Beiträge von Grinsekatze1

    Das mit der räumlichen Begrenzung werde ich mal austesten und sie an einer langen Leine anbinden und die Box daneben stellen.

    Bitte binde sie nirgendwo fest. Das würde sie früher oder später durchbeissen und Unglücksfälle könnten passieren.

    Nimm wirklich einen Welpenauslauf und beschränke damit eine Ecke in Euerem Wohnzimmer. Von dort kann sie dann alles beobachten und selbst Ruhe finden. Spielzeug, Kauartikel und Wassernapf rein - fertig!

    Ich finde Deinen Gedankengang im Beitrag #50 zwar gut; meine aber das hier viel zu sehr Jack in dem Vordergrund steht und der alte Hund zu kurz kommt. Wie sind da Deine Gedanken?

    Klar ist, dass Rudelmitglieder die Schwäche eines bisherigen Anführers durchaus für sich ausnutzen und in der Stellung aufsteigen wollen. Genau das tut derzeit Dein Jack! Ich finde, der alte Hund bräuchte da doch etwas Unterstützung. Unterstützung in sofern, dass er vor dem Rüpel beschützt wird.

    Ich lese hier sehr viel, dass der Senior zum Prellbock geworden ist und sich nahezu zahnlos gar nicht richtig zur Wehr setzen kann.

    Ich muss gestehen, ich habe ein ganz großes Herz für Senioren-Hunde und es tut mir in der Seele weh, wie ein alter Hund sich gegen ein volles Temperamentbündel durchsetzen soll. Wenn man sich vorstellt, dass das Augenlicht, das Gehör und vor allem die Kraft beim alten Hund schwindet und dann soll er sich einem solchen Powerpaket entgegen stellen.

    Ich würde dem Jungspund einen Maulkorb verpassen (willst Du ja tun) und ihm ansonsten keinen persönlichen Freiraum gönnen. Er bekommt seinen Platz zugewiesen!

    Für den Senior würde ich eine spezielle Ruhezone einrichten; wo er sich zurückziehen kann und der Jungspund nie hin darf. (Das könnte z.B. eine abgeteilte Zimmerecke sein. Reich des Seniors und das musst Du dahingehend auch für ihn schützen.

    Ein alter Hund braucht einfach menschlichen Schutz. Im freien Hunderudel würde er vertrieben oder sogar totgebissen. Im menschlichen Zusammensein kann der Hund nicht flüchten. Er ist gezwungen auszuhalten und mit letzter Kraft sich zu verteidigen. Das ist doch kein schönes restliches Leben!

    Da du in der Pflege arbeitest, möchte ich dich bitte fragen, ob sich durch Krebs die Blutplättchen abbauen und die Milz sehr stark vergrössern kann.

    Ja, das kann passieren; liegt einfach daran, dass das Immunsystem und der Stoffwechsel immer in Mitleidenschaft gezogen wird und auch Krebszellen über den Blutkreislauf in ganz andere Organe greifen kann.

    Ich habe das starke Bedürfnis meiner Sandy folgen zu wollen.

    Das mache bitte nicht. Denn das hätte Dein Hund so nicht gewollt.

    Bitte rufe die Notfallseelsorge an (Tel.-Nr. findest Du in jeder Tageszeitung oder in der Telefonauskunft). Dort sind geschulte Menschen die mit Trauer umgehen können und Dir zuhören, Rat erteilen können. Dein Anruf bleibt anonym. Du musst nicht einmal Namen nennen!

    Bleib stark! Das wäre das was Dein Hund gewollt hätte.

    Ist der Verlauf bei Krebs so, dass es lange gut geht mit dem Allgemeinzustand?

    Das kommt immer darauf an wo die Tumore sitzen und wie gut sie sich ernähren können. Etliche Tumorarten bevorzugen gut durchblutete Stellen. Das sind dann solche Tumore die sich sehr schlecht wegschneiden lassen, weil die Gefahr einer Verblutung sehr nahe liegt.

    Ich arbeite in der Pflege, versorge etliche Krebspatienten und ich kann Dir sagen, dass jeder Patient individuell ist. Bei einigen ist der Krebs eine zeitlang still und ruht und bei anderen wächst er in kürzester Zeit und führt zum schnellem Tod. Voraussagen lässt sich das leider nie genau!

    Es fühlt sich in mir an, als hätte ich Schuld daran, dass es mit Sandy abwärts ging und sie wegen mir und alledem was ich vielleicht vermeintlich Gutes für sie getan habe, jetzt eingeschläfert werden musste. Ich bin völlig verunsichert und mache mir sehr grosse Vorwürfe.

    Du sollst Dir keine Vorwürfe machen. Krebs ist nicht heilbar und aufhalten konntest Du und Deine behandelnden Ärzte das auch nicht. Glaube mir, hätte es diese Möglichkeit gegeben, dann hätten die Ärzte dies nur zu gerne für Deine Sandy und Dich getan.

    Befreie Dich von diesen schlechten Gedanken der Vorwürfe und denke daran, dass Du alles menschlich mögliche getan hast, um die letzten Wochen so angenehm wie möglich für Deinen Hund zu gestalten. Die Medizin hat ihre Grenzen und an der Krankheit Deines Hundes konnte die Beste Medizin und Pflege nichts ändern. Es war das Los von Sandy an dieser Erkrankung sterben zu müssen.

    Deine Sandy hätte nicht gewollt, dass Du nun in ein solches Loch fällst. Sie hat die Schmerzen und die Krankheit hinter sich gelassen. Erinnere Dich in Freude an die gemeinsamen und schönen Stunden! Sie war Dir lange eine gute Freundin und jetzt musst Du den Weg alleine gehen. Sie wird Dir nach einiger Zeit ein Zeichen, eine Sternschnuppe schicken - greif dann zu!

    "Erinnerungen sind wie ein Zeitfenster; wenn Du sie öffnest kommt Vieles zu Dir zurück. Das schöne daran: es kann sie Dir niemand wegnehmen.

    Danke, dass Du uns mitteilst, dass Dein geliebtes Tier eine andere Daseinsform gewählt hat und sie jetzt an einem Ort ist, wo es ihr gut geht.

    Du bleibst mit Deiner Traurigkeit und ganz vielen Erinnerungen zurück. Freue Dich an den guten vergangenen Zeiten und sei Dir gewiss, dass die Traurigkeit Flügel bekommt und irgendwann in die Ferne fliegt.

    Viel Kraft und ganz liebe Gedanken!

    Es gibt so viele Möglichkeiten warum ein Hund das Autofahren nicht verträgt. Da musst Du einfach einiges abarbeiten oder selbst erahnen, warum alles so schräg läuft.

    Meine Hunde fahren, wenn sie alleine sind, erst einmal mit Menschenkontakt auf dem Schoß mit und erfahren somit, dass das brummende rollende Ding nicht bedrohlich ist.

    Einige Hunde haben auch Angst, weil die Geschwindigkeit des Autos so viele Dinge an den Fenstern vorbeifliegen lässt. Da hilft eine geschlossene Box, oder das verdunkeln der Fenster oder vielleicht auch Sichtbehinderung nach draußen.

    Das Schön-Füttern bei stehendem Auto ist meist bei Hunden die nicht einsteigen wollen sehr erfolgreich. Bei Autofahrten hilft nur eine Vertrauensperson, die dem Hund signalisiert, "He, Kleiner regt dich nicht auf, alles okay, nichts passiert". Später sind sichere Orte, wie ein Hundebett, eine Schlafbox (die er in der Nacht eh hat) sehr sinnvoll.

    Du wirst ausprobieren müssen zu welcher Kategorie Dein Hund gehört und welche Methode zur Therapie erfolgreich sein wird.