Beiträge von Lucy_Lou

    dieser Hund geht doch den Interessenten nicht mehr aus dem Kopf

    Ja, aber die Interessenten sind Hundeanfänger und kennen den Hund nur von Bildern und einer Beschreibung. Und es ist ein erwachsener Mischlingshund. Alles kann, nichts muss.
    Ich mag da zu sehr Kopfmensch sein, aber im Leben nicht würde der Hund ohne vorheriges ausgiebiges Kennenlernen bei mir einziehen!

    btw... was soll er denn kosten?

    Und nur falls euer Bauchgefühl recht hat: Könntet ihr kostspielige Behandlungen finanzieren? Oder mit recht verhaltenskreativen Hunden umgehen? Ist euch viel wichtig (also habt ihr Kinder, Katzen, seid auf Betreuung angewiesen, muss der Hund alleine bleiben können, verträglich mit anderen Hunden sein, was ist an Auslastung geplant etc.)
    Je mehr Vorgaben man da hat, umso wichtiger ist als Hundeanfänger, den Hund vorab kennen zu lernen. Und das völlig losgelöst vom schlechten Bauchgefühl

    Also privat können die eventuell problematisch sein, aber nicht bei der ARbeit. Außer dein Hund sollte sie irgendwie bei der Arbeit stören.... Aber ganz ehrlich, dann hat dein Hund die "Schläge" aber auch verdient.

    Aha... Was auch immer "stören" bedeuten mag und wie gravierend "Schläge" sind (offenbar einkalkuliert)

    Noch nie hat einer meiner Hunde einen anderen attackiert.

    Das war nicht meine Frage...

    Will man einen guten Stöberhund, führt kein Weg dran vorbei ihn auch zu Trainingszwecken das Revier auf links drehen zu lassen. Finden die meisten Jäger selbst auch nicht so toll, aber es gibt eben keine bessere Alternative.

    Und heim gehen ist für die Hunde das Zeichen, dass die Jagd beendet ist. Da die ja sehr weiträumig unterwegs sind, dauert also ein bisschen bis die das mitbekommen und um die Distanzen zu überwinden. Klar laufen die dann alleine zum Treffpunkt (heim, wenn es geht).

    Und es gibt in Deutschland keine Alternative dazu, als Hunde unkontrolliert durch den Wald hetzen zu lassen zu Trainingszwecken? Egal wer da Angst hat, was die da an Wild verletzen und aufscheuchen und fliehende Kleinhunde sind halt Kollateralschaden? Um alleine beim Wild zu bleiben, der sich austobende Jung-Jagdhund differenziert da doch absolut gar nicht ohne Einfluss, der zerstört Ressourcen beim Wild. Ist das wirklich nötig? Bleibt da kein Wild geschwächt/verletzt auf der Strecke? Mit Sicherheit eine Menge. Das ist dann auch so "Pech gehabt halt..., gehört dazu?"
    Braucht es zwingend Treibjagden und Drückjagden? Also, ohne geht es nicht?
    Ich bin ja gar kein Gegner davon, gezielt bestimmte Tiere im Sinne des Naturschutzes, da kein natürlicher Feind vorhanden, zu töten. Mag Argumente geben. Aber zumindest bei uns ist alles übersäht von Hochsitzen. Reicht das nicht? Wenn ein guter Schütze da sitzt, leidet das Tier zumindest nicht lange, wird nicht in Todesangst gehetzt und niemand sonst wird gefährdet. Ich weiß recht genau, wo wann welches Wild bei uns im Wald ist, das dürfte ein vernünftiger Jagdpächter doch genau so gut wissen... Ebenso, wie ja angefüttert wird.

    Mit den meisten Jagdpächtern (wieauchimmer) komme ich hier sehr gut aus. Gibt genau einen, der meint, der Wald gehört nur ihm und der auch Drohungen loslässt. Hab den aber schon eine Weile nicht mehr getroffen, vielleicht gab es da mal Konsequenzen.
    Ich hatte aber vor ein paar Jahren mal ein sehr interessantes Gespräch mit einem örtlichen Pächter, der meinte, die nicht Ortsansässigen, die nur zu solchen Jagden herkommen oder "zum trainieren", wären durchaus ein Problem und da gäbe es sehr oft Beschwerden. Aber wäre wohl schwierig, da was gegen zu unternehmen (sofern nicht wirklich wer zu Schaden kommt und letztlich Aussage gegen Aussage steht).

    Was ich von hier bestätigen kann ist, dass nur die Hauptzugangswege (PKW-tauglich) mit Warnschildern versehen sind bei einer größeren Jagd, die kleineren Wege eher nicht. Finde ich ganz ehrlich ein Unding. Wenn man da eine Hundemeute hetzend durch den Wald rennen lässt (und der von Bonadea genannte totgebissene Sheltie ist ja nun kein Einzelfall), sollte das Gelände für mein Empfinden gesichert sein!
    Und auch, wenn man nicht direkt von der Kugel "betroffen" ist, da relativ dicht neben einem was einschlagen zu sehen (hatte ich persönlich auch schon) oder wie in dem hier genannten Beispiel dem Wildschwein mit draufgehetzten Hunden beim Sterben zuzusehen... nun ja...
    Ich würde niemals nie freiwillig in ein Jagdgeschehen laufen, aber dafür muss man erst mal die Chance haben, dem aus dem Weg zu gehen. Und das in einem Gemeindeblatt anzukündigen und fertig, ernsthaft?!

    Was würdet ihr sagen, sind die für euch "schwierigsten" Eigenschaften eurer Border, bzw., wo müsst ihr am meisten managen und was sind für euch so die vergleichsweise Selbstläufer, bzw. was schätzt ihr besonders? Also nicht allgemein, sondern explizit bei euern eigenen Hunden. Und klar, gibt immer 2 Seiten der Medaille und es ist immer, was man selber schätzt, aber würde mich interessieren.

    Wir sollten immer einen Welpen ableinen um zu schauen was sie machen, wie die verschiedenen Charaktere so sind.

    Da gibt es doch so lustige Menschen-Videos zu... Enya (Border) war schon mit 4 Monaten (da gab es keinen Welpenkurs, Corona halt, aber sie durfte Hoopers machen, da "Einzelsport" erlaubt war): das könnte ich..., du möchtest etwas anderes? Hast du in die Richtung geguckt, da hätte ich noch den Vorschlag :rollsmile: ... Und die anderen Hunde waren ihr so was von wurscht...

    Peaches (Sheltie, auch Corona-Kind) war eher so: ok, wenn der Hund da hinten woanders hin guckt, mach ich, was du möchtest. Yipieh!! Schau mal, kann ich!! Verdammt, der Hund hat doch zu mir geguckt (verschwandt hinter meinem Bein)

    Lotta jetzt (Sheltie, knapp 5 Monate) ist sehr ignorant Fremdhunden gegenüber und die Kleinigkeiten, die wir auf dem Platz machen, da interessiert sie alles drumherum nicht. Auch auf dem Hoopers-Turnier letztes Wochenende, sie hat was im Aufwärm-Bereich gemacht, Basics, was spielen, die anderen Hunde waren ihr egal.

    Ich liebe das ja...

    Menschen, die das können und wollen, werden überfüllt sein (bzw. aus sehr guten Gründen einen Schlußstrich ziehen, wenn es zu viele Hunde werden), da wirst du sicher nicht "einfach" jemanden finden, niemand seriösen.

    McChris Idee wird in 99% der Lebenssituationen vermutlich nicht umsetzbar sein, war aber auch mein erster Gedanke. Gartengrundstück extrem sicher eingezäunt mit Schutzhütte, wenn der Hund in der eigenen Wohnung nicht mehr tragbar ist. Mehr würden TH auch nicht bieten.

    Wobei: ist der Hund denn in der Wohnung zu sichern, kommt der zur Ruhe und hat der Orte, wo er -entspannt- gesichert spazieren kann? Oder geht da gerade gar nichts?
    Viel mehr wird der Hund sehr sicher nicht mehr bekommen in diesem Leben. Niemand reißt sich um einen solchen Hund, wirklich niemand. Man kann einfach (ja sorry, nicht einfach), schauen, was überhaupt geht, damit es für alle tragbar wird. Auf ein Traumzuhause würde ich nicht setzen, dafür gibt es einfach bei Weitem zu viele so Kandidaten und wer will schon eine "Aufgabe", die das Leben massiv einschränkt. Wer so Lebensumstände hat und will, wird voll sein mit entsprechenden Hunden.

    by the way ich würde gerne die Frage nochmal in den Raum stellen, wie viele Kilometer eure Hunde so schrubben in der Woche. Natürlich ist mir klar das man Auslastung nicht in Kilometer bemessen kann, aber nur mal so als Vergleich

    Kann ich gar nicht sagen. Wir gehen (außer im Urlaub) 1x am Tag spazieren, nicht öfter. So um die 1,5 Stunden, meist nicht gerade im Stechschritt, eher im Schnüffeltempo. Je nachdem, was sonst so ansteht, auch mal weniger. Dazu sind wir mehrmals die Woche im Training, machen einiges im Garten (haben da ja auch hinterm Haus einiges an Geräten) oder sie sind halt dabei (nicht alle, aber mal der eine oder der andere bei Baumarkt, Bummeln, jemanden besuchen und Co) und am Wochenende ab und an Turniere.
    Auf Spaziergängen laufen alle Hunde in der Regel frei (bis auf situativ halt, aber hier ist relatives Niemandsland und keiner von denen hetzt Wild). Da machen sie natürlich deutlich mehr Strecke als ich (gut, bis auf Smilla, die macht nicht mehr Strecke :pfeif: )
    Im Dunkeln gehe ich Zuhause überhaupt nicht spazieren. Nicht mit 5 Hunden angeleint und ich leine die im Dunkeln nicht außerhalb sehr sicherer Umgebung ab. Aber angeleint hat da keiner was vom Spaziergang, dafür ist das Tempo zu unterschiedlich und wer wo schnüffeln will.
    Muss dazu sagen, wir haben ein 3500m² großes Grundstück + angrenzend Schafweide, Waldstück, weitere Wiese etc. Da geht schon ein wenig was, ohne wirklich spazieren zu gehen morgens und abends. Und die beschäftigen sich ja auch miteinander. Trotz an sich ja sehr "aktiver" Rassen, scheinen sie mir sehr ausgelastet und ruhen in der Wohnung an sich meistens.