Entschuldigung, es ist so schwer einzuschätzen, was wie ankommt...
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Beim ersten Foto war der Hintergrund ziemlich dunkel. Ich hatte es am Morgen fotografiert mitten im Wald. Aber du meinst, das im Hintergrund noch Blätter zu erkennen sein sollten?
Nein. Ich meine, die Kamera sagt, ok, das sollte hell sein, das sollte dunkel sein... Aber das helle ist so hell und das dunkle so dunkel, dass der Kamera die Töne dazwischen fehlen. Mir fehlt der technische Hintergrund, um es erklären zu können
. Es ist so: die Kamera kann x Abstufungen darstellen/erkennen, halt je nachdem, wie gut die Kamera ist. Also das ganz dunkel, das ganz hell und einen gewissen Teil dazwischen. Deiner Kamera fehlt es an genügend Zwischenstufen. Sie beschränkt sich ab einem gewissen Kontrast auf hell/dunkel, weil sie den Rest nicht mehr einordnen kann. Oft hat man das in der Art: in den dunklen Fellpartien sieht man die einzelnen Haare nicht mehr oder die helleren Partien auf einem insgesamt eher dunklen Bild wirken grell. Das bekommt auch eine eher gute Kamera eher nicht mehr hin (siehe die Nikon D70
). Eine noch weniger gute Kamera hat noch mehr Probleme damit. Es reduziert sich bei großen Kontrasten immer mehr auf extrem hell und extrem dunkel, die Details und Zwischentöne gehen verloren. Eigentlich versucht die Kamera das Foto optimal auszuleuchten. Sie erkennt, das ist dunkel, möchte es gut ausleuchten, also hellt sie auf. Dadurch wird das helle am Bild zu hell. Auf der anderen Seite versucht sie, das Helle gut auszuleuchten, also wird das dunkle zu dunkel. Was die Kamera da vorhat, mag bis zu einem bestimmtem Punkt funktionieren, wenn sie mehr Töne, mehr Abstufungen zu Verfügung hat. Das hat deine aber nicht.
Im raw-Format rechnet die Kamera weniger, sondern gibt dir die Daten, die halt da sind. Und dann kannst du selber entscheiden, ob du lieber das dunkle dunkel und im Hellen mehr Details möchtest oder umgekehrt.
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Das mit dem Kontrast finde ich interessant. Hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, das der zu stark ist. So lernt man immer dazu.
Siehe oben, ich glaube, das kam falsch rüber...
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Diese +/- Taste hat die Kamera. Ich habe sie jetzt im manuellen Modus gerade an. Wenn ich diese Taste drücke erscheint ein Kästchen mit weissen Streifen? Sieht aus wie das Histogramm im Windows, wenn man auf Bearbeiten geht.
. Die Streifen gehen nach links von 0 oder rechts von 0 wenn du es verstellst?!
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Desweiteren erscheint unten eine 6 und F11. Die "6" kannst du hochdrehen bis 4000 und runter bis 30". Ich glaube, das hat irgendwas mit der Belichtung zu tun. Ich habe gerade bei 11" fotografiert, das ging ewig bis zum 2. Auslösegeräusch.
Ich vermute mal, das F ist die Blende und die 6 die Belichtungszeit?! Die Blende sagt etwas darüber aus, wie groß die Öffnung ist, durch die Licht in die Kamera gelassen wird. Je größer die Öffnung, umso kürzer die Zeitspanne des Öffnens, um genug Licht für ein Foto herein zu lassen. Du brauchst eine bestimmte Lichtmenge, um das Bild optimal auszuleuchten. Große Öffnung = viel Licht fällt ein = du brauchst weniger lange öffnen. Kleine Öffnung = weniger Licht fällt ein = du musst länger öffnen (bei sonst gleichen Bedingungen). Daneben wird auch noch anderes durch die Blende beeinflusst, Tiefenschärfe z.B.
11'' müsste heißen, du hast 11 Sekunden belichtet; 6 bedeutet, du hast 1/6 Sekunde belichtest. Ohne Stativ ist das verwackelt. So ruhig kann man die Hand unmöglich halten, 11 Sekunden (und auch 1/6 Sekunde) völlig ohne zittern oder so und ohne dass das Motiv sich bewegt... geht nicht
Ich kann nur raten: fotografiere bewusst. Mach dir klar, was du gerade an Blende hast, was du gerade an Zeit hast und auch den Unterschied bei Belichtungs- Matrix-Messung und Punkt-Messung.