mit das abartigste, was ich je gesehen habe :zensur:
http://www.youtube.com/watch?v=2f35F6…related&search=
mit das abartigste, was ich je gesehen habe :zensur:
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Ich würde davon ausgehen, dass sie Jagdtrieb hat, und wie andere schon schrieben, es vor allem Unsicherheit war, dass sie so angepasst reagiert im Moment und scheinbar bloß nicht (negativ) auffallen will. Ihr wisst nun aber, theoretisch kann sie die Grundkommandos, ist leinenführig und kann Wild ignorieren. Da werdet ihr sie vermutlich bei Zeiten dran erinnern müssen
.
Aber es zeigt ja auch, es kann klappen und ganz unerfahren seid ihr ja nicht
. Mit dem Meerschweinchen würde ich persönlich die Hündin mindestens einige Wochen nie alleine in einem Raum lassen, auch nicht, wenn das Meerschwein im Käfig ist. Das dürfte genau die richtige Größe für eine Zwischenmahlzeit für einen Husky-Mix haben. Aber es kann klappen. Meine Hündin würde draußen auch nicht zögern, mit Kleintieren kurzen Prozess zu machen und sie als Futter zu verwerten, dennoch akzeptiert sie, dass unsere Kaninchen tabu sind (quasi Frauchens Mahlzeit
).
Traut ihr euch denn zu, ihr da konsequent Grenzen zu setzen und am Jagdtrieb zu arbeiten, wenn nötig? Ihr seid ja auch mit einem Terrier klar gekommen
.
Ich wüsste nicht, warum ein Hund, der ein Jahr alt ist und Familienleben kaum kennt, sich besser integrieren sollte, im Gegenteil. Es ist enorm wichtig, was ein Hund im ersten Lebensjahr kennen lernt, Straßenverkehr, der Staubsauger, Kinder (!), der Fernseh-Krimi... Und Hunde sind wirklich anpassungsfähig und im Grunde Opportunistisch: sie wird schnell merken, dass sie nun zu euch gehört und das gut so ist.
Rangordnung klingt so starr... Ich denke schon, dass Hunde ein gutes Gespür für Hierarchien und Kompetenzen haben und als sozial lebende Tiere auch wissen wollen, wo ihr Platz im Gefüge ist. Das verhindert ja letztlich auch Auseinandersetzungen, wenn nicht bei jeder Kleinigkeit neu ausgefochten werden muss, wer sich denn nun was erlauben darf.
Aber ich würde es eher mit einer Familie vergleichen oder einer kleinen Firma vielleicht. Da gibt es diejenigen, deren Wort wichtiger genommen wird, diejenigen, denen man in Stress-Situationen vertraut, weil sie einen kühlen Kopf bewahren, diejenigen, denen man (in gewissen Bereichen) mehr Kompetenz zutraut. Aber zum einen ist kaum jemand perfekt und zum anderen hat fast jeder seine Nische, in der er wirklich gut ist. Das meine ich mit "zu starr". Und auch wirklich tolle Eltern/ein toller Chef, kann kaum verhindern, dass es nicht doch mal Kabbeleien oder Eifersucht gibt und sowohl Kinder als auch Angestellte neigen ja doch etwas dazu, auch ihr eigenes "Wohl" im Hinterkopf zu haben, zu versuchen, ihre Wünsche durchzusetzen. Sorry, ich glaube es ist noch zu früh, um zu formulieren, was ich sagen möchte...
ZitatNur warum sieht man das heute dann so extrem anders?. Trotz der erforschten Nachteile?
LG
das Schnauzermädel
Das ist wohl der Punkt. Sprech doch mal einen x-beliebigen HH auf der Straße zum Thema Vorteile und Nachteile der Kastration an. Was denkst du, wie viele meinen, die Kastration hätte 0 Nachteile, würden aber zu einem ruhigeren, gehorsameren, besser zu händelnden und verträglichen Hund führen und Nachwuchssorgen ist man oben drauf auch noch los. Das scheint mir die "Allgemeinbildung" zu sein. Wer ursprünglich für diese "Weisheiten" verantwortlich war
?
Aber doch keine Krieger ![]()
Vielleicht war es speziell bei den Kriegshunden so, dass da auch die Psyche der menschlichen Krieger mit rein spielte (dürften alles Männer gewesen sein). Was ist denn ein Krieger (und sei es ein Hund) ohne Eier? Je wilder umso besser, kastriert hat(te) vielleicht den Beigeschmack von nicht mehr männlich, also auch kein Feuer, kein Kampfgeist mehr?!
Ein kleines Update von uns ![]()
Was Lucy angeht habe ich das Gefühl, mit diesem oben angesprochenen Osterspaziergang ist der Knoten irgendwie geplatzt. Sie ist immer noch nicht bei jedem Hund tief entspannt, aber mir fällt es irgendwie leichter, zum einen einzugreifen, wenn nötig, zum anderen aber auch ihr zu vertrauen. Vielleicht ist einfach die Erwartungshaltung bei mir weg, sie muss doch da jetzt irgendwie einsehen, dass der andere Hund so doof nicht ist... Im Moment laufe ich mehr mit der Einstellung durch die Gegend: wenn du den Hund doof findest, auch gut, dann halte dich aber bedeckt an meiner Seite... und zumindest die letzten Wochen hat es gut geklappt ![]()
Vor ein paar Tagen z.B. kamen und zwei Golden Retriever an Flexileinen + ein großer Mix an kurzer Leine auf einem Waldweg entgegen. Einer der Golden Retriever machte Spielaufforderungen, der zweite ignorierte, der Mix fing an zu bellen. Und Lucy ließ sich hinter mich zurückfallen und trottete dort einfach weiter auf die Meute zu
. Kein Rute hoch, kein Nackenfell hoch... Ich bin dann in einem Bogen durch den Wald drumherum (ins Flexileinen-Chaos rein wollte ich auch nicht) und Lucy trottete entspannt hinterher. Gestern ein schmaler Waldweg, ein Husky kam uns angeleint entgegen, fixierte, Lucys Nackenfell ging hoch, Distanz reinbringen ging nicht. Lucy war ja neben mir und ich habe meinen Körper leicht vor sie geschoben, kein richtiges hinter mir gehen, aber ein kleines "ich bin auch noch da". Und Lucys Nackenfell und Rute ging runter und sie passierte ungerührt den mittlerweile bellend in der Leine hängenden Husky : ) . Auch gab es in letzter Zeit ein paar Kleinhundkontakte, heute sogar mit einem Hund in Cocker-Größe. Da vertrau ich ihr mitlerweile auch, je kleiner, umso weniger gestresst ist sie.
Dafür hätte ich Grisu heute mit den Ohren an die Wand nageln können :zensur: . Er war echt so toll in den letzten Monaten und heute?? Keine Ahnung, was da los war... Wir waren abseits des Weges am Talsperren-Ufer, als ein unkastrierter Dalmatinerrüde auf uns zu kam. Frauchens rufen ignorierte er. Ich bin langsam weiter gegangen und erst mal folgten meine Hunde mir auch. Lucy blieb dann stehen, Rute war oben, aber sie wirkte dennoch recht entspannt. Also dachte ich, prima, wenn sie Kontakt will, soll sie. In dem Moment explodierte Grisu, stürzte sich auf den Dalmatiner. Mein Nein! verhallte bei Grisu ungehört, dafür stand Lucy (zu meinem Erstaunen) Gewehr bei Fuß. Der Dalmatiner wehrte sich nicht, also ließ Grisu 2 Sekunden später wieder ab und beschnüffelte den Rüden interessiert. Ließ sich nun auch abrufen (na prima...).
Etwas später tauchte dann ein leinenloser Kleinhund auf. Eigentlich finden beide meine Hunde Kleinhunde uninteressant. Eigentlich bleiben beide meine Hunde bei mir stehen, wenn ich stehen bleibe. Ja, eigentlich. Ich blieb stehen, Grisu: juchhu ein Hund, stürmt hin, wedelt dabei mit dem ganzen Körper (na spinnt denn der??). Gut, den Kleinhund hat es nicht gestört. Grisu blieb dennoch den Rest des Weges an der Leine, genug Blödsinn für einen Tag...
Und wirklich, Grisu war die letzten Monate einfach toll, hat sich nicht mal von anderen Rüden provozieren lassen. Da muss ich die Zügel wohl doch wieder was kürzer nehmen :/
Mit Bauernhofkatzen ist es in Deutschland doch größtenteils heute auch noch so...
ZitatVergesst nicht, damals hat man an allem rumprobiert. Und skrupel im Sinne heutiger Moral waren eher unbekannt.
Es sind sicherlich Rüden kastriert worden. Warum blieb man nicht dabei?LG
das Schnauzermädel
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein durchschnittlicher Bauer/Arbeiter, der 14 Stunden und mehr am Tag geschuftet hat, auch nur die Energie gehabt hat, sich Gedanken darüber zu machen. Oder die Energie an seinem Hund "rumzuprobieren".
Zitat
Und da stellt sich mir die Frage, warum wurden Hunde nicht kastriert?
Warum hätte man das tun sollen? Ich vermute, Otto-Normalbauer ging das am Pöppes vorbei... Und wenn er grad halt keine Welpen brauchen konnte, weg damit. Ich denke, es hatte einfach niemand Interesse, Zeit, Lust... sich damit auseinander zu setzen. Und der Adel hatte seine Hunde doch eh im Zwinger, was interessiert den der Dorfköter?
Und es war sicherlich auch niemand da, der verbreitet hat, es ist alles besser, wenn der Hund kastriert ist (verträglicher, hört besser... was man halt heute an diversen Stellen nachlesen kann oder vom netten Nachbarn erzählt bekommt).
Und: es gab nicht wirklich Spaziergänge. Die meisten Hunde lebten im festen Rudel (bzw. mit bekannten anderen Dorfhunden). Es hat sicher niemand aufgeschrieen, wenn da mal ne Hündin gedeckt wurde und Auseinandersetzungen zwischen Hunden dürften a) seltener gewesen sein und b) hat es dann kaum einen interessiert.