Beiträge von Birtingur

    Super @Frufo :applaus:
    Ich kann es total gut nachempfinden :nicken:
    Hatte gestern mit meinem Wallach auch seit längerem mal wieder Unterricht und gemerkt, was wir mittlerweile alles können, was vor ein paar Monaten noch nicht möglich war :tropf:
    Trotzdem bin ich leider oft unzufrieden und frustriert nach einer Einheit auf dem Platz. Gefühlt komme ich nämlich nicht so recht voran, wir wurschteln momentan an blöden Themen rum. Ich weiß, dass es definitiv an mir liegt, aber so richtig bekomme ich´s einfach nicht hin :no:

    Daher tut es wirklich gut, sich mal die vielen kleinen Dinge vor Augen zu halten, die man schon erreicht hat :smile:

    Ich bringe nochmal einen weiteren Aspekt hier ein:

    Ich finde, die sozialen Medien tragen auch einfach extrem viel dazu bei, dass man sich überhaupt Gedanken darum macht, ob und mit was der Hund ausgelastet ist. Und dass man vielleicht noch dies und das und jenes tun müsste/könnte/wöllte.
    Natürlich gab es auch schon vorher HH, die ihre Hunde der Rasse entsprechend ausgelastet haben (Border an Schafen etc.). Aber es gab noch viel mehr Leute, die mit ihrem Hund einfach nur spazieren gingen. Vielleicht ein paar Kommandos und Tricks hier und da, aber was heute teilweise geleistet wird (von Hund und Halter!) war mit Sicherheit vor Social Media nicht so extrem.

    Es hat alles seine guten und schlechten Seiten - sicher gab es früher viele viele Hunde, die mit 2x am Tag spazieren deutlich unterfordert und unglücklich waren. Aber ich glaube, dass dafür heute viel Besitzer vor lauter Stress, den Hund auslasten zu müssen, nicht mehr glücklich sind. Und am Ende den Spaziergang vernachlässigen, um was Spezielleres zu machen. Dabei wurde der Hund vermeintlich angeschafft, um mehr an die frische Luft zu kommen und einen Ausgleich zur Arbeit zu haben.

    Das ist natürlich pauschal dahingesagt, aber ich verstehe schon, worauf die TE hinaus möchte. Ich glaube tatsächlich auch nicht, dass es früher so extrem viele Hunde gab, die mit einem Spaziergang überfordert sind. Weil sie nichts anderes kannten, keine Erwartungshaltung hatten und auch nichts anderes von ihnen erwartet wurde.

    Oder aber, man hat dies einfach nicht wahrgenommen, weil es nicht öffentlich diskutiert wurde.

    Ich persönlich jedenfalls fühle mich oft gestresst, wenn ich den Hund nicht zusätzlich zum Spaziergang noch anderweitig "auslasten" kann. Dabei hat der Hund vermutlich im Familienalltag mit zwei kleinen Kindern, zwei Pferden und großem Garten ausreichend Action. Dennoch möchte man ihm was Besonderes bieten. Man liest und sieht so viel im Internet, was alles geht... Klar, mir macht´s auch oft Spaß, aber zeitlich bräuchte ich es eigentlich nicht unbedingt. Und der Hund wahrscheinlich auch nicht.

    Immerhin gehört sie wohl zu den lt. TE "normalen" Hunden, denn spazieren gehen liebt sie und am liebsten so lange und weit wie möglich.

    Wandern in den Bergen und am Meer - das ist ihre Welt. Danach ist sie müde und zufrieden. Gibt´s aber leider nur im Urlaub und nicht täglich |)

    Daher muss sie im Alltag mit einer Stunde am Tag auskommen. Während dem Spaziergang wird sie nicht anderweitig beschäftigt. Sie liebt es, ausgiebig zu schnuppern, mal nach Mäuschen zu buddeln oder einfach nur zu rennen. Für alles andere ist sie nur in der Wohnung zu haben. Und da wir im Alltag keine Berge und Meer bieten können, bekommt sie eben zusätzlich zum Spaziergang noch anderweitige Beschäftigung. Tricks, Suchspiele, Denkspiele,...

    BieBoss, mein aktuelles Gehege ist ähnlich deinem (ich würde sogar behaupten, dass das Gartenhäuschen das Gleiche ist - nur eine Nummer größer :D ):

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    Auf dem Foto war es allerdings gerade frisch gebaut und sieht natürlich noch super aus... Jetzt, nach 10 Jahren ist das (Holz-)Dach der Voliere und des Stalls trotz neu Decken im letzten Jahr durchgeschimmelt (Problem ist, dass sich aufgrund der Lage relativ schnell Moos drauf absetzt und es darunter feucht wird). Zudem hat auch die Rückwand des Hauses nun angefangen feucht zu werden und zu schimmeln und an der einen Wandverbindung wird der Spalt immer breiter :verzweifelt:

    Milben hatte ich bisher überraschender- und glücklicherweise noch keine *toitoitoi*
    Ich sprühe regelmäßig alles mit Kieselgur ein, vielleicht hilft das tatsächlich :ka:

    Grundsätzlich ist das Gehege super und wie gesagt blutet mir auch das Herz, wenn ich an den Abriss denke. Aber das Gartenhaus und das Dach müssen definitiv neu gemacht werden und damit es dann auch wieder einigermaßen schön aussieht, wäre ich bei mindestens 1000€. Arbeitsaufwand noch nicht mitgerechnet... Daher nun der Versuch mit der einfacheren Variante. Da wir auch immer nur zwischen 5-10 Hühner haben und es auch nie mehr sein werden, reicht eben auch ein kleinerer Stall aus.

    Aber wie gesagt - ich kenne eure Aspekte alle und hätte vor 10 Jahren genau das Gleiche gesagt... aber gerade habe ich keine Lust mehr auf groß und schimmelig :lol:

    Ich hatte jetzt 10 Jahre den großen und begehbaren Stall und sehne mich mal wieder nach etwas kleinerem :lol:

    Bin gespannt, ob ich es schnell wieder bereue, oder die nächsten 10 Jahre damit zufrieden bin und dann wieder was größeres her muss :pfeif:


    Schnee haben wir zum Glück hier selten und wenn, dann meist nicht viel :ka:
    Allerdings würde ich mir bei meinem derzeitigen Stall gerade mehr Sorgen machen, dass er zusammenbricht, wenn Schnee drauf liegt :fear:

    Jaaa, ich gebe zu, ich bin auch etwas skeptisch hinsichtlich des Materials. Da ich damals viele viele Kaninchenställe angeschaut habe und die alle aus diesem dünnen Holz waren. Auch einen solch dünnen Hühnerstall hatte ich mal vorübergehend :muede:
    Da der neue allerdings unter Dach stehen wird, brauchts auch nicht so sehr witterungsbeständig sein. Hoffe ich zumindest :mute:
    Und es steht "aus Vollholz" in der Beschreibung... das lässt mich ein wenig hoffen, dass er etwas stabiler ist.
    Heute soll er kommen - ich werde berichten :D

    Die Voliere ist wirklich nur für den Notfall einer Stallpflicht gedacht. Und damit die Hühner auch tagsüber bei Regen mal trocken sitzen können. Die Tür steht ohnehin immer offen. Daher stört mich ein etwas größerer Türspalt oder ein dünner Draht nicht wirklich. Zumindest in der Theorie. Wie es in der Praxis sein wird, das werde ich dann sehen xD

    Oh ich kann dich soooo gut verstehen, @Paawsi :streichel:

    Mir ging es mit unserer Hündin anfangs ganz genau so wie dir gerade.
    Sie kam Ende 2019 im Alter von 3 Jahren zu uns. Vorher war sie für vier Wochen in Deutschland auf einer Pflegestelle, ursprünglich kommt sie aus Russland.
    Auf der Pflegestelle hat sie 2x täglich Josera Trockenfutter bekommen und hatte keine auffälligen Probleme. Allerdings lebte sie da mit noch 6 weiteren Hunden zusammen und tagsüber waren sie überwiegend draußen auf dem großen Grundstück des Hauses unterwegs. Ich weiß also nicht, wie genau da überhaupt auf solch "unauffälligere" Symptome geachtet wurde :ka:

    Ca. 2 Wochen nachdem sie bei uns eingezogen war, traten bei ihr die gleichen Probleme auf, wie du sie von deinem Hund schilderst.

    Nachts und morgens war es am schlimmsten. Schmatzen, Bauchgrummeln, massives Bedürfnis, Gras- und Holz- und Erde zu fressen. Morgens Nüchternerbrechen, Nahrungsverweigerung bis hin zum aktiven Abwenden vom Fressen :( :

    Gegen Mittag wurde es besser und meist hat sie dann auch gefressen. Oftmals aber erst, nachdem ich es ihr aus der Hand angeboten hatte.

    Der Kot war überwiegend normal geformt, Parasiten konnten durch mehrere Kotproben ausgeschlossen werden. Selten hat sie mal Darmschleimhaut ausgeschieden, manchmal bestand ein Haufen ausschließlich daraus.

    Besuche beim Tierarzt/in der Tierklinik haben uns tatsächlich kein einziges Mal weitergeholfen (bis auf den Ausschluss von Parasiten im Kot). Es wurde AB gespritzt, Magenschutz verordnet und ein Mittel gegen Übelkeit verabreicht. Großes Blutbild gemacht, diverse Tests auf Pankreas- und andere Krankheiten durchgeführt. Ausschlussdiät verordnet.

    Ich habe zu Beginn einige unterschiedliche Trockenfuttersorten ausprobiert, in der Hoffnung, dass sie lediglich eines der Futter nicht verträgt. Dies brachte aber keine Besserung.
    Auch eine Ausschlussdiät haben wir gemacht. Ebenfalls keine Besserung :no:

    Deutlich gebessert hat es sich erst, als ich auf ausschließlich Nassfutter umgestellt habe. Und zwar in kleineren Portionen, 4x täglich. Das brachte bei uns die Wende :gut:

    Die Beschwerden wurden umgehend weniger, nur noch selten gab und gibt es Probleme.

    Ich habe dann auch beim Nassfutter noch optimiert und ein bisschen rumprobiert, was sie am besten verträgt und am liebsten mag.
    Zuerst habe ich dabei noch auf eine möglichst optimale gesunde Zusammensetzung geachtet, musste aber schnell feststellen, dass ich das Futter vor allem nach Verträglichkeit auswählen muss :nicken:
    Letztlich sind wir bei Premiere meati getreidefrei gelandet. Die Fleischsorte ist tatsächlich egal, was ein bisschen Varianz zulässt. Ich mache da aber sonst keine Experimente mehr. Was sie verträgt, wird gefüttert ;)

    Zwischendurch bekommt sie immer mal eine Ulmenrinden-Sirup Kur.

    Und bis auf ganz ganz seltene Ausnahmen ist sie komplett symptomfrei :party:

    Natürlich ist das nur ein einzelner Erfahrungsbericht und vielleicht auch eher eine Ausnahme, dass es so funktioniert hat. Aber ich schreibe es trotzdem immer wieder, da es vielleicht doch nochmal jemandem helfen kann. Ich habe wie du hier im Forum viele tolle Tipps bekommen und fast alle ausprobiert. Ich denke, da ist jeder Hund anders und vermutlich auch jede Symptomatik.
    Ich drücke dir jedenfalls fest die Daumen, dass du schnell eine Ursache und Lösung für euch findest! Ich weiß, wie belastend das Ganze ist :bussi:

    Das ist super Esiul ! Genau so findet man meist die besten Reitbeteiligungen :nicken:

    Meine hatte damals ganz spontan und überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen auf meine Anzeige geantwortet.
    Ein paar Tage später haben wir uns getroffen und schon beim ersten Aufsteigen war klar: passt wie Arsch auf Eimer :D
    Bis heute ist es für mich unvorstellbar, was ich ohne sie machen würde...

    Anirac : so war es mit meiner ersten Reitbeteiligung. Am Anfang hat sie ständig gebuckelt und ist durchgegangen. Ich war richtig eingeschüchtert von ihr, bin oft in kritischen Situationen abgestiegen (und das war z.B. jede Kreuzung, an der das Pony lieber in Richtung Stall abbiegen wollte :pfeif: ). Nach ein paar Jahren waren wir ein mega gutes Team und sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Ich trauere bis heute um sie. Das war mein absolutes Seelenpferd :herzen1:

    Meinen Senior habe ich damals fertig ausgebildet, aber mit unklarer Vergangenheit bekommen. Er war 12 Jahre alt und ich die 6. Besitzerin...
    Er war extrem introvertiert. Immer höflich, zurückhaltend, regulierbar. Aber emotional ein Eisklotz. Kein Wunder - er konnte bis dato niemals so richtig irgendwo ankommen :no:

    Es hat ewig gedauert, bis er aufgetaut ist. Clickern und viel Bodenarbeit hat uns sehr weitergebracht.

    Den Junior habe ich quasi "bestellt" :D
    Ich kenne seine Eltern und wollte gezielt aus dieser Verpaarung ein Fohlen.
    Habe ihn mit 3,5 Jahren von der Jungpferdewiese zu mir geholt und dann selbst ausgebildet. Ich kenne ihn in- und auswendig (und er mich). Das ist schon echt was Besonderes... Da er charakterlich total klar und gefestigt ist, war das Anreiten überhaupt kein Problem und ich würde es jederzeit wieder so machen :nicken:
    Ob ich das allerdings auch mit ü50 nochmal komplett so durchziehen würde... keine Ahnung :ka:
    Ich bin noch nicht mal sicher, ob ich dann überhaupt nochmal ein eigenes Pferd haben möchte. Oder lieber mal die Freiheit genieße :lol:

    Ich habe mir letzte Woche auch einen neuen Stall und eine neue Voliere bestellt.
    Der alte Stall samt Voliere steht seit 2012 und es gibt immer mehr undichte Stellen. Es wurde damals sehr massiv und absolut einbruchssicher gebaut, da ich zu dieser Zeit noch Kaninchen darin gehalten habe, die auch nachts die Voliere nutzten. Daher ist alles mit engmaschigem Volierendraht verkleidet und als Stall diente ein ganzes Gartenhaus.
    Für die aktuell 7 Hühner ist das alles eigentlich viel zu groß, da sie nachts ohnehin alle zusammen auf der Stange hocken und tagsüber immer im kompletten Garten laufen können.

    Daher gibt es nun eine etwas abgespeckte Version, sodass sie zwar weiterhin eine große Voliere haben (falls mal wieder Stallpflicht kommt), aber keinen so großen Stall mehr zum Schlafen (und für mich zum Saubermachen...).

    Mir graut es schon vor dem Umau, weil der Abriss der alten Voliere sicher umständlich wird und es mir tatsächlich auch ein wenig im Herzen weh tut... Aber das Gartenhaus ist einfach am Ende, das lohnt sich nicht, es zu restaurieren. und die Voliere zu erhalten und dann statt dem Gartenhaus etwas anderes anzubauen ist mit mehr Aufwand und Kosten verbunden, als alles neu zu machen.

    Bestellt habe ich nun dieses Gehege und

    .
    Ich hoffe, dass das alles so wird, wie ich mir das vorstelle...

    Am Donnerstag gehen zwei meiner Hähne zum Schlachter. Leider habe ich niemanden gefunden, der sie haben möchte.
    Und da sich Nummer drei nun ebenfalls als Hahn entpuppt hat, gibt es definitiv keine Möglichkeit, sie alle zu behalten. Ich hoffe, dass wenigstens ein bisschen Fleisch dran ist.

    Im Endeffekt muss es einfach passen...
    Letzten Endes merkt man das erst, wenn der Hund da ist.

    ABER, man kann im Vorhinein zumindest dafür sorgen, dass die Grundvoraussetzungen stimmen.

    Dass in eine Familie mit Kindern kein Ein-Mann-Wachhund einzieht. Dass zum sportlich motivierten Menschen kein brachycephales Minihundchen kommt. Usw usf.

    Was aber trotzdem nicht ausschließt, dass sowas in Ausnahmefällen passen kann.
    Nur in einem Kaufberatungsthread in einem Forum, wo man den Fragenden nicht mal persönlich kennt, wäre eine solche Empfehlung eben fehl am Platze :ka: