Wir hatten am Mittwoch einen Termin in der Klinik, um den Husten meines jungen Wallachs abzuklären.
Er hustet seit vielen Monaten immer wieder sporadisch 2-3x beim Reiten. Mal ein paar Tage hintereinander und dann mal wieder eine Woche gar nicht. Jahreszeitenunabhängig. Vor ein paar Wochen hatte er eine leichte Bauchatmung.
Tierarzt war natürlich schon öfter da zum Abhören, konnte aber nichts feststellen, auch nicht nach Belastung.
Tägliches Inhalieren in der Solekammer hat keine Veränderung gebracht.
Nasenausfluss war zu keiner Zeit - auch nicht nach dem Inhalieren - vorhanden.
In der Klinik wurde er dann zunächst klinisch untersucht und es wurde Blut für eine Blutgasanalyse genommen.
Anschließend musste er 10 Minuten traben und 5 Minuten galoppieren. Danach wurden mehrmals Puls und Atmung gecheckt.
Es folgte dann noch eine Endoskopie und eine Schleimprobe sollte entnommen werden.
Tja und was soll ich sagen... es wurde NICHTS gefunden.
Er ist topfit. Blutgaswerte normal, Atmung und Puls nach Belastung super, Endoskopie vollkommen unauffällig - es war noch nicht mal ein Tropfen Sekret für eine Probenentnahme vorhanden 
Sie konnten mir jetzt auch nicht wirklich eine Therapie empfehlen. Man könnte versuchen, das Heu nass zu machen, vielleicht reagiert er einfach empfindlich auf Staub. Allerdings sehen sie aktuell auch dazu keine Veranlassung. Ich soll es beobachten und mich, falls es schlimmer werden sollte, nochmal melden.
Joa, eigentlich ja eine sehr gute Diagnose
Bis auf die Tatsache, dass er halt immer noch hustet. Aber das kann ich dann jetzt wohl erstmal entspannt überhören 
Mich hat sehr gefreut, dass sie seinen Zustand so gut bewertet haben. Seine Figur fanden sie optimal. 414kg hat er aktuell. Und eine sehr gute Kondition 
In 4 Wochen wird die Weidesaison eröffnet. Dann ist alles wieder dahin

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Meiner ist auch einfach “nur” bei Staub empfindlich, ernst nehmen will ich’s schon, damit sich da nichts Böses entwickelt und suche gerade nach staubarmen und langlebigen Einstreualternativen für meinen Unterstand… seufz. Meine Shettys sind vergoldet.
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Ernst nehme ich es definitiv auch (sonst wäre ich ja nicht in die Klinik gefahren).
Aber ich habe alle Voraussetzungen für eine staubarme Haltung geschaffen - bis auf das Heu waschen eben. Und das ist halt ein großer Aufwand bei einer Herde von 8 Pferden und weder die Stallbesitzerin noch die anderen Einsteller noch ich sind wirklich heiß drauf, wenn´s nicht unbedingt sein muss...
Daher bin ich ganz froh, dass es (noch) keinen Hinweis auf eine Allergie oder entzündliche Geschichte gibt. Werde das aber natürlich weiter beobachten.
Ansonsten haben wir einen Offenstall mit vielen Bewegungsanreizen, sorgfältig ausgewähltes Heu, welches aus Netzen gefüttert wird, und als Einstreu für die Liegeflächen nutzen wir Grünkompost.
Das kann ich wirklich empfehlen, man muss es nur regelmäßig etwas feucht halten und auflockern.
Die Pferde liegen gern drin und es staubt so gut wie gar nicht.
Im alten Stall hatten wir lange keine Einstreu, sondern nur EVA-Matten.
Die Pferde lagen relativ häufig drauf, hatten aber ja auch keine andere Alternative...
Das ging alles so lange gut, bis einer zum ersten Mal drauf gepinkelt hat. Und dann wurde es richtig eklig 
Da sie sich ja leider auch nicht daran halten, wenn man es ihnen verbietet, mussten wir dann doch irgendwann wieder einstreuen
Wenn sie übrigens die freie Auswahl zwischen verschiedenen Einstreu-Varianten haben, dann hat bisher immer das dicke Strohbett gewonnen.
Allerdings muss es dann auch wirklich gutes Stroh sein, sonst hat man schnell Pilze und viel Staub drin. Für Allergiker definitiv nix.
Daher ist es bei uns wieder rausgeflogen.
Außerdem saugt Stroh alleine zu schlecht, falls doch mal einer reinpinkelt. Also muss noch was anderes drunter, was besser saugt.
Dann lieber den Grünkompost, da läuft der Urin nach unten und oben bleibt´s schön trocken 