Beiträge von Shoppy

    also, ich sag mal, wie ich das handhabe mit der Impulskontrolle - ich geh davon aus, dass sie nur in begrenzt verschieb/dehnbaren Rahmen zur Verfügung steht und sie ausserdem schlecht übertragbar ist und sie offenbar kohlenhydrate verbraucht ;) .
    Daher trainiere ich Impulskontrolle nur in Situationen, wo ich sie brauche und belohne mit Futter ;D.

    Ich mache hier bei mir kein "wir warten vor dem Napf" oder an der Tür zum Garten. Das ist gerade soweit bearbeitet, dass die Näpfe unfallfrei zu Boden gehen können und ich die Türen öffnen kann, ohne so ein "Comic-TierTürdurchbruch" im Türblatt zu haben. Dafür "verschieße" ich das ganze Pulver für/in Situationen, in denen ich ihre Impulskontrolle brauche.!

    wenn man vernünftige Ratschläge haben will, muß man präzise beschreiben - und nicht seine Beschreibung hin und her ändern...


    Wenn Hunde nettes Verhalten gegenüber Kindern zeigen, dann ist das eine sehr bestärkenswerte Sache. Ich würde nur bei Fremden Kindern darauf achten, dass die Kinder genügend Abstand halten. Wir brauchen nämlich alle keine weitere BILD-Schlagzeilen...

    Jep, das geht oft sehr gut, besonders, wenn man solche Kertwenden als lustigen Trick aufgebaut hat und gut belohnt.
    Wenn Du es viel beim "an lockerer Leine" gehen verwendet, muß du ein bißchen aufpassen, dass Du dabei nicht säuerlich bist, weil man es ja macht, weil der Hund beginnt zu ziehen.

    Damits nicht langweilig wird, baue ich verschiedene "Wendungen" auf:
    - "Kehrt", wobei ich mich so drehe, dass der Hund aussen um mich rum geht.
    - "Back-Up", dabei gehe ich rückwärts auf dem Weg zurück, den ich gekommen bin.
    - Wechsel durch die Beine
    (weitere kann man auf der DVD von denise Nardelli und Claudia Moser "Doggie Fit" finden)

    Ich finde das mit dem Unterschied Frusttoleranz/Impulskontrolle auch schwierig.
    Mir macht bisher folgendes Sinn:

    Mangelnde Impulskontrolle bedeutet, dass man schnell auf Reize reagiert.
    Frusttoleranz drückt dann aus, ob man es tolerieren kann, wenn man das Impulsverhalten nicht ausführen kann.

    ja, wobei: geht nicht wenn hund hoch springen will erstmal alles runter ;)

    Wobei bestimmt jemand zurecht sagen könnte - das ginge bestimmt schneller, wenn man XY machen würde.
    Mir fält prompt "Target" ein.
    Und das finde ich auch völlig in Ordnung, darüber nachzudenken, welche "Hilfsmittel" man den schon hat, die dem Hund tatsächlich Informationen dazu geben können, wie er sich verhalten könnte.
    Sitzen, Stehen, bei Fuß gehen, Halter angucken, Fingertouch, Geschirrgriff, Entspannungssignal, Kehrtwenden, sind solche Hilfsmittel. Je mehr man davon drauf hat, desto flexibler kann man mit unterschiedlichen Situationen ja umgehen, und wenn man alle immer wieder mal so aus Spaß übt, klappen sie auch fließend.
    Ich finde nur - diese Sachen sind nicht der erste Schritt - der erste Schritt besteht für mich darin, das Böse Ding, was immer das auch ist, mit einem anderen konditionierten emotionalen Reflex zuverknüpfen - hat man davon zumindest einen Ansatz, geht das andere so viel leichter.
    Aber man muß eben im Auge behalten, wann man diesen Ansatz hat - und dann sein Training entsprechend anpassen - sonst bastelt man tatsächlich Jahrelang rum, ohne das man Fortschritte macht, weil man eben garkeine fordert und fördert...

    Letztendlich ist es doch genauso:
    Jeder arbeitet ganz genauso, wie er/sie es möchte und kein Stück anders.

    Schließlich ist man doch derjenige, der es tut und nicht XY aus dem Forum.


    Mir hilft, möglichst genau zu beschreiben was ich tue, das es auch andere verstehen, dabei, irgendwelche Stellen zu finden, die vielleicht noch nicht ideal oder für andere nicht nachollziehbar oder unlogisch sind. Da ist dann entweder ein Fehler in meinem System, oder in der Art, wie ich es erkläre - das ist eine wichtige Information für mich.

    Ich nehme auch aus vielen Beiträgen Ideen mit, die sich igenwohin abspeichern, und bei Bedarf wieder hereausgepurzelt kommen.
    Und ja, manche Beiträge zeigen mir ganz deutlich, wie ich auf keinen Fall arbeiten möchte - und auch das ist wichtige Information für mich.

    Mache ich immer und jederzeit überall mit allen Hunden ganz genau wie ich es mal irgendwo beschrieben habe? Natürlich nicht - Ich wohne nicht in einem Labor, in dem alles ständig mit gleichem Ergebnis reproduzierbar ist, ich muß Übungen anpassen an die Situation, den Hund, einen anderen Menschen...
    Aber bei keinem dieser Anpassungen brauche ich auf nette Methoden und Markersignale zu verzichten ;)

    Aber auch das war jetzt wieder ganz fürchtbör OT :D

    natürlich könnte ich das auch anders formulieren, aber es ist doch nun mal so, dass der Mensch im Training entscheidet, was der Hund als Bestärker bekommen soll.

    Und man kann das entweder so machen, dass es möglichst zur jeweiligen Motivation des Hundes passt (es also ein funktionaler Bestärker ist) - oder man macht es nicht.
    Letzteres hat natürlich auch seine Berechtigung. z.B. mag ich bei Hundebegegnungstraining lieber mit Futter arbeiten, als mit Bestärkern, die das Erregungsniveau steigern (ausser das Futter steigert das Erregungslevel mehr, als andere genauso hochwertige Besstärker).
    Das heißt aber nicht, dass ich mich und meine Trainingsmöglichkeiten darauf beschränken will oder muß.

    Katzenfutter ist "angeblich" schädlich, weil es für den etwas höheren Proteinbedarf von Katzen ausgelegt ist. Ich glaub nicht, dass die paar Clickerbröckchen KaFu den oftmals jämmerlichen Anteil von tierischem Protein in Hundefutter nun so in die Höhe drehen können, dass der Hund (ausser natürlich er hätte Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Bestandteile des KaFus) da plötzlich Probleme bekäme...