Blöder Titel, mir ist nichts besseres eingefallen.
Es geht um Grisu (Aussie, 2 Jahre alt): er hat sich vor gut 1,5 Wochen den Zeh-Ballen aufgeschnitten und in Folge dessen ein recht striktes Ruheprogramm. Im Haus bekam er eine knappe Woche lang einen festen Platz zugewiesen (kannte er vorher nicht). Spaziergänge waren eingeschränkt (so langsam wird es wieder), wenig Bespaßung, fast nur an der Leine.
Ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich ein Mensch, der seinen Hunden sehr viel Aufmerksamkeit schenkt, auf "Kontaktanfragen"/Blicke reagiere ich fast immer, und sei es nur ein freundliches "Jetzt nicht". Bewegungseinschränkung kennt Grisu auch kaum. Das heißt nicht, dass die Hunde nicht erzogen sind und machen was sie wollen.
Nun läuft er seit ein paar Tagen wieder länger mit spazieren und muss auch in der Wohnung nicht mehr strikt auf seinem Platz liegen. Und die Verhaltensänderung ist recht auffällig: in der Wohnung ist Grisu mir bisher meist hinterher getapert. Kein wirklicher Schattenhund, aber meist dort zu finden, wo ich bin. Nun sucht er selbsttätig die meiste Zeit seine Decke im Esszimmer auf und wenn er wirklich müde ist, geht er ins Schlafzimmer. Beim Spaziergang bleibt er deutlich dichter bei mir, läuft öfter mal hinter mir (das habe ich nie verlangt), wirkt irgendwie "ruhiger", an mir orientierter.
Ich weiß ehrlich nicht so ganz, was ich davon halten soll. Ich war eigentlich auch vorher schon recht zufrieden mit seinem Verhalten, es ist nicht so, dass ich mir diese Änderungen gewünscht hätte. Dennoch: habe ich ihn bisher zu viel bespaßt? Hatte er zu wenig Grenzen? Was würde er wohl wählen (an meinem Verhalten), wenn er könnte?