Beiträge von Lucy_Lou

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    Rassen, Geschlecht, Alter vorweg.

    Lucy: Berner-Collie-? Mix, 4 Jahre, unkastriert

    Grisu: Australian Shepherd, im April 3 Jahre, kastriert

    beide als Welpe eingezogen.


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    Wie ist die Grundsituation zwischen euren Hunden?Wer orientiert sich wann an wem, wer ist ranghöher, wer ordnet sich wann wie unter, wer regelt welche Situationen?

    Lucy hat absolut die Hosen an. Die meiste Zeit ignoriert sie Grisu, außer sie hat grad Bock zu mehr. Reagiert Grisu draußen auf etwas, kommt es manchmal noch vor, dass sie hin geht und schaut und ihm dann quasi mitteilt, da ist nichts, was willst du eigentlich?! Das war aber mehr, als Grisu noch jung war. Mittlerweile ist es ihr ziemlich schnuppe, ob Grisu einen Gegenstand, einen Menschen oder ein Geräusch seltsam findet, das ignoriert sie einfach. Grisu dagegen reagiert sofort auf alles, was Lucy vorgibt. Ist Lucy unsicher oder findet irgendwas doof, Grisu kümmert sich..., wenn ich ihn lasse.

    Lucy kümmert sich ganz allgemein um sehr wenig. Sie hat kaum Wachtrieb, eine recht hohe Reizschwelle und keinerlei Drang, sich um irgendwas zu kümmern. Da ist Grisu eher das Gegenteil...

    Lucy interessiert es auch nicht, wenn Grisu Kontakt zu anderen Hunden aufnimmt, so lange sie da raus gehalten wird. Verteidigen tut sie ihn auch nicht.

    Lucy hat auch allgemein deutlich weniger Interesse an ihrer Umwelt. Sie zockelt meist in engem Umkreis um mich mit, während Grisu eher vorne weg unterwegs ist und einen weiteren Radius hat.

    Körbchen, Spielzeug, Futter... da bekommt Lucy was sie will und wann sie es will. Es kommt da nicht zu Streit, Grisu räumt jeweils relativ freiwillig das Feld.

    Ich bin dennoch sehr sicher, dass Lucy Grisu sehr vermissen würde und es eigentlich wirklich gut findet, dass er da ist. Umgekehrt denke ich, dass Grisu als Einzelhund nicht unglücklicher wäre.

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    Wie viel Kontaktliegen, positiver Körperkontakt findet zwischen den Hunden statt?


    Kontaktliegen fast nie. Das scheitert aber eher an Grisu. Anfangs war Lucy recht rigoros mit ihm, wenn er sich unerlaubt genähert hat. Nun ist es so, dass Lucy sich durchaus mal an ihn legt, aber Grisu das nicht so ganz geheuer zu sein scheint. Meist geht er dann sofort oder nach wenigen Minuten. Die Ohren schlecken sie sich aber aus, sie lecken das Gesicht ab, knabbern Kletten aus dem Fell... Das scheinen auch beide gut zu finden.

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    Wie oft und wie lange spielen die Hunde ungefähr miteinander und wie sieht das Spielen aus?


    Fast täglich. Wobei es auch hier so ist, dass Lucy selten auf Grisus Spielaufforderungen eingeht, aber Grisu fast immer auf Lucys.
    Das Spiel ist relativ "heftig", viel raufen, viel Körperkontakt... Wobei das auch an Lucy liegt. Rennspiele mag sie nicht so sehr und Grisu nimmt halt, was er bekommt.

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    Finden Beutespiele statt? Wer beginnt? Wer beendet?


    Ja, aber das funktioniert eher selten. Das meiste an "Beute"/Spielzeug ist Lucy nicht wichtig. Und wenn Grisu es erst mal hat, rennt Lucy nicht hinterher, sie weiß, es wäre Energie-Verschwendung und Grisu ist eh schneller und wendiger... Sie hat da keine Chance, egal ob sie Hase oder Verfolger ist und verliert sofort das Interesse. Zerrspiele mögen beide, aber das klappt fast nur, wenn ich mit zerre. In dem Fall zerren eigentlich beide Hunde mit mir und finden das prima. Lasse ich los, folgt innerhalb kurzer Zeit ein ernsthafter Knurrer von Lucy und Grisu trollt sich. Werfe ich "Beute", an der Lucy Interesse hat, läuft Grisu nicht mit. Er bekäme auch einen auf den Deckel, wenn Lucy ihn dabei erwischt.

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    Hat sich etwas an eurem Spielverhalten geändert, seitdem mehrere Hunde im Haushalt leben?


    An meinem persönlichen Spielverhalten? Nein, kann man nicht sagen. Manche Spiele spiele ich mit Grisu nur, wenn Lucy nicht dabei ist. Umgekehrt hält Grisu sich eh raus, wenn ich mit Lucy was spiele.

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    Halte ich aber beiden einen Teller hin, schlecken sie Schnauze an Schnauze völlig entspannt.


    Das ist bei meinen auch so. Auch hier würde Grisu Lucy im Zweifelsfall alles überlassen. Habe ich den Teller (oder was auch immer) aber in der Hand, schlecken beide einträchtig nebeneinander.

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    Der Mann war etwas platt, fand es dann aber gut, dass seinem Tutnix-Hund mal eine aufs Dach gegeben hat, weil er immer gleich zu allen hingeht (was soviel heisst wie, er kann ihn einfach nicht abrufen).

    Jaaa, so etwas hatte ich auch schon mal :zensur: . Junger stürmischer Rüde um meine am herum springen, Lucy am grummeln, Grisu kurz davor, den Hund zum Teufel zu jagen und auf meine Bitte, den Hund wegzunehmen, wenn er keine Tracht Prügel einstecken will, kam dann nur: das wär schon ok, so lernt er es dann :schockiert: . Was meine dabei lernen, ist ja offensichtlich wurscht :/

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    Mein Beitrag sollte sich auch nicht wie ein Vorwurf anhören

    Nein, habe ich auch nicht so verstanden. Ich steh da nur selbst etwas zwischen den Stühlen und hoffe bloß, das richtige zu tun. Ich bin mir halt selbst nicht sicher, was wirklich das richtige ist...


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    Mein Tipp (meiner hatte auch einen Bänderriss im Knie, wenn auch nicht Kreuzband): Nimm das Meloxidyl. Das ist exakt genauso zusammengesetzt wie Metacam nur die preiswerte Variante. Es lohnt sich wirklich ist identisch. Mein TA hatte mich damals drauf gebracht. Ich hatte/hab das auch in der flüssig Version, genau wie Metacam.

    Ja, bei der Nachuntersuchung hatte mein TA auch gesagt, man könnte darauf umsteigen. Aber wir haben da wohl anfangs eine recht große Flasche Metacam aufgeschwatzt bekommen :p , die reicht noch ein Weilchen.


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    Ihr habt es schon hinter euch....

    Uns steht die OP morgen bevor.....ich hab so Bammel... :sad2:

    LG

    Lotte mit Pummelfee Pauline

    auch eine TPLO?

    Viel Glück für morgen!!

    Ich kann mich da im Groben Vallea anschließen.

    Am wichtigsten ist, selbst völlig souverän zu agieren, meiner Meinung nach, gerade bei einem Aussie.
    Der Ursprungs-Grund kann ganz einfach sein: dein Hund sieht, es gibt ein Problem und als Aussie hat er einen Drang sich zu kümmern und das im Zweifelsfall, indem er nach vorne geht. Der andere Hund ist unsicher, du bist nicht wirklich souverän, also kümmert Juno sich. Dann ist der Zweithund zwar weg, aber minimale Unsicherheit bei dir noch da... also kümmert Juno sich. Das muss rein gar nichts mit Dominanz oder mit Unsicherheit zu tun haben. Für einen Aussie finde ich das absolut nicht ungewöhnlich. Was hilft ist absolut selbstbewusstes Eingreifen deinerseits. Aussies orientieren sich ja in der Regel recht stark an ihrem Besitzer. Unsicherheiten führen dazu, dass der Aussie einen starken Grund sieht zu reagieren. Eine niedrige Reizschwelle, Schutztrieb, der Wille Aufgaben für das Rudel zu übernehmen, tun ein übriges.

    Und da spielt es letztlich keine Rolle, was der ursprüngliche Grund gewesen ist, was beim Aussie dazu geführt hat, zu denken, es müsste jemand eingreifen. Wichtig ist in erster Linie, dass du deinem Hund vermittelst, es ist nicht seine Aufgabe, du kümmerst dich und du hast es im Griff. Für mich liest es sich auch so, als hättest du deinem Hund (ungewollt) langsam immer mehr überlassen und ein Aussie sagt dann eher nicht: och nö, ich leb hier fröhlich vor mich hin, interessiert mich alles nicht wirklich...

    Das Beispiel-Bild ist doch arg dunkel und verrauscht und auf automatische "ich mach das besser" - Programme würde ich mich da nicht verlassen.

    Hast du irgendein halbwegs vernünftiges Foto-Bearbeitungsprogramm? Einfach "heller" machen bringt in der Regel keinerlei Bildverbesserung.
    Sehen alle Fotos so aus? Gehst du regelmäßig mit dem Nachbarshund spazieren und könntest Fotos bei gutem Wetter und vernünftiger Kamera-Einstellung machen? Ansonsten findet sich hier vielleicht jemand, der etwas Erfahrung mit Bildbearbeitung hat und deine Bilder (in Originalgröße!) etwas verbessern kann.

    Ich denke auch, letztlich waren ja beide Hunde nicht wirklich unter Kontrolle. Deine hatte Angst und hat sich selbständig gemacht, der andere Hund hatte Interesse und hat sich selbständig gemacht. Beides letztlich nicht optimal.

    Wobei ich zugeben muss, mein Vorteil ist, dass meine Hündin offensichtlich gefährlich genug aussieht, dass im Fall der Fälle kaum ein HH meine Aufforderung zum fernhalten ignoriert :p . Je nach Hund hat man es da sicher nicht leicht...

    Lucy bekommt Metacam, die Flüssig-Variante.

    Es ist ja immer eine Gratwanderung. Auf der einen Seite bedeuten Schmerzmittel, dass der Hund seine Grenzen nicht kennt, bzw. man selbst nicht merkt, was zu viel ist.
    Ich sehe da aber auch die Vorteile von Schmerzmitteln, bzw. mein TA und die Physiotherapeutin auch. Es ist wichtig, dass der Hund aus der Schonhaltung raus kommt. Schonhaltung bedeutet, der Hund verinnerlicht gewisse falsche Bewegungsabläufe und irgendwann macht er das automatisch, auch wenn keine Notwendigkeit mehr besteht. Das kann dann auch dazu führen, dass andere Bänder/das andere Bein überbelastet wird. Zum anderen steht es ganz massiv dem Muskelaufbau im Weg. Und die Muskeln sind nötig, um das Bein zu stabilisieren und eben eventuellen Folgeschäden vorzubeugen, bzw. das Bein wieder wirklich einsatzbereit zu bekommen.
    Auf der anderen Seite ist immer die Gefahr, dass der Hund sich mit Schmerzmitteln überschätzt und zu früh zu sehr belastet...

    Ich habe mich nun für Schmerzmittel entschieden und hoffe, dies ist für uns ein richtiger Weg.

    Mal ein kleines Update: morgen ist es schon 3 Monate her...

    Kurz vor Weihnachten lief Lucy eine Zeit lang ohne Schmerzmittel, humpelte da aber wieder stärker, zumindest an der Leine, bzw. wenn sie dran dachte, zu schonen. Eigentlich sieht alles gut aus, das Bein ist optimal beweglich... Ihre Physiotherapeutin meint, Lucy denkt zu viel... Um den Muskelaufbau nicht zu gefährden, sind wir dann wieder dazu übergegangen, Lucy eine reduzierte Dosis Schmerzmittel zu geben und sie läuft damit völlig normal. Anfang letzter Woche gab es noch mal einen Tag, an dem sie was stärker gehumpelt hat und seitdem, als sei nie was gewesen :smile: . Nun bekommt sie ja noch Schmerzmittel und ich bin da vorsichtig. 3 Monate Schonung und Hoffen einfach aufs Spiel setzen, geht natürlich gar nicht. Aber so langsam lasse ich wieder ein wenig mehr zu, lasse sie auch mal ohne Leine laufen und sie blüht total auf. Wie ein Junghund, voller Lebensfreude und Bewegungsfreude :D . Es ist total schön anzusehen! Ich reduziere nun die Dosis Schmerzmittel täglich um etwa ein Milliliter (ein Milliliter = 1 kg, wir sind zur Zeit bei 16 ml, Lucy wiegt so 32-33kg).

    Ich hoffe, wir sind damit über den Berg und in 1-2 Monaten kann ich sie dann wirklich wieder bedenkenlos alles machen lassen :smile:

    Ich persönlich sehe Ausdauer-Training (gleichmäßiges traben) nicht als besonders belastend an, aber es baut sehr viel Kondition auf. Was auch heißt, dein Aussie kann (und will) immer mehr. Was mehr auf die Gelenke geht, sind Sprünge, abruptes bremsen/losstarten, wilde Spiele (auch mit anderen Hunden), Galopp... Aber die Ansichten sind da verschieden. Ich wunder mich schon, wie einige sagen, lass deinen Hund nicht 15 Minuten traben, aber sie lassen ihn bedenkenlos 15 Minuten mit anderen Hunden toben :???: . Weil die Belastung da nicht immer auf die gleiche Stelle geht?! Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wart halt, bis dein Hund laut Tierarzt ausgewachsen ist.