Definitiv muss ein Offenstall gut durchdacht, organisiert und auf die Pferde angepasst sein!
Das sehe ich ganz genau so. Und ich würde auch nicht jede Hütte mit ner Wiese davor als Offenstall bezeichnen (was ja leider viele Leute tun).
Mein alter Wallach hat mit mir drei verschiedene "Offenställe" erlebt.
Von Einsteller mit im Sommer ausschließlich Wiese (ohne Unterstand) und im Winter im zu kleinen Laufstall eingepfercht über Selbstversorger mit sehr eingeschränkter Ausbreitungsmöglichkeit und dadurch irgendwann Platzmangel und fehlender Möglichkeit, auf die einzelnen Pferdebedürfnisse einzugehen bis dort, wo wir jetzt angekommen sind: als Einsteller; Großer Stalltrakt mit mehreren Liegeflächen und Fress- und Trinkplätzen. Zwei direkt anschließende große befestigte Ausläufe mit ebenfalls direkt anschließenden Wiesen, die über Trails und Rundläufe zu erreichen sind. Im Sommer ist der Stall und verschiedene Wiesen komplett offen und alle Pferde haben Zugang zu allen Bereichen.
Im Winter gibt es eine große Wiese, die tagsüber geöffnet ist.
Nachts ist der Stall aufgeteilt für die alten Wallache mit freiem Zugang zum Heu und ggf. Heucobs sowie einem großen Auslauf und für die jüngeren Wallache mit Heu aus Netzen und ebenfalls einem großen Auslauf.
Perfekter könnte es noch werden, wenn eine Möglichkeit bestünde, die dicken Pferde rationiert zu füttern.
Das ist aber logistisch derzeit nicht umsetzbar. Muss man halt als Besitzer für mehr Bewegung sorgen
Aber irgendeinen Kompromiss wird man immer eingehen müssen. DEN perfekten Stall gibt es glaub ich nicht
Selbst die perfektionistischen Selbstversorger, die ich kenne, haben Probleme mit zu dicken Pferden, Rehe, Verletzungen, Fütterungsmanagement, etc...
