Wenn ich einen leicht zuführenden Hund, ohne wirkliche Baustellen habe läuft bei mir z.B. die Erziehung eher ausschließlich nebenbei ab.
Ein Problem beheben, eins das Anderen Schaden zufügen könnte, erfordert Training. Auch die Grunderziehung erfordert, neben der Alltagserziehung Training.
Da wird so viel belohnt wie nur möglich, es wird nach Möglichkeit jedes Verhalten was ich als wünschenswert erachte, honoriert, auch beim Erlernen der hauseigenen Regeln. Ich bin auch Fan des Markertrainings. Der Hund soll wissen was er richtig macht und wann er es richtig macht.
Belohnungen sind Mittel zum Zweck dem Hund zu zeigen wie man sich korrekt verhält. Das ist unsere gemeinsame Sprache.
Später reicht ein Lob als Anerkennung.
Im Alltag wird nicht wünschenswertes Verhalten auch von mir gehemmt, vor Allem wenn Gefährdung Dritter besteht, aber nach Möglichkeit nicht wirklich geahndet.
Strafen will ich so gut es geht vermeiden. Was natürlich nicht immer möglich ist, auch weil nicht ich in erster Linie entscheide was als Strafe empfunden wird, sondern eher der Empfänger.
(Wo wir nochmal beim Thema "verletzende Aussagen hier im Thread" wären. Maßgeblich der Empfänger entscheidet doch ob die Aussagen als persönlich aufgefasst werden?! Daher finde ich es nicht verwunderlich, dass sich auch die "Wattbauschwerfer" bei Zeiten angepisst fühlten?!
dazu ist nun aber auch genug gesagt worden, denke ich.);
daraus allerdings ergibt sich für den Alltag wahrscheinlich auch, dass diese Hemmung nur für den einen Moment gilt und nicht für nachfolgend ähnliche Situationen.
Das heißt aber nicht, dass der Hund keine Fehler machen darf. Allerdings würde für mich niemals in Frage kommen, den Hund mit voller Absicht in eine Situation zu bringen in der er unweigerlich Fehler macht, um ihn dann bestrafen zu können. Da gibt es ja auch Leute die das als legitime Trainingsmethode ansehen. Das ist für mich unbegreiflich und wie "Jemanden ins offene Messer laufen lassen".
Mal was anderes zum Thema Arbeiten mit Hund: Wer von euch macht denn wirklich Arbeit mit seinem Hund? Also damit meine ich nix, was vllt einmal die Woche zur "Auslastung" geschieht, sondern, was schon mehrere Tage beansprucht und wo man regelmäßig auf ein Ziel hintrainiert?
Was mich interessiert, wie haltet ihr es da mit Aversivmaßnahmen? Unterscheidet sich euer Umgang mit dem Hund zum Alltag?
bei mir muss der Hund "arbeiten"
also Kira bei ihrem Job DummyLuna bei UO, Obedience und THS Training
"Arbeiten" bedeutet für mich konzentriertes mitarbeiten und den "geforderten Job" machen, ganz simpel
wenn sich jemand daran stört, dass ich mit dem Hund "arbeite", dann "trainiere", "erziehe" oder "übe" ich halt
[...]
Das ist für mich ebenfalls definitiv Arbeit, ja! Da geht es, meiner Meinung nach, um nachfolgende Dinge in dieser Reihenfolge:
das Ergebnis,
den Lohn,
die Anerkennung UND
den Spaß (auch für den Hund)
Und dabei wäre für mich primär das Ergebnis wichtig, daher das Ganze dann Arbeit, glaub ich. ![]()
Wenn ICH mit meinem Hund einer solchen Arbeit nachgehen würde, würde ich es versuchen ausschließlich über positive Verstärkung zu arbeiten. Wie sich das dabei aber rein von der Lerntheorie her verhält, weiß ich gar nicht wirklich. ![]()