Wachtrieb soll er keinen haben? Darf er bellfreudig sein? Könntet ihr euch vorstellen, Dummy-Arbeit zu machen oder Fährte oder Tricks üben... Soll der Hund viel Spaß an der Zusammenarbeit haben, will to please, oder was eigenständiger sein? Hunde, die gerne mit ihren Menschen zusammen arbeiten, brauchen das im Normalfall dann auch.
Darf der Hund Jagdtrieb haben?
Seid ihr eher ein sehr trubeliger Haushalt, habt ihr viel Besuch, seid ihr viel unter Menschen unterwegs? Dann würde ein nervenstarker Hund ganz gut sein. Wollt ihr ein Powerpaket, das Action ins Haus bringt? Oder mögt ihr den Hund vielleicht lieber was sensibeler oder was ruhiger?
Beiträge von Lucy_Lou
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Ja, vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. In der Beziehung bin ich auch alles andere als stressresistent. Ich mache mir so oft einen Kopf bei Hundebegegnungen, was könnte passieren, könnte es nicht doch ausarten... Blöderweise überträgt man den Stress ja dann auch auf die Hunde

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bin ich wirklich eine der Leute, die sich halt die Zeit nimmt, dass der Hund nicht zieht?
Hm...., da du keine Ferndiagnosen magst, fürchte ich, die Frage kannst du dir nur selbst beantworten

:clown:

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Ich würde mich auch über einen Reisebericht hinterher freuen
.Wir waren kurz in Montenegro im Mai und zumindest die Bucht von Kotor fand ich toll. Hab auch schon überlegt, ob man nicht noch mal was länger dort bleiben könnte und dann weiter nach Serbien, Mazedonien... Wie gesagt, berichte mal hinterher

Wir hatten auch Gesundheitszeugnis, Tollwut-Titerbestimmung, Impfungen... Hat in unserem Fall absolut niemanden an egal welcher Grenze interessiert (Z.B. Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland...). Aber drauf verlassen kann man sich natürlich nicht.
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wow, euer tag ist ja absolut durchstrukturiert.
bei uns gibts weder feste zeiten noch ein festes "tagespensum" an beschäftigung oder bewegung.
Diejenigen, die zu festen Zeiten außer Haus sind und arbeiten, können ja kaum anders. In meinem Fall liegt es wohl an mir
. Hätte ich keine festen Zeiten für die Hausarbeit, ich würde sie ewig aufschieben
. Der Rest richtet sich so nach Fitness-Phasen von mir. Vormittags bin ich deutlich leistungsfähiger, also schaue ich, dass ich den Großteil der "Kopfarbeit" da erledige. Mittags die große Runde mit den Hunden brauche ich einfach. Der Haushalt muss danach gemacht werden, damit ich ihn überhaupt mache... Der Nachmittag gestaltet sich dann eher lockerer -
Grisu prügelt sich. Bei den entsprechenden Kandidaten kennt er nix, da fliegen die Fetzen... Da hat das Sensibelchen dann auch plötzlich keinerlei Angst mehr, selbst etwas abzubekommen... In aller Regel sind das unkastrierte Rüden mit einem bestimmten Auftreten. Gibt auch ein paar Hunde (bzw. Situationen), da sind Unsicherheiten von mir und Lucy der Auslöser, dass er erst mal los prollt. Beim anderen Hund angekommen (bzw. der andere Hund bei ihm angekommen) scheint er dann zu denken, hm, was tue ich hier? Und es wird sich friedlich beschnüffelt...
Lucy macht es mir eigentlich leichter, trotz dass sie quasi niemanden auf Anhieb symphatisch findet. Sie ist längst nicht so aufbrausend, mehr der Typ, dem man beim denken zuschauen kann. Und sie geht Streit aus dem Weg, falls das möglich ist.
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Ich kenne die Frage zur Verträglichkeit auch, ist das ein Rüde? Die Leute sind dann eher baff, wenn ich mitteile, dass mein Rüde da grad wenig eine Rolle spielt, denn meine Hündin ist die ohne Kontaktwünsche... Ich glaube, ich kann da nicht so recht mitreden bei der Frage, denn Lucy ist eine Rüdin
. Sie markiert wie ein Weltmeister mit Beinchen-Heben, sie posiert und setzt sich in Scene, sie ist nicht zickig, aber ohne jeden Willen, Kontakt mit stürmischen, zickigen oder sonstwie aufdringlichen Artgenossen zu haben. Und macht das so deutlich, wie nötig.Es ist interessant, denn es widerspricht eher der gängigen Meinung: wenn Lucy einen anderen Hund nicht mag/zurecht weist, dann will sie bloß Respekt, Individualdistanz... Sie hat keine Erzfeinde in dem Sinne und es geht ihr auch nicht ums raufen bis zum letzten. Grisu dagegen, wenn der einen Hund doof findet, geht es ihm in keinster Weise um Rangordnung, Respekt oder etwas in der Art. Er will, dass der andere Hund sich bitteschön in Luft auflöst und nie wieder auftaucht. Er ist auch recht aufbrausend und pflegt seine Feindschaften. Findet er einen anderen Hund wirklich doof, gibt das nie wieder was... Auf der anderen Seite ist er dafür mit den meisten Hunden gut verträglich. Er kann zickig sein, er markiert kaum... Und äußerlich denkt eh jeder, Lucy ist ein Rüde und so im Vergleich dazu muss Grisu ja dann eigentlich eine Hündin sein. Meine Hunde scheinen das ein Stück weit auch zu glauben...
Mein Fazit: es kommt nicht aufs Geschlecht an, sondern auf das Individuum...
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Ich arbeite recht flexibel, auch nicht Vollzeit, teils im Büro, aber meist von Zuhause aus. So bleibt mir insgesamt recht viel Zeit für die Hunde.
In etwa sieht das so aus:
6 Uhr geht der Wecker, spätestens 6:30 Uhr stehe ich auf
. Lucy lässt sich kurz knuddeln und döst weiter, Grisu wird in den Garten gelassen. Dann duschen, Kaffee kochen, Katze füttern... Gegen 7 Uhr drehen wir eine kurze Runde durch den Wald, schauen dann nach den Schafen und lassen die Kaninchen aus dem Stall. Spätestens 7:30 sind wir wieder drinnen, dann ist auch mein Mann auf. Der fährt nach einer gemeinsamen Tasse Kaffee zur Arbeit7:45 - 11Uhr: ich arbeite, mache zwischendurch kurz Frühstückspause, die Hunde schlafen.
11-13 Uhr: wir gehen etwa 2 Stunden spazieren.
Dann mache ich Haushaltskram, was so ansteht, die Hunde schlafen. Von 14-16 oder spätestens 17 Uhr arbeite ich noch mal, die Hunde schlafen.
Irgendwann zwischen 16 und 17 Uhr sind wir dann noch mal 1-2 Stunden draußen. Teils noch ein Spaziergang, teils Spiel/Sport/Übungen in Grundstücksnähe, teils bekommen die Hunde aber auch nur noch Trockenfutter im Garten verteilt oder einen Kong und ich verbringe die Zeit mit Gartenarbeit.
Abends dann noch mal kurz zum lösen vor die Tür, meist so gegen 22 Uhr.
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Wow, ich bewundere dich dafür, dass du die nötige Geduld dazu hattest!

Und was hast du gemacht, wenn ihr mal unter Zeitdruck standet? Da wird man doch wahnsinnig oder?
Na ja, man zieht das ein paar Wochen wirklich absolut konsequent durch und damit hat man es so weit für immer geschafft
. Da würde ich eher wahnsinnig werden, wenn ich bis zum Sankt Nimmerleinstag immer und immer wieder zuppeln oder was auch immer müsste, damit der Hund auch bei Ablenkung ordentlich läuft. Mein Eindruck ist, auch dies ist hausgemacht
. Da übt jemand wirklich und achtet auf die Leinenführigkeit bei seinem Jungspund, aber in den wirklich entscheidenden Momenten tut er das dann eben doch nicht. Man geht zur Welpenstunde/Junghundekurs, Jungspund zieht wie ein irrer auf den Platz, nun gut, man will ja irgendwann mal drin ankommen. Auf dem Platz übt man dann Leinenführigkeit
. Oder ein Hundefreund taucht auf, na gut, versteht man ja, dass Jungspund sich freut und sollen sich ja auch begrüßen dürfen, also gibt man dem Ziehen nach. Jungspund lernt in beiden Fällen: wenn es mir wirklich ist, habe ich Erfolg mit dem ziehen. Oder was du angesprochen hast: Mensch hat es eilig, ist mit den Gedanken sonstwo..., da lässt man es mal durchgehen. Jungspund lernt: es ist situationsabhängig, wann ich ziehen darf und wenn mein Mensch nicht völlig bei mir ist gedanklich, kann ich fröhlich Ochse spielen. Irgendwann reißt Mensch dann der Geduldsfaden und es ruckt. Was soll der Hund dabei lernen
.Zu deiner Frage oben: wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe, habe ich es in den seltensten Fällen eilig. Und wenn ich ganz dringend schnell irgendwo ankommen will, nehme ich in den seltensten Fällen meinen stürmischen Junghund mit. Wobei es in meinem Fall auch die Wohnlage ist, ich muss nicht erst irgendwo ankommen, damit der schöne Teil des Spaziergangs starten kann.
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noch was zur Leinenführigkeit. Ich mache das so wenn Leo zieht bleibe ich stehen. Schaut er zu mir lockert sich die Leine. Soll ich dann immer in die andere Richtung laufen oder kann ich weiter gehen?
Was willst du in dem Moment? Du willst in eine bestimmte Richtung, aber ohne zerrenden Hund. Also dem Hund klar machen, mit zerren landet man nirgendwo, mit lockerer Leine geht es weiter. Was soll der Hund lernen, wenn er zu dir schaut und du änderst die Richtung? Das macht doch keinen Sinn für den Hund. Es muss schon ein Feedback da sein, was dem Hund vermittelt, das ist lohnenswert und erwünscht und das eben nicht.Zitat
Das ist noch ganz normal und wird sich mit zunehmendem Alter Deines Jungspundes normalerweise ändern. Wenn's nicht in Ordnung wäre, hättest Du sicher schon 'ne "Bedienungsanleitung" durch die HuSchu erhaltenDas wage ich mal stark zu bezweifeln. Weder sind alle Hundeschulen gut, noch ist es jemals ok, wenn der Hund japsend in der Leine hängt. Aufregung hin oder her...