hat man eine Geräuschkulisse aus recht lautem Dauerrascheln,
Wobei die Aussage ja sinngemäß lautete, dass die Hunde zu der Joggerin hingelaufen sind - das passt für mich interpretationsmäßig nicht mehr zu einem gewissen Überraschungsmoment. Da scheint die Joggerin ja schon überholt gehabt zu haben. Was ich auch nicht einordnen kann, ist dieses "die Hunde haben in unterschiedliche Richtungen gezogen, dadurch kam es zum Sturz". Der klassische Auslöser schneller Bewegungsreiz passt da für mich irgendwie nicht.
Wobei ich das schon fast nachvollziehbar finde. Je nach Geräuschkulisse und Windrichtung bekommen auch die Hunde das nicht zwingend mit, bis die Joggerin quasi auf einer Höhe ist. Die Schäferhunde, die uns damals angriffen, der eine hing schon halb auf Grisu drauf, bis irgendwer von uns den mal wahrgenommen hatte.
Und dann denke ich an meine Shelties, die sich auch mal erschrecken können und einen Satz nach hinten machen. Es geht ja nicht jeder Hund nach vorne, wenn er sich erschreckt/an eine potentielle Gefahr denkt. Ein 6/7kg Sheltie haut einen dabei aber nicht von den Beinen, ein 30kg Hund ggf. schon, wenn der plötzlich rückwärts springt. Dann sitzt/liegt man da und weiß erst mal gar nicht, was eigentlich los ist, so ein paar Reaktionsmomente braucht man ja schon.
Elmo (?) erfasst erschrecktes Rudelmitglied + plötzlich liegende Besitzerin + schnell an allem vorbei laufendem (vermuteten) Auslöser dafür (gerade, wenn er die Nachbarin eh schon negativ angespeichert hat, was keinerlei Schuldzuweisung an das Opfer sein soll!). Er aber macht einen Satz nach vorne, da er eben nicht der im Zweifelsfall nach hinten agierende Typ ist. Halterin versucht noch die Leine festzuhalten, ist aber überrumpelt, Elmo reißt sich los.
Bis dahin kann die Joggerin durchaus schon 10 Meter weg sein. Schon hat man das Gesamtbild.
Ich denk da auch etwas an den Mali, der der Seniorin die komplette Kopfhaut weggerissen hat. Hätte sie sich schnell genug umgedreht, hätte es auch das Gesicht sein können, an dem der Mali sich auch besser festbeißen hätte können, während der HF ihn versucht wegzureißen. Schon ist das (halbe) Gesicht weg. Ich denke, das sind einfach reaktiv abgespulte Verhaltensweisen. Die Joggerin wird sich gewehrt haben, getreten, gebrüllt, die Halterin, dort angekommen, wird am Hund gerissen haben, daneben wird eine Rudeldynamik dabei gewesen sein.
Soll jetzt nichts schön reden, aber ich finde das Scenario gar nicht mal so unstimmig.
Welchen Grund hat es, dass nur ein Hund, und eben genau dieser als Täter benannt wurde?
Weil die meisten Menschen in einer solchen Ausnahmesituation kaum genug Gehirnzellen zusammen bekommt, um was anderes zu tun, als zu stammeln, was gerade am meisten Raum im Kopf einnimmt. Die Halterin war zwar nicht "vernehmungsfähig", aber sie wird etwas gesagt haben. Klar, nur Vermutungen, aber ich glaube kaum, dass sie sich da irgendwelche detaillierten Geschichten überlegt hat, kurz nachdem ihr Familienhund jemandem u.a. das Gesicht weggebissen hat. Sie wird gewusst haben, wer den Angriff eingeleitet hat und wer nach ihr rückwärts geschnappt hat. Mit Denken ist meiner Erfahrung nach nur noch sehr bedingt in einer solch brutalen, einen völlig überfordernden Situation nicht mehr viel