Ich würde das gerne noch mal hervor heben:
Also, in dem Alter hat mein Border Collie-Welpe mehrmals täglich zwei bis drei Stunden durchgehend gespielt. Und das auch mit Bellen zwischendurch. Meine anderen Hunde wurden dabei natürlich auch immer wieder mal angespielt und den Kontakt zu mir gesucht. In meiner Bürozeit habe ich sie oft in den Garten gepackt, wo sie Diverses auf Links gedreht hat in der Zeit. 
Ich denke daher, dass Dein Welpe ziemlich normal ist.
Würdest Du auch ein 2-jähriges Kleinkind ganztägig ins Büro mitnehmen und Dich dann darüber wundern und ärgern, dass das Kleinkind sich nicht "benehmen" kann, um 8 Stunden lang ruhig zu bleiben?
(Mein 15 Wochen alter Welpe versucht übrigens gerade die Fledermäuse auf dem Bildschirm zu fangen, danke DF
)
Ich hatte mit Lucy damals ja einen Welpen, der schon mit 8 Wochen tiefenenspannt war (sind wir öfter drauf angesprochen worden). Und früh schon mit an der Uni war, da eh nur gepennt. Und mit Einzug quasi stubenrein war. Sie war der einzige von insgesamt 8 (!) Welpen, die in meinem Erwachsenenalter bei mir einzogen sind, bei der das der Fall war. Der einzige!
Lotta nun z.B. kann durchaus auch noch öfter als alle 2 Stunden Pipi müssen, wenn es entsprechend aufregend ist. Und meldet sich nicht zuverlässig.
Und ja, so ganz langsam, bekommt sie eine Idee davon, dass morgens nichts passiert (ist allerdings bei meinem Mann im Home-Office, bzw. mittlerweile auch mit den anderen stundenweise alleine) und da passiert wirklich nichts. Sie spielt selbst mit ihrem Lieblings-Plüsch-Baby-Dings, kaut auf Kalbshufen rum, beobachtet die Welt, wird ab und zu in den Garten geworfen und pennt auch mal. Aber da ist auch nichts spannendes, also nur rel. ruhige Selbstbeschäftigung.
Also, ein typischer Welpe (und 12 Wochen ist echt noch extrem jung!), der hat seinen Rhythmus und der ist rel. eng getaktet und viel Verhandlungsspielraum ist da an sich nicht, außer man stellt den Welpen zwangsruhig.
"Eat. Rave. Sleep. Repeat." So: wach werden, Hunger. Erkunden, spielen, kauen, spielen, 2 Stunden schlafen. Von vorne.
Ich finde es auch einfach heftig viel verlangt.
Es ist ja eine Kombi aus verdammt vielen Reizen und Eindrücken, für deren Verarbeitung gar keine Zeit da ist, und daneben sehr wenig Raum für normales Welpenverhalten.
Ich würde mich anschließen: unbedingt Plan B und langsames Heranführen. Je älter der Hund wird, umso länger werden die einzelnen Aktivitätsphasen und umso besser kann der Reize verpacken und umso weniger steht (aktuell völlig altersgerecht!!) Erkunden und Spiel im Fokus. Das soll und muss so in dem Alter. Wäre eher ein Grund zur Sorge, wenn nicht