Beiträge von Lucy_Lou

    Ende April/Anfang Mai geht es mit dem WoMo nach Katalonien mit Pyrenäen und Costa Brava :D

    Habt ihr Tipps für Wanderungen, schöne Landschaft (um die Jahreszeit), Orte, die man gesehen haben sollte :smile: ?

    Gerne sowohl auf französischer als auch auf spanischer Seite. An der Costa Brava sind wir in L'Estartit, das steht auch schon fest, da berichte ich dann wie es war :smile: . Also Tipps suchen wir vor allem für das Hinterland und da in erster Linie für die Pyrenäen.


    Danke!!!

    Was genau ist denn deine Sorge in dem Moment? Dass der andere Hund angreift?

    Bei mir funktioniert am besten, den anderen Hund zu ignorieren, wenn der z.B. in spielerischer Absicht oder bellend mit Bürste angelaufen kommt und ich mir schon ausrechnen kann, dass zumindest einer meiner Hunde das nicht so toll finden wird :roll: . Das heißt, im Zweifelsfall drehe ich um und gehe und erwarte von meinen Hunden, dass sie mitkommen. Und in fast allen Fällen funktioniert es, dass der fremde Hund nicht in uns rein rennt, sondern dann halt irgendwann wieder abdreht. Vorraussetzung ist, dass wirklich ignoriert wird, also auch kein anschauen des anderen Hundes durch meine Hunde. So bekommt er kein Feedback, wird nicht ermutigt und vor allem nicht provoziert. Und ich lebe meinen Hunden Ruhe vor und nicht "auf ihn mit Gebrüll" ;)

    Bei einem echten Bären-Angriff wäre Lucy vermutlich auf und davon. Bei Grisu weiß ich nicht so recht... Ich denke, er würde zumindest Lärm machen und Scheinangriffe starten, wenn er glaubt, ich bin in Gefahr. Ihm würde ich sogar zutrauen, sich mit dem Bären tatsächlich anzulegen.

    Was ist dein Hund denn für eine Rasse?

    Vielen Hunden macht es Spaß hinter etwas her zu jagen. Ich bin in dem Thema auch nicht so drin. Es hat wohl etwas damit zu tun, dass Jagen eigentlich harte Arbeit ist, auch mal zu Verletzungen führt und längst nicht immer die ersehnte Beute als Belohnung bedeutet. So ist eine angeborene "Lust" am Jagen (Ausschüttung bestimmter Hormone, "Glückshormone", Adrenalin, was auch immer...) für das Überleben eines Raubtiers sehr wertvoll.
    Der Hund muss sich nicht mehr vom jagen ernähren (in aller Regel), aber der Mensch hat bei vielen Rassen das Zeigen bestimmter Jagdsequenzen gefördert (wie z.B. auch bei Hütehunden: die Jagdsequenzen bis auf packen und töten), und zum anderen wird da sicherlich bei vielen Hunden auch ohne gezielte Zucht einfach noch der entsprechende Hormon-Cocktail beim Hetzen ausgeschüttet. Und ja, das passiert so auch beim Bällchen holen. Was nicht heißt, dass jeder Hund mit Jagdtrieb Bälle toll findet (siehe meine Hündin) oder jeder Hund, der Bälle mag, auch Wild hinterher geht (siehe mein Rüde). Viele Hunde sind vorgesprägt, auf welche "Beute" sie reagieren oder was sie an Jagdsequenzen zeigen (wollen)

    Ausgehend von einem Hund ohne extremen Jagdtrieb: Wenn du nun weißt, dein Hund reagiert zur Zeit nur auf Bewegungsreize, kannst du da ja gezielt ansetzen. Also z.B. ihn die Erfahrung machen lassen, mit durchstarten hat er nie Erfolg. Dazu ein Alternativverhalten etablieren, also etwas, dass er beim Anblick von Wild zeigen soll und das bestmöglich belohnt wird. Ob du strafen möchtest, wenn er versucht durchzustarten?! Dazu kannst du allgemein Impulskontrolle trainieren. Der Ball ist durchaus geeignet dafür. Du wirfst, dein Hund bleibt aber bei dir, bis er eine Freigabe zum holen bekommt. Du wirfst, er darf hinterher, lässt sich aber jederzeit aus dem hinterher rennen abrufen und kommt ohne den Ball zurück zu dir. Ist auch wunderbar mit einer Reizangel zu üben. Würde das zur Zeit bei dir funktionieren?
    Auch im Alltag: Hundefreund taucht auf, er muss auf deine Freigabe warten. Kofferraumklappe geht auf, Hundi wartet brav. Du stellst Futter auf den Boden, Hund wartet auf Freigabe. Es kommt Besuch, Hund überlässt dir die erste Begrüßung. Etc. Was deinem Hund halt wichtig ist. Je mehr du an solchen Alltagssituationen kontrollieren kannst, umso besser mag es auch bei Wild klappen. Halt üben, nicht dem ersten Impuls nachzugeben.

    Was alternative Auslastung angeht: Sich mit dem Hund viel beschäftigen, Übungen, Spiele einbauen auf Spaziergängen, ist sicher nie verkehrt. Je wichtiger eine Beschäftigung deinem Hund ist, umso besser kannst du deinem Hund innerhalb der Beschäftigung zeigen, dass Zusammenarbeit sich lohnt. Wie auch schon bei Bällen und Reizangel gesagt: zum Erfolg kommt der Hund nur, wenn er auf dich achtet und mit dir arbeitet. Ich würde allerdings sicherlich nicht rein über die Hetzspiel-Schiene gehen, sondern schauen, ob ich den Hund für Nasenarbeit oder Dummy-Arbeit begeistern kann. Da hast du ganz viele Möglichkeiten der Beschäftigung und der Hund ist ausgelastet.

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    was mit der goldihündin ist wird man nie erfahren, normal fand ich das nicht. ich denke aber da spielt die bestärkung seitens der hh eine große rolle, wenn man immer nach dem motto lebt "du armer armer hund" dann wird der hund nur in der unsicherheit und der ängstlichkeit bestärkt.

    Wenn man von dem Experiment mit dem Buch ausgeht, scheint das ja nicht unbedingt so zu sein, dass sie betüddelt. Sie hat den Hund ja "gezwungen", das einfach auszuhalten (sich nicht so anzustellen)?! Mit der Bemerkung, das würde sie in solchen Situationen so machen. Dazu hätte ich gerne mehr vom Rütter gehört, wie er den Ansatz einschätzt, bzw. inwiefern der auch etwas verschlimmern kann...?!

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    Dann verbuch ich den gestrigen Tag einfach als Ungehorsam, steht ihr ja auch ma zu


    Nein, denn der Hund lernt daraus. Er lernt z.B. das Hetzen/Jagen (wenn auch nur kurz) hat ein positives Gefühl ausgelöst. Und was hält ihn davon ab, das in Zukunft öfter zu machen? Dass du rufst und ein Leckerlie winkt?

    Für mich persönlich geht das gar nicht, aber ich wohne auch in sehr wildreicher Gegend. Für mich geht kein "heute ist er mal schlecht drauf/in der Pubertät/hat halt viele Reize..." Und für mich geht auch kein Ansatz von Jagen, so lange ich nicht weiß, ich kann es notfalls kontrollieren.

    Ich persönlich würde Jagdreize suchen und ein entsprechendes Verhalten darauf automatisieren. Und parallel schauen: was genau reizt den Hund daran (Beute machen, Hetzen, endlich mal was zu tun zu haben, Fährten folgen...) und entsprechend Ersatzbeschäftigung bieten.

    Bei einem 7 Monate alten Hund würde ich es mir keinesfalls leisten zu sagen, och, ist doch nur Spiel und "eigentlich" hört er doch noch...

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    Wie man das durchsteht? Weil man weiß, dass es richtig ist. Weil es weiß, dass es die einzige Entscheidung ist, die man für seinen Liebling noch treffen kann. Weil es der letzte Liebesbeweis ist, dem man ihm erbringen kann.


    In der Theorie klingt das prima. Aber ab wann ist der Tod für den Hund positiver als das Leben? Wenn man weiß, der Hund stirbt eh in max. 1 Woche (wie auch immer) und ich kürze das Leiden ab. Das ist eine Sache. Aber ab wann ist das (durchaus noch lange dauernde) Leben nicht mehr lebenswert? Wie weit geht man? Bis zu welchem Punkt ist der Hund noch "glücklich"? Was ist noch "Leben"?

    Ich habe keine Ahnung, wie ich das durchstehen sollte. Und irgendwann wird es bei Lucy wohl soweit sein. Sie wird sicher nicht an "Altersschwäche" sterben. Der Kopf mag dann sagen, der Hund leidet. Aber ich denke, selbst der Kopf hätte noch Zweifel, so lange der Hund noch irgendwas genießt am Leben.

    Es mag ein Segen sein, dass man das Leben des Hundes beenden darf/muss, wenn es nicht mehr lebenswert scheint, dass man Sterbehilfe geben "darf". Aber den Zeitpunkt zu treffen?

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    Wenn ich ihn ablege, um Heranrufen zu üben


    Warum legst du ihn erst ab? Wie reagiert er denn sonst im Alltag auf den Ruf? Wie belohnst du ihn fürs Kommen? Würde er folgen, wenn du dich zügig entfernst?