Ich habe mal einen Spaziergang in größerer Hundegruppe mitgemacht, der von einer "Trainerin" geleitet und kommentiert wurde. Der gesamte Spaziergang war eine einzige Merkwürdigkeit... Aber die Trainerin hat einen guten Ruf hier. Es mag an mir liegen... Z.B. der Hund muss links geführt. Alles andere verwirrt ihn und führt nur zu Stress, laut Trainerin. Weniger das auch rechts-führen, aber der Wechsel der Seiten. Wir gingen also auf einem Bürgersteig, ich führte Lucy rechts, da Straße links. Daraufhin die obige Erklärung der Hundetrainerin... Dann kam uns ein Hund entgegen. Einer der Spazierteilnehmer wollte seinen Hund umsortieren, da leinenagressiv. Durfte er natürlich nicht laut Trainerin, was austickenden Hund zur Folge hatte
. Dann die spielenden Hunde am Wasser. Mussten wir sofort unterbinden, denn ein Hund könnte sich erschrecken, wenn das Spiel wilder wird und ertrinken. Dann der Rotti, der Leinenführigkeit lernen sollte. Hilfsmittel wie Leckerlie, was auch immer, wollte Trainerin nicht, kamen auch nicht zum Einsatz. Der Rotti sah also entgegen kommenden Menschen (Hund? Ich weiß es nicht mehr) und sein Frauchen sprach ihn an. Der Rotti schaute sein Frauchen an, lief toll mit (ohne irgendwelche Hilfsmittel!!) und Trainerin meinte, jetzt bloß nicht loben, der schaut dich an, der manipuliert dich! Der fordert das Lob!
Und dann die Besitzerin einer Schäferhündin, die erzählte, ihre Hündin würde sich im Zwinger stundenlang im Kreis drehen. Trainerin: das ist normal, die will nur Aufmerksamkeit!
Zur Ehrenrettung der Trainerin: sämtliche Hunde fanden sie sehr "interessant" und waren mit einschleimen bei ihr beschäftigt. Ich war da genau ein mal mit...
Beiträge von Lucy_Lou
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Was mich zum einen daran stört, einen jungen Hund so lange alleine zu lassen, ist dass es nicht seinem Rhythmus entspricht. Ein älterer Hund hat dann vielleicht 2 längere Wachphasen am Tag und den Rest pennt er, beim Welpen ist das nicht so. Wenn der 8 Stunden alleine bleiben muss, der wacht zig mal auf, voller Tatendrang und mit drückender Blase und in vielen Fällen sicher auch mit Verlassensängsten, denn alleine sein kennt der nicht. Der hatte vorher zumindest Geschwister, oft Mama, dann auch mal einen Menschen und an Wohnraum genau das, was er von Beginn an als Wohnraum kannte. Und dann ist er plötzlich sonstwo, ohne irgendwas vertrautes und soll zig Stunden alleine bleiben, muss sich in der Wohnung lösen, muss sich langweilen und irgendwie mit seinen Verlassenängsten klar kommen. Ich finde das nicht sehr fair, erst recht nicht mit dem Argument, sollen denn bloß Arbeitslose einen Hund halten? Der Hund hat sich sein Zuhause nicht ausgesucht. Ich finde es verdammt egoistisch mit der Einstellung ran zu gehen, ich will halt einen Hund und andere Hunde kommen da auch mit klar... Ist doch nur ein Hund, muss doch kein "Lebensmittelpunkt" sein (sprich, Menschens Vorstellungen spielen eh alleine eine Rolle? Und natürlich hält man den Hund aus Liebe zum Hund?)
Ich glaube gerne, dass so einige erwachsene Hunde gut damit klar kommen. Und dass man das schaffen kann, wenn man will, vor und nach dem 7,5 Stunden Job + Anfahrt (und einkaufen und mal Freunde sehen und Hausarbeit?) auch im Winter im Dunkeln bei Dauerregen vor und nach der Arbeit eine Stunde mit dem Hund durch die Pampa zu laufen. Ich habe es gemacht. Andere mögen das als Erfüllung ihrer Abwechslung neben dem Job ansehen und jeden Tag prima finden. Ich nicht. Aber gut, jeder Jeck is anders und Hunde eh

Ich würde es Welpen auf keinen Fall zumuten (zumindest über ein Welpendasein hinweg sollte man schon in der Lage sein, in die Zukunft zu planen) und bei erwachsenen Hunden zumindest versuchen, einen Plan B in Petto zu haben. Meine Art der Hundehaltung wäre es defintiv nicht. Und Tierliebe ist letztlich Liebe zum Tier und nicht ich will den Hund um jeden Preis...
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Kommt auf den Hund an

Ich würde an deiner Stelle keinen Welpen nehmen, da finde ich die Zeiten des alleine bleibens zu lang und auch die wechselnden Betreuungen wären nicht so meins (auch im Sinne der Erfahrungen/Erziehung des Hundes). Bei einem erwachsenen Hund wäre sehr wichtig, dass er mit wechselnden Bezugspersonen und vor allem anderen Hunden gut klar kommt (auch das kannst du bei einem Welpen zwar beeinflussen, aber es kommt doch gerne mal anders als erhofft). Gerade wenn man eine bestimmte Betreuung wirklich braucht und die auch noch einen eigenen Hund hat, würde ich sehr darauf achten, dass genau dieses Zusammenspiel passt. Was hat deine Mutter denn für einen Hund? Ist der ein gutes Vorbild
?Ich persönlich bin eher Sicherheitsmensch, der "was wäre wenn"-Fälle gerne wenn möglich absichert. Wenn du fertig bist mit der Ausbildung, du bleibst in der Nähe deiner Mutter wohnen und sie nimmt täglich deinen Hund? Was ist, wenn... Gut, man kann nicht alles absichern. Wenn du einen erwachsenen Hund nimmst, der gut in die Gegebenheiten passt, warum nicht

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Ich frag mal: warum ein zweiter Hund? Wer hat da was von? Was versprichst du dir davon?
Einfach wird das nicht, das weißt du selbst. Und wenn es gar nicht klappt? Einen wieder abgeben?
Das Problem ist auch, selbst wenn sie sich verstehen sollten, die Gefahr ist da, dass dein Neuzugang-Rüde bei Hundebegegnungen denkt, meine Hündin wird bedrängt, zeigt deutlich, dass sie das nicht will, also verteidige ich mal deutlich mit... Und das ist der positive Fall, dass die beiden Hunde tatsächlich zusammen leben wollen...
Ein Problem ist auch, man kann sich in Stresssituationen eigentlich nur auf einen (unzuverlässigen) Hund wirklich konzentrieren. Der andere muss in dem Moment funktionieren, sonst ist man ziemlich verloren. Gut, es mag sein, dein Neuzugang liebt andere Hunde. Dann halte mal einen Fremdhund beim spielen mit dem Neuzugang davon ab, auch Kontakt mit deiner Hündin aufzunehmen
(und da weiß ich, wovon ich spreche...). Oder dein Neuzugang liebt zwar Hunde, findet aber bestimmte Menschen gruselig, hat Jagtrieb... da bleibt kaum noch Raum zum entspannten Spazieren, denn auf irgendeinen Hund (wenn du Glück hast nicht auf beide gleichzeitig) musst du eh grad achten...Lucy war fast Baustellenfrei, als Grisu einzog. Aber sie entdeckte ein paar Baustellen neu, mangels Aufmerksamkeit meinerseits... Und Grisu hatte genug eigene... Mittlerweile ist es entspannt mit beiden spazieren zu gehen, auch, wenn sie leinenlos vor sich hin streunen, ich Gedankenverloren hinterher und da springt plötzlich ein Reh, ein Hund, ein Jogger... los. Aber das war ungefähr 2 Jahre lang nicht so

Mit einem Hund mit größeren Baustellen würde ich es lassen mit dem Zweithund.
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Lucy ist Berner Sennen - DSH - Langhaar-Collie und ev. auch noch mehr. Aber die drei Rassen sind auf jeden Fall drin. Optisch könnte Berner Sennen-DSH schon gut hin kommen. Vom Wesen her: Souveränität, Grundruhe, Spätentwickler, seeer selbstbewusst und eher eigenständig vom Berner. Wille zur Mitarbeit, Spaß an "Beute" in vielerlei Formen, eher etwas mehr "nach vorne" orientiert, vom DSH. Vom Collie denke ich, dass Erlebnisse sehr nachhaltig haften bleiben und sie darüber situativ auch überraschend sensibel sein kann. Ein "weiches Gedächtnis" wie man so sagt. Aber ich denke, auch ihr Wesen könnte man alleine durch DSH und Berner Sennen nachvollziehen. Die Mischung würde ich jederzeit wieder nehmen
. Perfekt 
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Es kommt ja auch stark auf die Sensor-Größe an, auf die ISO-Zahl, auf die Abbildungsqualität (z.B. Dynamik-Umfang). Von den Pixeln allein hat man nichts, rein gar nichts. Sehr viele Pixel auf winzigem Sensor haben halt jeweils ein sehr schwaches Signal (was auch sonst). Das wird verstärkt, damit es trotzdem funktioniert und ebenso wird das Rauschen verstärkt... (viele Megapixel haben da in etwa den Efekt von viel ISO, halt stark aufgebauschte Lichtempfindlichkeit) Ein großer Sensor erlaubt viel mehr an ISO und viel mehr an Pixeln, ohne dass es "scheiße" aussieht. Das tut es dagegen mit einer Billigkamera mit 12MP oder so fast automatisch, vor allem, wenn die Lichtverhältnisse dazu nicht optimal sind. Dann kommt noch die Rauschunterdrückung dazu und adieu sämtliche Details
. Bitte, bitte nicht Megapixel als viel = gut ansehen. Es verkauft sich toll, daher bieten da auch "gute" Marken mit nach dem Motto "wer hat mehr". Es ist ein Trauerspieledit: hier der Artikel hat z.B. schöne Vergleichsbilder: http://www.chip.de/artikel/Digita…3_47131695.html
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Ich glaub, das würde mich auch etwas "verletzen"
. Ich bin für die Hunde offiziell zuständig (mehr Zeit und ich wollte sie und liebe es, sie immer dabei zu haben und laste sie aus und erziehe...), mein Mann räumt dahingehend auch nur die Lorbeeren ab (wenn sie sich gut benehmen und es Lob gibt), bzw. es sind meine Hunde, wenn mal was nicht klappt
. Aber beide Hunde sind Mama-Kinder, von daher stört mich das nicht. Lucy nimmt meinen Mann sehr viel weniger Ernst als mich, und Grisu, der Wicht, orientiert sich zwar an mir, folgt mir, hält mit mir Rücksprache etc., aber wehe, ich will mal was, was er nicht will und Frank ist anwesend... Oder ich schimpfe gar oder schenke ihm keine Aufmerksamkeit. Ein Schleimer vor dem Herrn (Frauchen war sooo böse, möchte unmögliches, ich werde nur gequält!!!) und mein Mann genießt das
. Wobei ich Grisu das gönne. Ehrlich gesagt freue mich immer, wenn er sich "was raus nimmt", er ist mehr der Typ, der es immer recht machen will. (und ist dabei wie das Fähnlein im Winde, wie ich gerade an Hand meines Geschriebenen sehe
)das z.B. kenne ich auch (man ersetze Henry durch Lucy):
ZitatAlles anzeigenHerrchen sagt zum Hund "sitz".
Hund guckt.
Herchen wieder: "sitz"
Hund guckt.
Ich sag: "Joa, Henry, mach mal. "
Hund sitzt
Grisu dagegen ist Streber, wo er Lob einheimsen kann, nimmt er es mit

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Bei uns ist es ähnlich, wie bei LaBellaStella. Wir treffen pro 2-Stunden-Spaziergang vielleicht 2 Spaziergeher ohne Hund + 1 Jogger + 1 Hundebesitzer mit Hund + geschätzte 8 Rehe verteilt auf etwa 2-3 Begegnungen und ab und an Kaninchen, Hasen... So grob. Definitiv mehr Rehe als Menschen und etwa so viele Hunde wie sonstiges Wild (also meist gar nicht). Meine Hunde laufen fast nur frei, da sie fremde Menschen/Hunde, so sie denn auftauchen, nicht belästigen und Wild nicht jagen. Letzteres ist bei mir allerdings auch extrem wichtig bei der Rassewahl. An ersterem kann man arbeiten... In der Stadt würde ich vermutlich bekloppt werden. Lieber 100 Rehe, als diese Masse an Unwägbarkeiten... Ich liebe entspannte Spaziergänge, mag mich weder mit aufdringlichen fremden Hunden, noch mit übel gelaunten Radfahrern oder furchtsamen Müttern mit KiWa rum schlagen. Und um die Ecke kommt schon die nächste Unwägbarkeit... Nichts für mich.
Auf uns zu stürmende Hunde/nicht abrufbare Hunde sehe ich zur Zeit sehr locker, da Grisu sehr souverän geworden ist und beide Hunde nicht ohne Not den anderen Hund auffressen, aber defintiv auch nicht Gefahr laufen, aufgefressen zu werden.
Zum Ausgangs-Thema: inwiefern hilft eine Leine, dass der eigene Hund nicht attackiert wird? Zwischen Leine und "Sicherheit" sehe ich so gar keinen Zusammenhang.
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Lucys Wunschtraum:
- irgendwo leben, wo die Temperaturen nie über 15 Grad steigen und im Normalfall so um die 0 Grad pendeln.
- eine große Kaninchen-Plage, die sie bekämpfen darf

- mit zur Arbeit kommen, vorzugsweise eine Fabrik, etwas in der Art, wo sie den Tag damit verbringen kann, alle Arbeiter nach und nach zu besuchen und Futter, Streicheleinheiten, Spiel... abzustauben und dazwischen in der Wintersonne zu dösen.
- damit und mit der Kaninchenplage wäre sie absolut glücklich und bräuchte weder sonstige Bespaßung, noch Spaziergänge.
- nachts würde sie mit im Bett schlafen
Grisu:
eine große Farm, auf der Eindringlinge nichts zu suchen haben
er überwacht die Farm, kontrolliert die Grenzen und weist die Bewohner zurecht, die sich nicht an die Farm-Regeln halten
für andere Rüden ist die Farm tabu
wenn er nicht gerade mit Grenzen kontrollieren beschäftigt ist, darf er Schatten bei seinem Menschen Nr 1 spielen und bekommt immer viele kleine Aufgaben und vor allem sehr viel Anerkennung für deren Erfüllung
Ich könnte mir eine Farm in Kanada mit angrenzendem Sägewerk oder so kaufen und beide Hunde wären glücklich (na gut, vielleicht müsste ich noch ein paar Kaninchen aussetzen...)
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Zitat
Hmh fuer mich sind das verschiedene Sachen.. Einmal der Beutetrieb und einmal die fehlenden Nerven
Denke ich auch: Lucy würde jedes Wild, das sie als fressbar einstuft, packen, töten, fressen (wenn sie dürfte, wie sie wollte und es kostet sie viel Selbstbeherrschung, davon abzusehen). Nicht fressbare Beute findet sie in aller Regel recht langweilig. So hat sie kein Interesse an Bällen oder am Hasen sonstwo am Horizont. Sie schätzt immer ab, ob sie fressen könnte am Ende oder nicht.ZitatEs ist aber ein Unterschied ob ein Hund noch fähig ist funktionell zu agieren, oder nicht.
Funktionell hieße ja dann bei Lucy: krieg ich die Beute oder nicht. Lohnt sich der Aufwand? (sie ist sicher kein Hund, der ohne Not Energien frei setzt
). Wenn da aber etwas den Aufwand lohnt, ist sie sehr entschlossen... Und da ist doch die Frage, was ist der lohnenswerte Aufwand für den Hund? Ich könnte mir Lucy schon (mit etwas Fantasie) hysterisch vorstellen bei einem Kaninchen vor ihrer Nase, wenn sie eigentlich denkt, der Mensch kann sie nicht dran hindern... und warum zum Geier legt er dann trotzdem Steine in den Weg??? Es mag Hunde geben, die völlig ihr Hirn ausschalten in "Reizsituatuationen", aber ich persönlich glaube, die meisten Hunde wägen ab. Ist das Ziel prinzipiell erreichbar oder nicht? Dass da ein Mensch am anderen Ende der Leine hängt, mag nicht unbedingt dazu führen, dass ein Hund das Ziel als weniger erreichbar einstuft. (Und wie vielen Hunden, die im Wald nicht ableinbar sind, ist Wild hinter einem Zaun egal...?)Ich kann mir so zum Thema kommend vorstellen, dass ein Hund, der total gaga bei möglicher "Beute" wie einer Beißwurst ist (was ich persönlich etwas unverständlich finde, was hat man denn da angezüchtet? Was ist so toll an einer Beißwurst? Besitzen wollen, was andere interessant finden? So ganz verstehen kann ich den "Beutetrieb" nicht). äh, um den Satz zu Ende zu bringen... Ich kann mir so zum Thema kommend vorstellen, dass ein Hund, der total gaga bei möglicher "Beute" wie einer Beißwurst ist, auch bei ungefähr jeder anderen Beute sehr hoch fährt, z.B. Wild. Mit Jagdtrieb (etwas erlegen wollen) hat das für mich aber dann eher nichts zu tun (sag ich mal so als nicht-Gebrauchshund-Halter/Hundesportler).
"Nervenschwach" heißt, der Hund reagiert bei kleinen Reizen schon massiv (nach vorne gehend)? Könnte ja auch passiv werden... Auch nur mein Eindruck, als völlig Außenstehender: nervenschwach heißt bei "Gebrauchshundlern" eher etwas anderes, als bei Otto Normal -Hundehalter?!