Beiträge von Shoppy

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    Ich bin so neidisch :roll:

    Ich habe es ja auch probiert und werde auch nochmal von vorne anfangen, aber ich hab auch das Gefühl, dass ich schon zu blöd bin um die Sache umzusetzen.

    Immer wenn ich geklickt habe, hat Balu mich nicht angeguckt. Das Click-geräusch hat ihn nicht interessiert :verzweifelt: 3 Sekunden nach dem Click hing er wieder in der Leine :sad2:


    zu dicht dran?
    zu lange gedauert, bis der Bestärker kam?

    nochmal: wenn der Hund sich nach dem click nicht automatisch zu mir umorientiert, reiche ich die Belohnung vor die Schnüss - noch mal nachlesen ;)

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    Hmmm, bestätige ich dann mit dem Futter das ich in der Hand von mir weghalte?


    Welche Hand du nimmst, ist ganz egal, schließlich hat er ja davon weggeguckt, also kannst du auch das Futter aus der "weggehaltenen" nehmen.

    Waaaaaaaaaaaa, ich muß grad mal vor Stolz platzen, so geil....
    Ich hab ja erwähnt, dass eine Kundin mit neuem Welpen das jetzt gleich von Anfang an nutzt, gell?
    Heute also in der Welpenstunde mit dem kleinen Fusselhund, wildes Welpengetümmel, die beiden anderen richtig wild am spielen, Zwergfusselhund noch bei Frauchen, Zwergfusselhund will losstürmen und Frauchen sagt "Wo ist der Hund?" Zwergfussel ploppt seinen Hintern neben Mamma auf Erde und sagt: "Na, da! Spielen wir das Spiel jetzt? Super!! Guck DAAAAA --->"
    :schockiert:

    huhu,

    ja, ich fürchte, das gibts nur über Dogwise oder direkt bei Clean Run - oder du bestellst es über animalantis.ch das sollte auch gehen.

    Hm welche DVD... also ich mag den Seminarmitschnitt "lieber" ansehen. Man kann aber aus den "Übungen"-DVDs einfach mehr mitnehmen. Leider ist bei letzterer die Qualität (Ton) sehr schwankend - von "gar keiner (dafür dann mit Erklärungen in den Untertiteln)" über "komische Hintergrundgeräusche" bis "gut". Es werden mehr Übungen vorgestellt, als auf den SeminarDVDs.
    Ich brauch definitiv beide - aber wenn man erstmal nur eine Kaufen mag, würde ich die Übungen nehmen und mich darauf einstellen, dass das mit dem Ton ab und an suboptimal ist. :D

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    Liebe Shoppy :)

    Ich bin dir sehr, sehr dankbar. Ich hab das Zeigen und Benennen mit Zuri beim Agility jetzt mal angefangen (wir habens jetzt 4 mal gemacht) . Es ist schon sooooo viel besser geworden.

    Aber dennoch hab ich mal ne Frage. Und zwar zu oben Zitiertem. Also was kommt denn nach diesem Ablauf. (Also Click, Umorientierung, Belohnung, Click usw.) Also ich mache das ertsmal so weiter. Aber danach? Also ich muss ja jetzt nicht 6 Jahre auf dem Platz sitzen und Zeigen und Benennen spielen, oder???? :???: :ops:
    Also wie baut man es ab?
    Lässt man es einfach weg, wenn der Hund soweit ist?
    Baut man es langsam ab?
    Verlängert man die Zeiten zwischen den Clicks???
    Wie gehts weiter und wann merkt man, dass der Hund so weit ist?

    Und dann noch was. Zuri fängt jetzt an, sobald sie den Hund gesichtet hat, mich sofort anzuschauen. Weil sie weiß, eigtl müsste jetzt (also nachdem sie den laufenden Hund gesichtet hat) der click kommen... Was mach ich denn dann? Von ihrer Seite her, ist das ja die logische Konsequenz. Aber möchte ich das auch????

    LG


    Tjaaaa, woran erkennt man es... hihihi
    Man erkennt es daran, dass der Hund einen anguckt, als ob er sagen würde "oi, ich hab da nen anderen Hund gesehen, spielen wir dieses geile Spiel???"

    So ein Hund ist "operant" - er bietet Dir gelerntes Verhalten an, also kannst du jetzt anfangen, anderes gelerntes Verhalten abzufragen, z.B. Blickkontakt zu Dir, oder Fuß gehen, oder Fingertouch - je nach Trainingsfortschritt kannst du dann immer komplexere, schwierigere Dinge abfragen.
    Du kannst dann auch "Guckdauer" langsam verlängern, sprich, du regelst die ziemlich hohe Bestärkerfrequenz langsam runter. Ich lasse den Gandhi inzwischen sehr oft hinter wegfahrenden Autos hergucken - ohne dass ich da reinunterbreche, oder ihn sonstwie "störe" - der steht, oder sitzt und guckt. Manchmal "nörgelt" er ein bißchen - ich denke, eigentlich will er hinterher, aber eigentlich auch nicht, und das Nörgeln ist Ausdruck dieses Konflikts. Ich warte, dass er sich selber abwendet - und das gibt dann Jackpot.


    Leslie McDevitt fängt, wenn der Hund laufende Hunde entspannt beobachten kann, an "Parallel-Games" zu spielen. Der Name sagt es schon fast: Der eine Hund läuft also, und mit dem anderen Hund beginnt man auch irgenwas in Bewegung zu üben. Damits nicht gleich zu viel wird, kann/sollte man ganz viele Regler "bedienen": z.b. sollte der andere Hund erstmal was nicht ganz so schnelles machen, oder nur was "kurzes", wie z.b über ein Hindernis hüpfen, während der eigene auch grad springt - wenn beide Hunde "hintereinander springen" - also beide in die gleiche Richtung, sodass ihr das andere Team von hinten seht, ist einfacher als wenn ihr "nebeneinander" in die gleiche Richtung hüpft und das wiederum ist einfach er als nebeneinander in die entgegengesetze Richtung - also versetzt aufeinander zu, und schließlich direkt aufeinander zu, etc.
    Sie stellt auch Sprungstangen auf (ohne die Querstangen zum rüberspringen und immer mehr Stangen als Teams) und hat dann mehrere Teams in diesem "Riesenslalom", die die Hunde dann um die Stangen schicken, zunächst an der Leine und und immer nur einer - die anderen warten an einer Stange, dann alle schön in einer Richtung und langsam, dann schneller, dann wieder langsam, dafür alle kreuz und quer, und schließ lich kreuz und quer immer schneller.... das sieht ganz schon atemberaubend aus :mute:
    Man braucht das ja eigentlich nicht, ausser man läuft grad, und ein "nicht dranner" Hund kommt ungeplant in den Parcours gerannt....

    Oh toll... jetzt ist es gleich Elf und ich krieg Bock, mir die DVDs nochmal rein zu ziehen ;D

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    Dankeschön für die tollen Antworten! Ich werde mal schauen, was das ALLERGEILSTE Leckerchen ist, was ich anbieten kann, und damit dann trainieren! Notfalls nehm ich für den Anfang Fro*ic, da steht sie total drauf. Oder Katzenkäsepaste...

    Such Dir ein oder zwei "Opfer" und ein paar Stellen wo das andere Team kurz sichtbar ist, und dann wieder verschwindet - sodass Du einen click für das Hinorientieren hinbekommst, und dann der andere Hund schon wieder hinter einer Hecke, einem Haus, Mauer was auch immer verschwunden ist. Kreuzungen gehen gut - du stehst ein paar Meter die eine Straße rein, das andere Team läuft die Querstraße, über "deine" Straße, bis du sie nicht mehr sehen kannst. Paar Sekunden warten, wieder zurück.
    Das ganze dann noch ein paar Mal wiederholen - achte drauf, ob sie das aufregt - falls ja macht die Pausen größer, evtl mit Entspannung dazwischen. Das kannst du an verschiedenen Kreuzungen und mit verschiedenen "Opfern" üben - wenn du weißt, wann wo Nachbarn mit ihren Hunden gehen, kannst du denen an passenden Stellen "auflauern" - dann gibts natürlich nur einen Versuch, aber besser als gar nichts. Oder du gehst in in eine Querstraße hinein, wenn Euch ein anderer hund entgegen kommt - dann habt ihr den kurz gesehen beim Entgegenkommen, C&B, dann, wenn der über die Kreuzung geht, C&B, und nochmal, wenn du wieder auf die Straße zurück gehst, dann hast du den dann in rückenansicht, C&B. Und immer schön mit Fixierungsunterbrechung. Das klappt natürlich nur, solange sie sich noch nicht ins Sitz geklebt hat.

    Eine Variation davon ist im aufbau ähnlich: Deine "Opfer" kommen wieder um die Ecke, nur gehen sie diesesmal nicht über die Kreuzung und verschwinden dann hinter der anderen Ecke, sondern kommen ein paar Meter auf Euch zu - drehen dann um, und verschwieden wieder...


    Bei den gestellten Situationen hilft man dem Hund extrem, dass er sich nicht festgucken kann, indem man den anderen Hund wieder verschwinden läßt.
    Da clicke ich dann zusätzlich auch an, wenn der Hund an irgend einer Stelle sich zu mir umdreht.


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    zum Thema Umorientierung: Das trainieren wir generell, insbesondere ALLEINE, also nicht in den Konfrontationssituationen. Sie orientiert sich einfach generell kaum an mir, weshalb unsere Spaziergänge seit einer Woche zu 90% schweigend und ignorierend ablaufen, nur Blickkontakt oder freiwillige Kontaktaufnahme wird mit Click belohnt. Klappt soweit ganz gut,

    Gute Sache!
    Leslie McDevitt hat ein schönes Spielchen dafür: das "Gimme a break"-Game. Ich spiele das so: Hund ist an Schleppleine und wir gehen - z.B. zu einer Stelle, wo er schnuffelt. Ich bleibe stehen. Wenn der Hund fertig ist mit schnüffeln, kann er nicht oder nur noch ein Stückchen weiter, weil die Schleppe ja irgendwann zu ende ist. Ich steh da so lange rum, bis der Hund kurz guckt. Das clicke ich an - wenn der und Leckerchen nimmt, schmeiße ich das so, dass der Hund wieder mehr Leine hat, also z.b, so, dass er an mir vorbei nach hinten laufen muß. wenn ich dann weiter gehe hat er den die doppelte Leinenlänge zum rumschnüffeln, rennen etc. irgendwo halte ich wieder an, und warte, bis er sich wieder zu mir umdreht. C&wurfkeks.
    Was meist ziemlich schnell passiert ist, dass die Hunde gucken, während sie an einem vorbei laufen und da fange ich dann an ein "Stern-Spiel" zu spielen. ich schicke den hund mit "okay" und dem geworfenen Leckerchen von mir weg - und laufe in die entgegengesetzte Richtung davon. Hund sucht Keks, kommt hinter mir her, Click, "okay" Wurfkeks in irgendeine Richtung befördern, in die anderen Richtung davon laufen. Geht schön auf Parkplätzen, Wiesen, Kreuzungen von Waldwegen... oder sogar, wenn man eben nur zwei Richtungen wirft/läuft auch auf einem piepnormalen Weg. Wenn die Hunde schneller wieder da sind, als man wegkommen kann, dann fange ich an, den ersten Keks für das "Wieder ein checken" aus der Hand zu geben, dann vielleicht noch Fingertouch, Sitz, oder zwei Schritte "mit mir gehen" zu clicken und werfen dann das dazugehörige Leckerchen weg...
    Nach und nach shapt man sich so die "Arbeitszeit" so länger. Falls jemand andere Beiträge von mir bezüglich Leinenradiustraining oder Rückruf kennt, dürfte das jetzt wiedererkannt haben, denn dazu nehme ich das Spielchen auch sehr gerne.

    Man kann es auch ohne Leckerchen machen - ich hatte neulich einen Hund im Training, der wollte nix fressen, aber schnüffeln fand er geil. Also gabs nach dem Click "okay, geh schnüffeln" und er hat ziemlich fix verstanden, dass man zügig schnüffeln gehen kann, solange hund die Leine dabei locker hält.


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    Hundebegegnungen sind nochmal eine ganz andere Sache :) Da werde ich das Zeigen & Benennen auf jeden Fall probieren!

    Wann führt man eigentlich dann das "Kommando" ein? Wenn die Umorientierung bei Erblicken des Zielobjekts sicher funktioniert? Oder direkt von Anfang an?

    Wenn du den Pingpong-Effekt hast - oder du genau voraussehen kannst, dass sie auf jeden Fall in den nächsten zwei bis vier Sekunden einen Hund entdecken wird.

    Ich frag den Gandhi manchmal, wo das Auto ist, bevor es um die Kurve kommt, damit er sich da hin orientiert und somit vorbereitet ist. Ich werfe so sozusagen das Spiel an, und das Spiel hat einen bestimmten Ablauf und Regeln, und es beinhalten nicht, dass man ins Leinenende kachelt und einen auf kaputten Lenkdrachen macht... und zur Sicherheit "klebe" ich ihn in sehr schwierigen Situationen noch mit einem "Stop" (das ist unser Geschirrgriff-signal, auf das er seinen Poppes auf die Erde knallt und dort festheftet) fest - das ganze im Laufen ist für ihn inzwischen in bestimmten Situationen möglich.
    Donnerstag hatte ich ihn mit zum Stadtraining, und weil die Gruppe das so toll gemacht hat, waren wir in einem STraßencafe um das zu begiessen und da ist uns ein Lieferwagen (son riesen transporterdingen) fast über Gandhis Schwanz gerollt. Der hat mir den Transporter zweimal angezeigt - einmal als er über einen Gullideckel rumpelte und ein anderer Gruppenhund deswegen kurz bellte.... und einmal als er dann an hinter dem Gandhi auf der anderen Seite "rauskam". Ansonsten fand er den nicht weiter "anzeigenswert" und ich hatte die Leine locker in der einen und den Kaffee in der anderen Hand... cooler gehts kaum...
    Letzes Jahr um diese Zeit hat er Autos angekreischt, die auf der Straße langfuhren, die hinter den Bäumen hinter den Wiesen auf der anderen Seite der Weser, hinter dem Weserdamm, hinter dem Feld neben unserem Feldweg lag...... also nach sehr konservativen Schätzungen mindestens einen Kilometer.
    Eins gesehen = Kreischen und Leinekacheln, und dann damit weiter machen den ganzen Weg zurück zu unserem Auto und jedes winzigste bißchen abregen war sofort dahin, wenn sich was auch immer bewegte... ich finds ziemlich super, wie sich das so entwickelt hat :gut:

    aaaaaaaaaaaaaaah das hab ich doch schonmal alles beantwortet - wo ist sie hiiiiiiiiiiiiiiiiiin aaaaaaaaaaaaaaaaa!!!
    Wech, nicht angekommen, verschwunden. MIST!!!
    *seuftz* alles nochmal... :muede2:


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    Bisher habe ich sie einfach kommentarlos weitergezogen, wenn sie auf nichts mehr reagiert hat. Kurze Leine drann und mit dem Hundehintern ne Furche in den Boden ziehen :mute: Sobald man auf gleicher Höhe ist, wird sie wieder lebendig udn will hin, wenn man vorbei ist versucht sie noch 1-2x umzudrehen und dem anderen Hund nachzulaufen.

    Achja, WENN ich es mal schaffe, dass sie minimal den Kopf zu mir wendet, gibts Click (ich arbeite mit Clicker) udn Leckerchen - sofern sie letzteres nimmt. Auf jeden Fall wird geclickert, wenn die Watte in den Ohren nicht ganz so dicht ist. Ich glaube, sie belohnt sich dann mti "weiterstarren" selbst, statt des Leckerchens.


    Ich glaube gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz oben im aller ersten Beitrag schreib ich, wie ich es aufbaue:
    der Click kommt nicht, wenn der Hund sich umwendet oder irgendwelche Watte dünner erscheint, sondern SOFORT wenn der Hund den Reiz entdeckt hat. Sofort, also quasi zeitgleich. Hund sieht anderen Hund = CLICK!
    Das Umorientieren zu mir erreiche ich entweder durch den Click (das ist unter Umständen eine weit fortgeschrittenen Version, je nach Trainingsstand oder Schwierigkeit der Situation) - oder falls der Hund sich nicht aus dem Anblick lösen kann reiche ich das Leckerchen vor die Nase. Wenn das Leckerchen nicht genommen werden kann, der Hund aber am Boden festklebt, clicke ich einfach weiter und lobe. Sitzen und nicht rumpöbeln ist für mich ein sehr akzeptables Verhaltensangebot, das ich bestärke - wenn ich was anderes brauche (z.B. weitergehen), ist ist "Sitzen" eben ein Shapingstartpunkt, das ich mir mit weiterem Trainingfortschritt erarbeiten muß.

    Mit anderen Worten, wenn der Hund sitzt, darf er das weiterhin tun, ausser uns droht durch das Sitzenbleiben Lebensgefahr, z.B. weil wir mitten auf der Straße oder auf einem Bahnübergang sitzen.
    Soll doch der andere gehen. Wenn der andere Hundehalter nörgelt, sag, du übst gras "Sitzbleib" - ich reagiere auf sowas fast nicht mehr, weil das Diskussionen lostritt die unweigerlich dazuführen, dass ein bis dahin ruhig gebliebener Hund lospoltert, weil man dann abgelenkt ist, und nicht mehr mitbekommt, wann man was wie bestärken sollte.


    Ausserdem darf sich der Hund nach dem C&B direkt wieder dem Reiz zuwenden, und bekommt das sofort wieder durch C&B bestätigt. Stell es Dir vor ein Zuschauer beim Tischtennis; ungefähr in dem Tempo kommen: Gucken, Click, Umorientieren (bzw. Leckerchen anreichen mit leichtem Seitwärts"zug" der Nase), Belohnung, Gucken, Click, Umorientierung, Belohnung, Gucken, Click, Umorientierung, Belohnung. Und so weiter.
    Die Belohnungsrate mit rauf! Das Motto ist mehr, schneller, kleiner: mehr und schneller winzig kleine, aber leckerste Leckerchen - wenn Leckerchen nicht gehen, dann eben Lob.

    Und das ist eine Beschreibung für das "wahre Leben" - Wenn ich einen Kundenhund habe, der sich so festguckt, dann "verschwinde" ich den anderen Hund :headbash:


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    So - wie kann ich dieses Problem also Schritt für Schritt mit dem Zeigen und Benennen lösen? Da ich das Gefühl habe, dass garnix bei ihr ankommt und meist auch Leckerchen, die fast IN die Nase gesteckt werden, ignoriert werden...?

    Irgendwie habe ich Angst, es wie im Eingangspost aufzubauen... Eben weil sie sowieso schon so hypnotisch starrt und oft nixmehr mitbekommt...

    :hilfe:

    Wenn sie sitzt und starrt, und sich auf den Click und oder das "vorbeiziehende" Leckerchen nicht auch nur einen Millimeter abwenden kann, mache ich entweder den Hund "blind" - das trainiere ich vorab als "Trick".
    Ich sage "Blind" und verdecke dann mit meiner Hand die Augen, sofort c&b. Nach und nach die "blind"-Dauer verlängern.

    Wenn der Hund wie festgeklebt sitzt, kann man sich auch selber davor/dazwischen stellen, dann muß der Hund um einen rum gucken, dann stellt man sich wieder davor - und so weiter. denn dabei wird immer wieder der "Fixierblick" unterbrochen. Ich lobe derweil sitzenbleiben oder stehenbleiben und gucke, ob ein auch noch so flüchtiger Blickkontakt zu mir zustande kommt auch wenn der nach dem Motto "Ej, ich will da hingucken, was hampelst du mir immer im Weg rum!!!!" ist. C&B - möglichst hochwertige Belohnung natürlich, muß man dann halt gucken, was in dem Moment als Bestärkung geht, wenn das "weiter gucken" ist, dann nehm ich das - und bewerkstellige eben, dass das kein "festgucken" wird.
    Der Hund soll schreiben lernen, und anfangs bekommt er dazu die Blätter mit den ganz vielen Hilfslinien, wo am Zeilenanfang auch noch ein paar mal der Buchstabe abgedruckt ist, den er abmalen soll.
    Wenn er Buchstaben kann, basteln wir Worte.
    Wir fangen nicht mit einem philosophischen Traktat an ;D

    OHJA!!

    Das klappt! Ich fange mit "Wo ist der Hund" direkt in den Welpengruppen an, nachdem ich letztes Jahr einen Aussie (der zu dem Zeitpunkt neun Monate alt war) im Training hatte, der quasi immer geschrieen hat, wenn sich igendwo ein anderer Hund in "Arbeitsmodus-ähnlicher-Weise" bewegt hat - er war nicht dran --> Geschrei - und Aussies haben eine Tonlage, aua!!! Da der Hund eine Therapiehundeausbildung mit entsprechenden Pflichtseminarbesuchen macht, gib das mal gar nicht.

    Ich hätte das mit dem weiter weggehen vorgeschlagen, aber wenn das nicht geht, gibts ja noch andere Möglichkeiten, das "zusehen müssen" einfacher zu machen.

    Ich würde also als erstes mal in Situatioen wo er nicht "der arbeitet, ich will aaaaaaaaaaaaaaaauch" schreit "Wo ist der Hund" einführen - wenn ihr das mit Enten macht, wird er das mit Hunden vermutlich schnell lernen, da er das Konzept ja an den Enten schon mal hatte.

    Vielleicht hast du die Möglichkeit, mit einer Freundin+Hund solche Situationen zu stellen. Wichtig ist, dann rauszufinden: wo ist die Grenze zwischen "da ist nen Hund, na und" und "der könnte so aussehen, als ob der was machen darf, was ich machen will!" Wo er anfängt, zu denken, "das könnte ich auch machen wollen" aber noch nicht "GRAAAAAAAAAAAA ICH ICH ICH!"

    Und dann würde ich das machen: das andere Team macht ein Verhalten aus diesem "Grenzgebiet" - das darf Deiner ein paar Mal anzeigen, jeweols mit C&B und als Jackpot darf er dann selber was tolles machen. (nicht was megatolles, aber etwas was er vermutlich etwas lieber macht, als das "grenzgebietige" was der andere Hund gemacht hat, so dass du für die schwierigeren "beobachtungen" dann noch Steigerungsfähig bist.


    Was ich auch unbedingt machen würde, das hab ich mir auch von Leslie McDevitt abgeguckt (die die Idee vermutlich aus Tierdressuren aus Zirkussen und Zoos hat, wo die Tiere, die grad nicht dran sind, auf Podesten warten) und das ist die Sache mit der "Stationierung" auf der Matte, wenn man nicht dran ist. Sie hat dann noch die Entspannung auf der Matte (Decke, Kissen, whatever) dazu genommen.

    Das bau ich auf wie ein Bodentarget - ich shape die Hunde auf die Matte, dann shape ich drauf bleiben, drauf setzen, drauf legen, drauf liegen bleiben, und dann das Entspannungssignal dazu. Dann nimmt man das Teil "mit auf Reisen" - und übt das "Stationieren" auch an Orten mit leichter Ablenkung. Wenn du z.B. einen Ort hast, von wo Du "Enten gucken" von so einer Matte aus praktizieren kannst, dann täte ich das unbedingt machen, denn:
    Wenn das mit der Entspannten Stationierung auf der Matte mit Ablenkung funktioniert, kann man sie in die "Wir gucken Hunden beim Arbeiten zu"-Situationen mitnehmen.
    Dann hat er die verschiedenen Puzzleteilchen schon, die zu dem Gesamtbild gehören:
    Entspannung, Stationierung, "Wo ist..."

    Leslie macht dann, wenn das auf der Matte locker klappt so weiter, dass sie den Hund von der Matte runter holt, kurz was macht (in dem Fall dann "anderen Hund beim Arbeiten zugucken" und dann direkt wieder auf die Matte zum wieder runterfahren. Den Ablauf würde ich einige Male machen, und dem Hund dann die Möglichkeit geben, selber arbeiten zu dürfen.


    Ich bin übrigens zu diesem Zweck in einem Agility-Verein eingetreten, damit ich "wir gucken rennenden Hunden beim Arbeiten zu bzw. wir hören Hunden zu, die schreien, weil andere Hunde rennen zu..." machen kann, zu Agility selber habe ich gar keinen Bock ;D

    Mit manchen Hunden "tun" wir dann so, als ob wir auf dem Wanderweg, der so in 100 Meter am Platz vorbei führt "wandern".

    Der Aussie hat auch immer geschrieen, wenn er angeleint war, und er irgendwo andere Hunde hat spielen/rennen sehen. Wenn er dann auch abgeleint wurde, hat er ziemlich grob gespielt, mit umrennen, überrennen, und abdrängen. Abruf ging dann auch nicht mehr.
    Die Halterin hat quasi alle gesichteten Hunde für Z&B benutzt, und inzwischen kann der Fusselhund dann auch ohne Leine bei Frauchen an den anderen rennenden Hunden vorbei gehen. Und wenn er freigegeben wird rennt er immer noch ziemlich schnell los und rempelt noch ein bißchen, aber er rennt nicht mehr über den Haufen und auch das mit dem Abdrängen ist sehr viel besser geworden, obwohl wir daran gar nicht explizit gearbeitet haben, UND obwohl er als Aussie eine mehr oder weniger starke Tendenz zum "Bewegungskontrollieren von anderen Tieren" hat.

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    Eigentlich auf den Radler! Denn wenn ich ihn ansehe und dabei sage, "wo ist der Radler", macht das in meinen Augen wenig Sinn :D Aber wir werden daran feilen, dass er auch das dann kapiert ;) Denn ich bin da ganz klar kein Radler, genauso wenig Hase, Katze oder Hund :p


    Genau richtig!

    Manchmal hilft es dem Hund - wenn der Dich anzieht, wenn er doch den Radler angucken soll, dass du kurz den Hund ansiehst, und dann sehr auffällig zurück zum Radler guckst - dass mußt du vielleicht einige Male wiederholen. Hunde folgen Menschenblicken, aber ich glaube, das muß auch ert als lohnenswert gelernt werden, bzw. Hunde können lernen, dass sich das NICHT lohnt. Und dann muß man es halt neu vermitteln.

    Wenn "Wo ist der Radler" - also, wenn man das sagt - dazu führt, dass der Hund zu dir guckt - (und das passiert sehr oft, und juchu, eigentlich freut uns das ja, weil die Hunde ja darauf reagieren sollen, wenn wir sie ansprechen, gell?), versuche ich das "den Radler angucken" heiß zu machen, sprich, ich clicke es ein paarmal schnell hintereinander an. Wenn ich dann einen Rhythmus hab ( Radler angucken, C&B, Radler angucken, C&B, Radler angucken, C&B, Radler angucken, C&B) dann weiß ich, dass er vermutlich nach dem C&B wieder auf den Radler guckt, denn das gibt Kekse. DANN schiebe ich das "Wo ist..." dazwischen:

    Radler angucken, C&B, "wo ist...", Radler angucken, C&B, "wo ist..." Radler angucken, C&B, Radler angucken, C&B.....
    Möglicherweise braucht man mehrere anläufe dafür. Denn das ist ein Konzept, dass der Hund vielleicht erst noch lernen muß, nämlich dass der Mensch ein Verhalten bezeichnet, dass der Hund gleich ausführen wird.

    Das geht schneller, wenn der Hund schon viele Signale durch diesen Prozess gelernt hat, also erst Verhalten shapen, dann Signal dazu lernen, dann Signalkontrolle.

    Wenn sie das ein paar mal gemacht haben, dann merken sie "unterwegs", dass sie sich "in" dem Shapingspiel befinden ein gewünschtes Verhalten lernen, zudem es vermutlich ein Signal geben wird, und das ist das komische Geräusch, dass der Mensch gleich von sich geben, aha!!! da ist es... wie hieß das noch mal...
    Manchen Hunden kann man dann direkt beim Denken zugucken, die werden dann total gespannt und "lauern" dann auf das Signal - das sieht total lustig aus.
    Das sind dann manchmal Hunde, die ein neues Signal in ein oder zwei Wiederholungen lernen, weil sie den Prozess begriffen haben, das dass "blabla" zu dem Verhalten gehört, dass sie danach gemacht haben. Allerdings brauchts halt die Lernerfahrung, dass Menschen sich so verhalten ;D