Golden Retriever, ihre Hauptbezugspersonen ihr ein und alles.
    Ich weiß nicht wie sich das Ganze entwickelt hätte, wenn wir ihn nicht zu meiner Mutter hin orientiert hätten. Vielleicht hätte er es irgendwann akzeptiert. Dadurch, daß wir die Möglichkeit hatten ihn an meine Mutter "andocken" konnten, haben wir es nicht ausprobiert. Es lief dann ja auch problemlos.
    Außerdem habe ich auch den Eindruck, daß es eine Frage des Alters ist. So bis 1-1,5 Jahren wäre das vermutlich für Gino noch etwas anderes gewesen. Er war zu dem Zeitpunkt 2 Jahre und 8 Monate alt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich kenne das von meinem ersten Hund, einem Golden Retriever. Bei ihm war es ganz ähnlich wie bei deiner Mia. Er mochte jeden anderen Hund, jeder durfte zu uns in das Haus und in den Garten und mit jedem wurde gespielt. Er hat das Zusammensein mit anderen Hunden auch sehr genossen. Selbst wenn ich andere Hunde gestreichelt oder mit ihnen gespielt habe war das für ihn absolut in Ordnung und er hat keinerlei Anzeichen von Eifersucht gezeigt.
    Eines Tages haben wir dann einen zweiten Hund bei uns aufgenommen zu dem mein erster Hund (Gino) zuvor schon regelmäßig Kontakt hatte. Zunächst lief alles völlig problemlos. Bis zu dem Tag an dem der neu dazu gezogene Hund meinte, es wäre ganz toll wenn ich auch sein Frauchen wäre. Von diesem Tag an habe ich Gino nicht wieder erkannt. Von einem Tag auf den anderen wurde er unwahrscheinlich stur, was er bis dahin überhaupt nicht gewesen ist, er hat sich zurück gezogen, trotz Ansprache und das bei einem Hund für den dabei sein immer das Größte gewesen ist. Die Alarmglocken schrillten in den höchsten Tönen.
    Gehorsam von einem Tag auf den Anderen gleich 0, obwohl er zuvor gut gehört hat. So habe ich ihn noch zuvor erlebt.
    Wir haben es dann so gelöst, daß sich meine Mutter, ich habe damals noch bei meinen Eltern gelebt, verstärkt um den Neuzugang Billy gekümmert hat. So hat er sich dann schnell zu meiner Mutter hin orientiert und sie als Hauptbezugsperson gewählt. Von dem Tag an war der Spuk vorbei und Gino war, ebenfalls wieder von einem Tag auf den anderen, so wie früher. Von da an hatten die zwei auch wieder ein tolles Verhältnis zueinander. Mir kam es so vor als hätte Gino zum Ausdruck bringen wollen, daß er alles gerne teilt; nur sein Frauchen nicht. Von daher bin ich immer vorsichtig wenn es darum geht zu sagen, daß der eigene Hund nicht eifersüchtig ist.
    Das sich Mia mit einem Seufzer hinschmeißt sobald die anderen Hunde gegangen sind, kann ich mir jedoch gut dadurch erklären, daß sie dann einfach müde ist und nicht, daß ihr der Besuch nicht gefallen hat. Das geht uns ja manchmal genau so, wenn wir Übernachtungsgäste haben. Wir haben eine tolle Zeit mit ihnen gehabt und trotzdem merken wir, daß es auch anstrengend war, wenn sie wieder fort sind.
    Ich denke schon, daß Hunde da schon sehr genau zwischen Besuch und Familienmitglied unterscheiden und es für sie einen unterschied macht mit einem Gast zu teilen und zu wissen nur sie gehören wirklich zu ihrer Familie, als wenn ein neuer Hund dazu kommt, der den Anspruch hat genau so selbstverständlich dazu zu gehören.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe für Till eine Schnüffelkiste selbst gemacht. Dabei habe ich bei Eb** für etwa 5€ gebrauchte Tennisbälle gekauft. Anschließend habe ich mir einen relativ niedrigen Karton organisiert und die Bälle dort hinein getan. Jetzt kann ich Leckerlis, ein Spielzeug oder ähnliches darin verstecken und Till suchen lassen. Dabei fliegen natürlich einige Bälle aus dem Karton heraus, aber die räumt Till im Anschluß dann wieder ein. Er hat einen riesen Spaß daran. Alternativ zum Karton kann man auch eine Plastikwanne nehmen.

    LG

    Franziska mit Till

    Da der Till, Rasse bedingt, ein absolutes Nasentier ist machen wir sehr gerne Dinge in dieser Richtung.
    Hier mal ein Beispiel:


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    und als Erweiterung die Geruchsdifferenzierung. ( Leider ist der Ton sehr leise. Ich habe da die Kamera nicht optimal eingestellt. :xface: )


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    Aber auch das macht der Till sehr gerne:


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    Apportieren steht bei ihm immer hoch im Kurs:


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    All diese Dinge machen wir ganz nach Lust und Laune. Regelmäßig trainieren wir Mantrailing. Auch davon ein kleines Beispiel.


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    Das war ein kleiner Einblick in das was wir so miteinander machen.
    Ach etwas ganz wichtiges fehlt noch. Eines machen wir nämlich auch noch sehr gerne zusammen: Blödsinn und Spaß haben!!! :lachtot: :lachtot: :lachtot:
    Ein Beispiel?

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    Ich hoffe ihr hatte Spaß beim Anschauen.

    Hi hi @wildsurf

    Es ist schon so, daß er mir die Versteckperson richtig anzeigt. Ob er sich da am Futter orientiert war halt die Frage. Vermutlich nicht, denn Spurdifferenzierungen unterwegs macht er ohne Probleme. Also kann er das ohne Schwierigkeiten unterscheiden.
    Uns kam halt der Gedanke ob wir dadurch noch mehr Ruhe hinein bekommen würden. Wir haben es dann heute einfach einmal ausprobiert. Er hat sehr konzentriert gearbeitet. Bei der ersten Anzeige war er ein wenig irritiert. Bei der zweiten und dritten dann schon nicht mehr. Besonders bei der dritten hat er spitzenmäßig angezeigt. Ich denke wir werden das weiter so handhaben. Also man kann zwar nicht wissen ob er sich zuvor nicht doch am Futter orientiert hat, wissen aber, daß er es auch ohne kann. :D

    LG

    Franziska mit Till

    Bei uns ist es auch so, daß wir nicht auf den Einsatz hin trainieren. Uns geht es um die gemeinsame Arbeit und die Auslastung der Hunde.
    Till ist sehr Futter orientiert und sehr "verfressen". Von daher könnte ich mir vorstellen, daß es, gerade bei Personendifferenzierung, einfacher ist wenn er nicht die Erwartungshaltung hat, daß jeder der Personen Futter haben könnte. Bei ihm ist es Beispielsweise auch so, daß ich ihn bewußt mit weniger attraktiven Leckerlis belohne, wenn ich zum Beispiel einen neuen Trick mit ihm einübe, weil er sich dann wesentlich besser konzentrieren kann. Bei zu guten Leckerlis fällt es ihm viel schwerer sich auf das Lernen zu konzentrieren, weil er nur an das Futter denken kann. Sobald er ein Kommando kennt, spielt es keinen Rolle mehr.

    LG

    Franziska mit Till

    Danke für eure Antworten. Wir sind momentan am überlegen ob es nicht sinnvoller wäre wenn der Hundeführer die Belohnung dabei hat und sie dann der Versteckperson übergibt sobald der Hund richtig angezeigt hat. So könnte man absolut ausschließen, daß der Hund sich an seiner Futterbelohnung orientiert.

    LG

    Franziska mit Till