Beiträge von Lucy_Lou

    Für mich am wichtigsten: ich möchte den Hund frei laufen lassen können, wo immer möglich, ohne dass er sich in Gefahr bringt oder irgendwen belästigt. Ich mag dabei ein Ja-Nein-System, dessen Rahmen der Hund irgendwann kennt und sich innerhalb dessen frei bewegt und frei entscheidet, wogegen ich (Abhängigkeit von) Kommandos eher nicht mag.

    darauf lege ich Wert:

    der Hund fragt nach in unklaren Situationen oder ist für mich einschätzbar und ich weiß, er handelt in einem für mich akzeptablen Rahmen. Wobei ich letzteres vor ziehe, also einen wirklich souveränen Hund oder zur Not einen, der den "Rahmen" akzeptiert

    der Hund reagiert beim Anblick von Wild in einer von mir gewünschten Weise (sprich: er rennt nicht hinterher. Ob er stoppbar ist oder abrufbar oder eine Alternative erwartet, ist mir gleich). Wir haben hier sehr viel Wild, ohne diesen Punkt kein Freilauf...

    der Hund rennt nicht "belästigend" auf andere Hunde/Menschen zu, ist abrufbar, stoppbar... siehe Wild

    der Hund sollte Alltagssituationen nicht als stressig empfinden. Dazu gehört alles, was eben Alltag ist (und ich nehme meine Hunde gerne mit)

    an Kommandos vor allem ja - nein (toll und lass das). Wenn das bei einem Hund so nicht umsetzbar wäre: Abruf und Lass das

    Temporäre Aufregung, mal zurück pöbeln, mal zu viel anderes wahr nehmen, als ein "toter Hund" in einem Wildpark vorführen zu können (ja, hattest du denn nicht gesagt, der kennt den Trick :roll: ), eigene Ideen einbringen... kein Thema.

    Ich hatte ja schon vor 2 Wochen oder so etwas in der Richtung geschrieben, aber im Moment ist es fast unheimlich :schockiert: . Jemand hat meinen Hund letzten Winter ausgetauscht :???: . Er macht gerade dermaßen einen auf souverän, in der Stadt, bei Hundebegegnungen..., heute ein Schäferhundrüde, der ihn angepöbelt hat, direkt vor Grisu explodiert ist (ein Schäferhund, Grisus Feindbild Nr 1!!) und von Grisu war nicht mal ein hrrr-hmmm-hrrrr-hmmm zu hören (kennt jemand dieses "fast" lautlose atmen? ein unterdrücktes wenn-ich-könnte-wie-ich-wollte...!!!), Grisu blieb völlig cool... Wie überhaupt in ungefähr jeder Situation in den letzten Monaten. Sollte mein Hund mit 4 Jahren wirklich erwachsen werden :???: . Ich bin schon am grübeln, ob ich etwas besser mache als bisher, aber ich fürchte, an mir liegt es nicht....

    Wir suchen gerade nach einem Urlaubsziel für Anfang September mit dem Wohnmobil. Dänemark ist (eigentlich) in der engeren Auswahl. Mein Mann denkt sich: prima, viel Ruhe und Strand. Ich denke mir: nach 2 Tagen fällt mir die Decke auf den Kopf... Gibt es außer Strand interesssante Dinge zu besichtigen, tolle Altstädte, Wanderungen, Sehenswürdigkeiten, irgendwas? Ich verbinde Dänemark nur mit Strand und halt netten kleinen Urlaubsörtchen am Strand, was so gar nicht meine Vorstellung von Urlaub ist. Mag mir jemand Bedenken nehmen und Alternativen zum Strand in Dänemark nennen =) ? Ihr würdet zudem die friedvolle Urlaubswahl in unserer Ehe unterstützen :hust: :D

    Rein optisch: toll!!! Und was ich liebe: das beim Denken zu schauen können. Der Hund mag vielleicht in einer Situation explodieren können, wollen, so rein theoretisch, aber da findet so viel vorher statt...

    Und was ich toll finde, dass der Hund genau weiß was er will und was nicht. Man braucht kein Animateur sein und kein "Schmackhaft-Macher" und nicht immer absolute Souveränität ausstrahlen und keine brillante Führungspersönlichkeit sein... der Hund weiß und kann es eh besser, so seine Meinung :hust: . Man braucht bloß im groben Rahmen Ernst genommen werden und kann den Hund ansonsten machen lassen.
    Das liebe ich so an Lucy und sie ist ja max. ein halber Molosser, aber das ist so mein Bild eines Molossers. Ein mit dem Kopf durch die Wand Typ, ein Hund, der deutlich zeigt, was ihm gefällt und was nicht, aber ohne "Überreaktionen"/Explosion... Ein Hund, der auch einfach mal was doofes wegsteckt, und nicht für den Rest seines Lebens sonstwie geprägt bleibt.

    Ich vermute, ein wirklicher Molosser wär mir zu "inaktiv". Der (gewünschte) selbstbewusste Sturkopp, aber zu wenig an Arbeitsdrang. Zu sehr, die Dinge akzeptieren auf der einen Seite und zu wenig Motivierbarkeit auf der anderen Seite.

    (Ich frage mich schon, gäbe es diese "Traumrasse" für mich in Wirklichkeit?)

    Zitat

    Er ist eben kein einfacher Hund, den man über Jahrzehnte mit der gleichen Nachfrage züchten kann.. Unter den Aussie-Haltern würde ich mal 2 Typen voneinander unterscheiden: diejenigen, die den ersten Aussie haben und sagen: einmal und nie wieder! und diejenigen, die echte Liebhaber der Rasse sind und ihre Eigenschaften entsprechend respektieren/fördern. Letztere würden sicherlich nicht beim Hinterhofvermehrer um die Ecke kaufen. Aus diesem Grund wird sich das Problem (sofern es überhaupt eins ist) mittel- bis langfristig von ganz allein lösen...


    Hm... ich bin ja eher von der einmal und nie wieder Fraktion bzgl. des Aussies. Heißt aber nicht, dass ich eigentlich den dekorativen, ich-liebe-alles... "sportlichen Familienhund" wollte oder ich mir nicht viel Mühe mit der Züchter-Wahl gegeben hätte oder nicht mit "Trieben" klar komme oder keinen in der Auslastung anspruchsvollen Hund möchte. Ich hatte schon Vorstellungen, Wünsche, Bedenken... bzgl. der Rasse Australian Shepherd im Vorfeld, nur irgendwie andere :???: . Ich sehe tatsächlich in der Realität in der Hauptsache Aussies, die sehr problemlos mit laufen, sehr anpassungsfähig sind, sportlich, nett... Sehr viel weniger den Typ "kann auch schwierig sein". Von dem lese ich eher in Foren (und Grisu mag da auch drunter fallen, kann aber auch eher an mir liegen). Ich hatte mir den Aussie sehr viel "tougher" vorgestellt, sehr viel konkreter in seinen Vorstellungen von Auslastung, sehr viel mehr "sich einbringend". Er ist mir zu anpassungsfähig-sensibel, dazu mit niedriger Reizschwelle, die ich in dem Kontext aber schwierig finde; zu viel will to please. Ich mag es eigentlich nicht schreiben (und irgendwie wehre ich mich immer noch dagegen, weil ich doch in der Theorie sehr viel für mich eigentlich Positives im Aussie sehe, bzw. in dessen Rassebeschreibung, gerade wenn "negative" Eigenschaften genannt werden), aber manchmal denke ich tatsächlich, die meisten Aussies entsprechen sehr dem Typ "sensibler, sportlicher Familienhund". Und mehr nicht. Kein Mysterium, kein schwieriger Hund, kein sonstwas an Auslastung. Mag solche geben, aber das scheinen eher die Ausnahmen zu sein. Nur mein Eindruck :ka:

    Hier bei uns sieht man Aussies noch eher selten, aber deutlich mehr, als viele andere "neue", "seltenere" Rassen. Mit deutlichem Abstand am häufigsten hier: der Deutsche Schäferhund. Gefolgt von Labrador, Golden Retriever, Berner Sennenhund. Ein paar Dackel, ein paar Jack Russel, mal einen Spitz, einen Entlebucher, einen Border Collie... Ist recht ländlich hier und sicher eher konservativ, auch in der Hundehaltung. Das spiegelt die Rassewahl doch sehr wider. Jagdhunde sind hier fast ausschließlich in Jägerhand. Z.B. wüsste ich hier an Jagdhundrassen in erster Linie Deutsch Drahthaar und die sind alle in Jägerhand. Dazu einen Vizsla und einen Jagdterrier, beide in Jägerhund. Ridgebacks gibt es hier überhaupt nicht.

    Also zum Thema: Aussies gibt es ein paar und das fällt schon auf, weil es hier schon als eine Art aktivere Variante zum Retriever als Familienhund angesehen zu werden scheint und "seltenere" Rassen hier sonst eben fast gar nicht rum laufen. Auf Spaziergängen werde ich aber fast nur in der Art auf Grisu angesprochen, dass dies doch sicher ein sehr arbeitsintensiver Hund wäre. Und häufig kommt die Frage, warum er so unbunt sei und keine blauen Augen hätte (von der kurzen Rute mal ganz so schweigen). Ein wenig in der Richtung: wenn schon so ein anstrengender Hund, warum dann kein hübscher :hust: ?

    Zitat

    du,des kenn ich aber auch als grosshundehalter ;)


    Ich kenne das als Großhundehalter quasi nicht. Der Unterschied ist Himmelweit zu meiner früheren kleinen Hündin. Selbst in der Stadt, in Urlaubsorten mit sehr vielen Hunden... muss ich im Normalfall nicht mal was sagen, damit zumindest nachgefragt wird... Wobei ich zugeben muss, Labbis und Labbi-Halter sind da tatsächlich etwas speziell :hust: . Aber in der Regel kann ich fröhlich meines Weges gehen und andere Hunde werden eingesammelt :p :roll: . Sofern die eigenen Hunde entsprechend ignorant/nett/gehorsam sind, sehr einfach. Ein "die regeln das schon unter sich" habe ich mit beiden meinen Hunden zusammen gehend noch nie erlebt (zumindest fällt mir da grad nix ein).

    Kleinhunde-Kläffer ignorieren meine Hunde netterweise. Es mag so ein Wechselspiel sein, wer überhaupt in Erwägung gezogen wird, für voll genommen zu werden. Nicht nur vom Halter, auch von den Hunden.

    ok, meine 3:

    - eher souverän/selbstbewusst/mitdenkend

    - wenig Jagdtrieb

    - Spaß an der Zusammenarbeit mit mir


    wobei Grisu vor allem 2 und 3 ist und Lucy vor allem 1, mit etwas 2 und 3, je nach Lust und Laune...