Beiträge von Lucy_Lou

    Ich frage mich auch, was es bringt, dass der Hund einen permanent anschaut beim Fuß? Gerade bei jagdlich geführten Hunden, aber auch im Alltag, fällt mir da kein vernünftiger Grund ein :???: . Gerade im Alltag soll der Hund doch schauen, wo er hin läuft?! Wenn er auf Kommando Blickkontakt aufnimmt, reicht mir das.

    Je nach Hundesport will man vielleicht 100% Aufmerksamkeit auf den Besitzer demonstrieren durch das permanente Anschauen?

    Meine Hunde können auch "richtiges" Fuß mit anhimmeln und am Bein kleben. Es ist für uns eine nette und abwechslungsreich zu gestaltende Aufmerksamkeitsübung.

    Fynnchen meint vermutlich, dass der Hund sich ganz auf die Seite legen soll, nicht nur der Kopf?!

    Der Aufbau ist ähnlich: Hund macht Platz, du hälst Futter in der Hand. Dann führst du die Futterhand vor der Schnauze des Hundes über sein Schulterblatt Richtung Rücken. Wenn der Hund mit Schnauze versucht zu folgen, kippt er automatisch leicht. Am Anfang sofort das Futter freigeben, wenn der Hund anfängt zu kippen, das dann langsam ausbauen. Ist eigentlich der gleiche Aufbau, wie bei der Rolle. Nur dass es bei toter Hund möglichst ruhig geübt werden sollte und eben die endgültige Belohnung schon folgt, wenn der Hund auf der Seite liegt.

    Na ja, mal ein plattes Beispiel: du magst ja auch Mama und Papa, auch wenn du unterschiedliches mit Beiden verbindest. Der eine ist vielleicht mehr fürs trösten und reden da, der andere für sportliche Aktivitäten etc.

    Ich kann gut verstehen, dass es dich trifft, dass du das Gefühl hast, dein Hund würde dich weniger "mögen". Aber dein Hund braucht ja eine Bezugsperson für den normalen Alltag. Es gibt viele Situationen über den Tag verteilt, wo sie schmusen will, hören muss, mit ihr gespielt wird, sie einen Orientierungspunkt braucht. Dadurch dass du so lange arbeiten musst, muss sie zwangsläufig deinen Freund dafür nehmen. Dadurch wird es auch immer selbstverständlicher für sie, sich in diesen Situationen an deinen Freund zu wenden.

    Es wäre ja auch traurig, wenn dein Hund den ganzen Tag nicht spielen, schmusen, hören würde, und stattdessen nur auf dich wartet. So wie es ist, ist es wesentlich besser für deinen Hund.

    Danke..., ich sehe in ihm vielleicht immer noch zu sehr den lieben kleinen Nachwuchs-Knuffel :roll:

    Ich werde ihn kommenden Sonntag dann mal einsammeln gehen, wenn er sich so aufführt...

    Zitat

    Wenn er schon so grob wird, daß er sie zwickt, etc. dann würd ich ihn generell von ihr wegrufen ...

    Was meinst du mit generell? In der Sonntagsrunde laufen die Hunde halt kreuz und quer und ab und an startet Grisu dann einen "Angriff". Ich müsste ihn schon permanent angeleint lassen, um völlig jede Interaktion zu unterbinden zwischen den Beiden :???: .

    Hm, so tragisch habe ich sein Verhalten bisher nicht gesehen.

    Zitat


    Ist er etwas unsicher, geht selber nicht so ohne Weiteres auf fremde Hunde zu, läßt der Hündin den Vortritt ?

    Eher das Gegenteil. Meine Hündin ist sehr unsicher fremden Hunden gegenüber. Grisu nimmt sofort freudig Kontakt auf und spielt auch gerne.

    Auch Menschen gegenüber ist er nicht unsicher, aber eher desinteressiert und deutlich reservierter als Lucy.

    Auch allgemein würde ich ihn nicht als unsicheren Hund beschreiben.

    Lucy ignoriert sein Verhalten meist, außer er kommt zu nahe. Nur eben in der Sonntagshunderunde traut sie sich nicht, ihn zurecht zu weisen. Du meinst also, ich sollte das dann übernehmen?!

    Hallo,

    es geht um Grisu, 19 Monate, Australian Shepherd-Rüde. Das Verhalten, um das es geht, zeigt er schon länger, nur hat es mich nie wirklich gestört. Ein anderer Thread hat mich nun zum grübeln gebracht, warum er das tut.

    Wenn Lucy (meine Hündin) mit anderen Hunden spielt (was seeehr selten vor kommt), springt er bellend drum rum. Er wirkt dann richtig angepisst. Sieht aus, wie ein lautstarkes Springteufelchen. Mein Eindruck ist, er würde gerne auseinander treiben, also das Spiel beenden. Das traut er sich aber nicht, da er dann von Lucy einen auf den Deckel bekommt. Wenn andere Hunde spielen, auch gute Hundefreunde von ihm, stört ihn das nicht. Will er seine Lucy für sich?
    Er zeigt dasselbe Verhalten, wenn Lucy einen flüchtigen Bekannten begrüßt. Also z.B. Nachbarn, den Postboten, Verwandte, die man nicht so oft sieht... Da hol ich ihn dann raus der Situation und er muss ruhig neben mir bleiben, bis Lucy fertig begrüßt hat. Er zeigt das Verhalten nicht, wenn Lucy Fremde begrüßt (weil er die Fremden nicht einschätzen kann?) und auch nicht, wenn Lucy mich, meinen Mann, meine Mutter oder gute Freunde begrüßt... Wobei er da auch von den entsprechenden Menschen eine Ansage bekäme...

    Was mir beim drüber nachdenken noch eingefallen ist: wir gehen jeden Sonntag in einer größeren Hunderunde spazieren. Da ist Lucy, trotz dass sie alle anwesenden Hunde kennt und mag, sehr darauf bedacht, nicht negativ aufzufallen. Das nutzt Grisu aus. Er sprintet immer mal wieder kläffend auf sie zu, zwickt sie, rempelt sie an oder springt bellend um sie rum. Außerhalb dieser Hunderunde würde er das nie wagen. Aber dort traut Lucy sich nicht, sich zu wehren... Den anderen Hunden in der Hundegruppe gegenüber zeigt er dieses Verhalten nicht.
    Eine mögliche Erklärung für Grisus Verhalten wäre, er ist relativ angespannt (nicht unbedingt im negativem Sinne) in der großen Hundegruppe und Lucy ist sein Ventil. Oder er testet einfach fröhlich seine Grenzen aus

    Besteht da überhaupt ein Zusammenhang, zwischen den verschiedenen Situationen, in denen Grisu dieses Radau-Verhalten zeigt? Ist es vielleicht einfach seine Art, mit Stress umzugehen?

    Nicht dass jetzt jemand denkt, da herrscht Kleinkrieg bei mir. Die beiden spielen, kuscheln, kein Futter- oder Spielzeugneid, keine sonstigen Probleme.

    Muss man ihn denn wirklich einsperren? Ich meine, merkt der Hund es nicht, wenn ihm zu kalt wird und zieht sich dann freiwillig zurück? Das setzt natürlich voraus, dass der Hund seinen Unterschlupf kennt und mag... Wenn du die kalte Luft draußen halten willst, probiere es doch mit einer Hundeklappe?!

    Wie baut man das Futtertreiben denn wieder ab? Wie funktioniert der Übergang zu ganz ohne Futter?
    Ich tu mich mit diesen Lockmethoden und Hund Futter vor die Schnute halten immer sehr schwer. Zum einen resultieren daraus dann die Hilferufe: mein Hund hört nur, wenn ich Futter in der Hand halte, zum anderen frage ich mich bei verfressenen Hunden auch, ob das beim verknüpfen nicht kontraproduktiv ist. Ich habe mir mit Grisu damals eine Junghundestunde in einer Hundeschule angesehen. Unter anderem sollte Hund lernen, sitzen zu bleiben, während Mensch ihn umrundet. Der Aufbau sah so aus: Hund wird Futter in der Faust vor die Schnauze gehalten, Mensch läuft um Hund herum, Faust bleibt dabei recht bewegungslos vor der Hundeschnauze. Dann sollte nach einigen Wiederholungen geschaut werden, ob Hund das schon verknüpft hat und man sollte es ohne Futter machen. Funktioniert hat es bei keinem, außer mir und noch jemandem, der es ebenfalls schon anders aufgebaut hatte. Problem ist: Hund nimmt nur "Futter!!!" war und hat keine Ahnung, was für eine Art von Übung da gerade um ihn herum abläuft. Das war zumindest mein Eindruck... Beim Futtertreiben, wenn man immer im exakt richtigen Moment das Futter freigibt, sind die Chancen auf richtige Verknüpfung vermutlich größer. Aber sucht der Hund dann nicht immer in erster Linie die Hand, wenn man das Fuß-Kommando gibt? Ich stelle es mir sehr schwer vor, von der Hand-Fixierung wieder weg zu kommen :???:

    Zitat

    ein auf uns zustürmender fremder hund, von einer meute ganz zu schweigen, würde unsere monate lange arbeit zunichte machen und das werde ich verhindern.

    Zumindest die Meute in Lucys Fall auch... Ich bin ein schlechter Hundehalter, ich habe sie von Welpe an :nosmile: . Naja, ein halbschlechter Halter, zumindest Grisu würde sich über die Hunde freuen :D . Spaß beiseite, ich persönlich denke im Übrigen nicht, dass ein "normaler" Hund sich automatisch über eine Meute heran stürmender Hunde freut. Ich persönlich denke nicht, dass es jedem Hund in die Wiege gelegt ist, alle Artgenossen superklasse zu finden, sofern inkompetenter Halter nicht alles kaputt macht...

    Zum Thema: wir gehen jeden Sonntag in einer größeren Gruppe Hunde, meist 8-10 Hunde. Wir lassen in der Meute Kontakt zu fremden Hunden nur sehr kontrolliert zu, da die Erfahrung gezeigt hat, dass sich schnell was hochschaukelt, bei der Gruppenstärke.

    Allerdings begegnet man hier bei uns auch ganz allgemein nur sehr selten mal Hunden auf Spaziergängen, da ist es vermutlich eh was anderes.