Beiträge von Shoppy

    ach scheiße!!! :sad2:

    Leider passiert sowas immer wieder, wegen Blödheit anderer.
    Wie lange man danach braucht, kann dir keiner sagen - kommt auf so viele Sachen an - wie lange übt ihr schon so, wieviele gute Erfahrungen gibt es als "Gegengewicht", wie schlimm fand es der Hund letztendlich, wie wurde ihm direkt in der Situation geholfen (das mit dem Entspannen danach ist eine großartige Sache :/ , weil er dann nicht den "ich reg mich immer noch auf" sondern den "ich bin entspannt" Eindruck mit nach Hause nimmt - ich hab die Erfahrung gemacht, dass das einen so großen Unterscheid hinterläßt!)

    Natürlich kommt es auch auf die Persönlichkeit des Hundes an - wie lange regt er sich über sowas auf - oder kann er ziemlich schnell zur Tagesordnung übergehen...
    Je mehr Training desto "elastischer" werden sie - regen sich vielleicht noch auf, vielleicht sogar sehr, kommen dann aber schnell wieder runter.

    Zitat

    Ich weiß nicht, ob es schon erwähnt wurde. Beim Belohnen nach dem Markersignal darauf achten, wie man das Futter gibt. Ist das Verhaltensziel des Hundes Abstand zum Reiz, dann ist es keine Belohnung, wenn er sich diesem nähern muss, um das Futter zu holen. Wenn ein Hund Abstand haben möchte, immer das Futter vom Auslöser weg geben und am besten in die Richtung, in die Hund idealerweise gehen soll. Und nicht nur Futter als Belohnung einsetzen.

    Atti mag, besonders nach stressigen Hundebegegnungen, auch gerne Körperkontakt. Also an mir reiben mit anschließendem Wälzen, durch die Beine gehen u.ä. Wenn die Hunde sehr nah sind, lobe ich nach dem Markersignal auch viel verbal und erzähle ihm wie toll er ist. :D Ich mache da oft ganz bewusst meinen Futterbeutel zu, damits nicht ständig Kekse regnet. :D

    sinaline:

    Es könnte evtl. auch sein, dass sie nach außen hin deutlicher zeigt, was in ihr vorgeht. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie innerlich schlechter drauf ist. Dadurch, dass du das Verhalten nicht mehr abbrichst, kann es gut sein, dass sie sich mehr traut es zu zeigen. Evtl. auch in Situationen, in denen sie es vorher geradeso ausgehalten hat.


    guter Punkt!! Du hast ja durch den, ich nenns mal polemisch den "aversiven Deckel" ziemlich allgemein ihr Verhalten beim Anblick von anderen Hunden gehemmt. Jetzt ist der Deckel ab, sozusagen, und Du siehst mehr Verhalten - da kann dann auch wieder was dabei sein, was man nicht möchte, ganz klar.
    Solche Situationen, wo nicht so schönes Verhalten auftaucht, sind für mich dann so ein Hinweis, wo man evtl noch mehr helfen muß - Bestärkerrate rauf, größere Distanz... Und ich versuche auch rauszubekommen, woran es liegen könnte.
    Nachdem ich das händling (das "Autofahren ;)) raus hatte, hatte ich dann Hirnkapazitäten über. Ich gucke mir jetzt halt auch die Körpersprache des anderen Hundes an, und wie der andere Mensch mit seinem Hund umgeht. Interessanter Weise reagieren Hunde sehr häufig, wenn der Halter des anderen Hundes entweder keinen Plan hat, oder grob mit seinem Hund umgeht........ Das ist übrigens ein echtes Problem für mich, denn es erschwert mir erheblich das Generalisieren. Ich muß ab einem gewissen Trainingsfortschritt mit den Leuten dann auf die Piste, wo ich solche Leute treffe und das ist oftmals nicht schön örgs....

    ah, wollte ich neulich schon mal sagen:

    wer was zum Thema clickern mit aggressien Hunden lesen mag:

    Pamela Dennison "How to right a dog gon wrong" (da gibts noch ne ergänzung für "City dogs" für - und sie hat ein tolles Tagebuch über das Training mit ihrem Border Collie Shadow geschrieben (Bringing Light to Shadow) wo sie auch sämtliche Trainingsfehler, die sie so "verbrochen" hat, dring gelassen hat, und dann "im nachhinein" erläutert, warum sie gewisse Dinge besser anders gemacht hätte, was das für auswirkungen hatte, und wie man es hätte besser machen sollen! Total hilfreich, finde ich - man macht halt Fehler, jeder macht welche!! ;D)

    und
    Emma Parson "Click to calm"

    und
    Leslie McDevitt "Control Unleashed". Als sie es schrieb hatte sie es Hauptsächlich mit reaktiven Hunden aus dem Hundesport zu tun - Hunde, die andere Hunde angebölkt haben, wenn die Parcours gelaufen sind, solche Sachen, deshalb ist das etwas "sportlastig" aber die Spiele sind toll zu variieren und so dann auch großartig im "wahren leben" anwendbar.
    Ich benutze ganz viele Sachen, die aus ihren Spielen auf meine Bedürnisse abgewandelt sind.

    Zitat

    Ich hab mir gestern Abend schon alle Beiträge von Euch angeschaut und mußte erst mal nachdenken bzw verinnerlichen.

    Shoppy...also wenn ich da jetzt richtig verstanden habe, sind wir in der Phase, indem mein Hund (mit Hilfe von mir) so langsam lernt, das sie mich von alleine anschaut wenn ein (fremder) Hund gesichtet wird
    ...soweit sind wir noch nicht, ich weiß.
    ich denke ich hab so halbwegs verstanden, was Du mir sagen willst...es liegt jetzt an mir Ihr klarzumachen...Hund kommt, schau mich an, dann clicker ich und Du bekommst was Tolles.

    Heute im Auslaufgebiet kam uns eine Gruppe Aussies entgegen(allerdings waren sie 20 meter seitlich von uns entfernt)...ich ging zur Seite, meine Hündin schaute zu den hunden, ich clickte...sie reagierte nicht...ich drehte um, sprach sie an...sie reagierte und schaute mich an...Click und Leckerchen...ich lief noch einmal im Kreis mit ihr und handhabte es dann genauso...
    soweit gut...das wird noch eine Weile dauern, bis ich und mein Hund es verinnerlicht haben.

    Auf dem Weg zum Auto hab ich dann das selbständige Hochschauen zu mir (also ohne Ansprache ect) geclickt.

    soll ich trotzdem weiterclicken, wenn sie zu einem Hund schaut?

    Super gemacht mit dem Aussie!

    Ich gucke bei meinen Knallsäcken immer: welches Verhalten machen sie zur Zeit - gefällt mir das so - bin ich auf dem richtigen Weg - bin ich über das ziel hinausgeschossen - muß ich irgendwas verändern.
    Das Verhalten ist ja nie irgendwann mal "FERTIG" das wird ja ständig durch irgendwelche Faktoren verändert, von denen man nur einige beeinflußen kann.
    Demzufolge guck ich halt immer - muß ich verstärkt "mich angucken" bestärken, oder geiert er nur noch mich an und bekommt nix mehr mit - dann clickere ich entweder wieder "Umwelt erleben" und/oder stelle die Bestärkung von "mich anguccken" einfach etwas auf Sparflamme, etc. - ich versuche das in einer Balance zu halten, die einen guten Kompromiss für uns beide darstellt - genügend Aufmersamkeit, dass er ansprechbar ist, wenn ich ihn mal "brauche" und genügend "in der Hundewelt sein" für den Hund.

    Zitat


    Ich bin an dem Thema "Geschirrgriff" dran...aber ich kann nicht alles auf einmal :headbash:

    ich muß ja selber erstmal alles "verinnerlichen" =)


    Das ganze hat Ähnlickeit mit Autofahren lernen - anfangs muß man noch über alles nachdenken, was mach ich wann, wie, und war das jetzt richtig, wo ist der Blinker, Mist - abgesoffen....

    Und nach ein paar Monaten fahren denkt man nur noch über Sachen nach, die man nicht so häufig macht (wo ist noch gleich der Hebel um die Motorhaube zu öffnen??)

    Den selben Effekt hat auch der Hund - der lernt grad andere Straßenverkehrsregeln ;D das kann dann schon mal zur Verwirrung führen. :D

    Ich find, du machst das prima!!

    :gut:

    Zitat

    Hmm, da ja meine Ausführungen zur rechten Nutzung der Discs so völlig ignoriert und mit Gewalt gleichgesetzt werden, klinke ich mich hier wieder aus.
    Ich wollte nur die andere Seite aufzeigen und raten, wie man sich helfen kann, gegen nicht rücksichtsvolle Hundehalter gewabnet zu sein.
    Da hier aber wie immer die festgetretene DF-Meinung herrscht, dass man Discs nur mit Gewalt nutzen kann und diese immer ein Meideverhalten zu Grunde haben, bringt das wohl nichts.
    In diesem Sinne,
    LG


    Niemand hat geschrieben, das Disks nur mit Gewalt eingesetzt werden können.

    Es ist nur so, dass sie eben - je nach dem wie man sie einsetzt entweder ein Strafmarker sind, oder die Bestrafung selber. So SOLLEN sie jedenfalls wirken, denn man benutzt sich ja, um ein Verhalten abzubrechen und damit selbiges weniger auftritt.
    Das ist per Definition eben dann Bestrafung.

    Leute fangen an, Bestrafungen einzusetzen, wo ihr Wissen über nettere Wege aufhört...
    Und wer Disks einsetzen läßt, wenn ein ängstlicher Hund dabei ist, sorry, der sollte einen anderen Beruf ergreifen oder mal ein paar Hundert Euronen in gescheite Weiterbildung investieren...

    es ist erstaunlich wieviel Kreativität Menschen darauf entwickeln können, nicht nur diese "Hilfsmittel" zur Bestrafung zu entwickeln, sondern sie auch noch anderen so schön zu reden, dass die das glauben...

    Das Zitat "Gewalt fängt da an, wo Wissen aufhört" trifft mal wieder voll zu...

    Zitat

    Ah, ok, nun verstehe ich.

    Du beziehst dich auf das Ereignis "Hund fand warumauchimmer Mausloch spannender". Da reagiere ich einfach schadensbegrenzend.

    Das grundsätzliche Training geht aber nicht vom Schadensfall aus, sondern von einer Standortbestimmung, nachdem die aktuelle Aufregung verflogen ist. Und da registriere ich, Hund orientiert sich zuwenig am Halter, und Hund findet Abruf wenig dringlich. Und von daher würde ich generell die Orientierung am Halter fördern - das hat mit dem Einzelfall, wo Hund sich im Mauseloch versenkt, nix zu tun. Ich denke in die Zukunft, und das tut Shoppy auch - wir legen beide mehr Wert auf die Förderung von erwünschtem Verhalten, als auf das Bestrafen von unerwünschtem Verhalten. Auch Shoppys Ausführungen beziehen sich weniger auf den akuten Fall, wo der Rückruf aus den von ihr erschöpfend aufgezählten Gründen versagt hat, als auf die Strategie, wie man das künftig besser machen will. Und da ist es IMHO weniger entscheidend, ob ich den ungehorsamen Hund 3 oder 0 Sekunden ignoriere, als dass ich die Fehler im Aufbau des Rückrufs reflektiere und mein künftiges Training darauf ausrichte, diese Fehler/Nachlässigkeiten zu korrigieren. Und dazu gehört bei mir immer, dass der Hund es als nützlich empfindet, nach seinem Menschen zu schauen.

    Edit: mein Beitrag bezieht sich auf Laursens letztes Posting!

    :gut: :gut: =)

    Wenn ich hingehen muß, um den Hund einzusammeln, mache ich möglichst nett. Je nach Situation und individueller Sensibilität des Hundes bestärke ich auch "sich einsammeln lassen", denn ich will auf keinen Fall, dass der Hund lernt: wenn sie angesäuert (klar, bin ich dann auch) auf mich zu gestapft gekommen ist, wirds ehr nicht so nett, also WEICHE ICH DA BESSER MAL AUS."
    Ich habe mal nachts, im dunkeln, im Regen bei knapp über Null auf der Erde sitzend einen Hund von entfernten Bekannten "eingefangen", weil der nämlich "ich bleib aus deiner "Grabschreichweite" gar glänzend antrainiert bekommen hatte. Der hat sich überhaupt nur in unsere Richtung bewegt, wenn wir saßen - einer bewegte sich "aufstehmäßig" und wir konnten den erstmal drei Gärten weiter wiederfinden...
    Ich hab die Bekannte dann weggeschickt, weil sies einfach nicht lassen konnte, nach dem Hund zu grabbeln. Zehn weitere Minuten hatte ich ihn dann... und ne dicke fette Erkältung auch!
    Diese Erfahrung reicht mir für dieses Leben.... Leute, verknüpft "den Hund einsammeln" mit netten Konsequenzen, es könnte mal sein Leben retten...

    Dieser Beitrag versteht sich als Ergänzung zu meinem "ich wiederhole meine Bitte, wenn...." Beitrag von Seite eins oder zwei ;)