Zitat
Beschränkst du dich tatsächlich auf Futter als Belohnung beim Clickern? Ich benutze es zwar sehr oft, aber ich verwende auch sehr gerne der Umwelt entnommene Bestärker. Shoppy hat da schon ganz spannende Posts zum Thema (Stichwort Premack) geschrieben.Abgesehen davon hast du Recht, ich glaube auch, dass diejenigen, die mit dem Shapen von neuem Verhalten bei einem alten Auslösereiz scheitern, den Weg dahin nicht klar gesehen haben, bzw ungenügend instruiert wurden. Leider sind da auch so einige Trainer ratlos, wenn das übliche Schau-Training nicht ausreicht. Der Clickerweg ist nicht unbedingt der intuitive "Bauchweg", und das ist auch, was viele Leute daran stört.
Ich glaube auch, dass man, wenn man von irgendwas aufs Clickern umsteigt, auf Sachen trifft, auf die man nicht vorbeireitet ist, die einem nicht erklärt werden, und mit denen man nicht gerechnet hat.
War das nicht hier, wo jemand schrieb "jetzt guckt er mehr und gelegentlich reagiert er wieder heftiger" - Dann brechen Leute oft ab, weil das wollte man ja nicht...
Das ist EIN Zwischenschritt.
Clickern erfordert, dass der Trainer mitdenkt. Das ist bei anderen Trainingsmethoden logischerweise auch so, aber da gibt es scheinbar "bessere" Kochrezepte "wenn Hund a macht, muß man die Leine soundso halten und dann das und das machen, dan macht Hund b..."
Dabei gibts dann auch ganz viele Frustrierte Halter, die das ganz genau so machen, aber hund macht partout nicht b... was dann.... Man braucht ein neues Rezept.
Beim clickern gibt es keins. Das einzige was man wissen MUSS ist: Man sieht das Verhalten, dass bestärkt wird. Wenn man Verhalten sieht, dass man NICHT bestärkt, dann wird es irgendwie aus der Umwelt (incl. einem selber, unbewußterweise, vielleicht) bestärkt und dann muß man halt überlegen, wie man den ungewünschten Bestärker verhindern kann.
Lustigerweise trifft auch DAS auf alle anderen Trainingsmethoden zu. Sagt einem nur sonst keiner. und dem Clickertraining wird es angekreidet.
Wenn man an einem Zwischenschritt angekommen ist, ist das nicht das Ende. Es ist ein Standpunkt vor dem nächsten Zwischenschritt und man muß halt wieder entscheindungen treffen, was man verändert, um zum nächsten Zwischenschritt zu gelangen.