Beiträge von RatzRatz

    Nachdem es Tomi gestern im Tagesverlauf wieder etwas besser ging waren wir nochmal bei unserer Tierärztin um zu besprechen wie es weitergeht. Sie war vorsichtig optimistisch da sich sein Zustand über den Tag stabilisiert hatte.

    Leider wurde es zur Nacht hin wieder schlechter. Er hatte erneute kleinere fokale (?) Anfälle. Er ist total ko, mag nicht mehr aufstehen, mag nichts essen. Sein kleiner Körper kann einfach nicht mehr. In Absprache mit der TÄ bekommt er bei Bedarf Diazepam wenn er unruhig wird um die Zeit bis zum Termin zu überbrücken. Wir haben hier eine mobile Tierärztin die in den nächsten Stunden zu uns nach Hause kommen wird. Er liegt hier ganz ruhig aber man merkt wie erschöpft er ist. Er darf heute gehen. :pleading_face:

    Unser Tag lief heute sehr gemischt. Tomi hat heute früh in Absprache mit der TÄ von mir Cerenia gegen die Übelkeit bekommen und ein paar Stunden später dann noch Novalgin. Damit ging es ihm über den Tag besser. Wir waren im Garten zum Lösen und er hat ein bisschen gefressen. Abends waren wir dann in der Praxis und er hat nochmal Schmerzmittel bekommen. Wir schauen jetzt wie die nächsten Tage sind.

    Heute Abend war es dann zu Hause leider wieder so ähnlich wie gestern. Er ist aufgestanden, herumgewackelt und dann hechelnd zusammen gesackt. Seit dem schläft er. :pleading_face: ich habe meiner TÄ noch ein Video geschickt und muss dann morgen nochmal mit ihr sprechen.

    Hundundmehr

    Ich bin zwar nicht Limetti aber ich habe es so verstanden, dass man am besten einfach da ist. Ohne Stress, leise aber Präsent. Da sein ohne viel Raum einzunehmen. So habe ich es zumindest bei meinem Vater empfunden. Meine Mama und ich waren an seiner Seite. Mama war sehr aufgelöst und aufgeregt. Ich irgendwie nicht. Ich war da. Ich habe seine Hand gehalten, ihm gesagt dass wir da sind. Mama gesagt: wir machen erstmal gar nichts außer hier sein. Wir haben ihm Dinge erzählt, ich habe ihm gesagt dass Mama nicht so Recht weiß was sie sagen soll. Hab ihm gesagt dass er sich keine Sorgen um uns machen muss und ich auf Mama aufpasse. Meine letzen Worte an ihn waren dass er los lassen kann wenn er müde ist. Kurz danach ist er gegangen.

    So habe ich es bei Tomi auch gemacht. Als ich gemerkt habe dass er nicht mehr aufstehen mag habe ich mich zu ihm gelegt. Leise geweint aber ihn ruhig gestreichelt und ihm gesagt dass ich verstehen kann wenn er müde ist und er einschlafen kann. Auch wenn er nicht versteht das gesagt wird, auch unsere Hunde spüren ja unsere Gefühlslage. Ich wollte in diesem Moment keine Unruhe oder Panik ausstrahlen um ihn nicht aufzuregen sondern ihm irgendwie zu zeigen dass alles gut ist und er gehen darf wenn er nicht mehr kann.

    Danke euch für eure Worte und den Trost. Er hat eben noch ein bisschen gefressen, dann wollte er nochmal zum Pipi raus. Raus hat gut geklappt, die Treppe wieder hoch hab ich ihn getragen. Er fing dann schon auf meinem Arm an zu hecheln, als ich ihn abgesetzt hat fing er wieder an zu taumeln und jetzt liegt er wieder ganz ruhig hier. Genau wie vorhin. Die Schleimhäute sind ok, er hat kein Fieber und der Bauch ist weich...ich kann mir nicht erklären was los ist. Wenn er nicht mehr kann, wünsche ich mir sehr dass er einfach hier einschlafen kann.

    Ich habe meinen Vater am Sterbebett begleitet und obwohl er nicht mehr sprechen konnte hat er gespürt als es so weit war und unsere Hände ein kleines bisschen fest gehalten. Dann ist er eingeschlafen. Es war traurig und schwer für uns aber auch sehr friedlich. Das wünsche ich Tomi auch wenn es soweit ist. 😔

    Wenn ihr noch ein paar Daumen übrig habt, Tomi kann auch ein paar gebrauchen. Ich dachte vor etwa 1 Stunde er stirbt jetzt. Er mochte sein Abendessen nicht so wirklich, hat dann erbrochen, den Rest Futter noch gegessen und dann hat er sich plötzlich im Kreis gedreht und als ich zu ihm bin hat er sich hingelegt und ganz flach geatmet. Gedanklich war ich schon in der Tierklinik aber er lag hier ganz ruhig. Ich habe mich dazu gelegt, ihn zugedeckt und mich an ihn gekuschelt. Ich war sicher es sind seine letzten Atemzüge. Jetzt ist er wieder wach und will Futter. Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Geweint habe ich aber eigentlich genug...wir werden unser Nachtlager jetzt auf dem Boden einrichten und morgen Rat bei unserer Tierärztin einholen.

    Tomi hatte vorhin wieder einen Anfall. :loudly_crying_face:

    Dieses Mal war es heftiger und er kam nicht so schnell von selbst raus. Mit dem Diazepam wurde es dann besser aber er war dann noch über eine Stunde desorientiert und am Drangwandern. Er ist jetzt immernoch ein bisschen unruhig aber auch wieder ansprechbar. Futter und Wasser geht gut und er hat es zwei Mal auf eigenen Pfötchen in den Garten zum Pipi machen geschafft. 🍀

    Ich fühle mich total mies und schuldig. Heute morgen hat er seine Pexion unbemerkt wieder ausgespuckt. Ich hatte schlecht geschlafen, war in Eile und habe es dadurch erst Mittags bemerkt. Die letzen Tage waren echt ganz gut und jetzt wieder so ein Dämpfer. :pleading_face: