Beiträge von Lucy_Lou

    Schöner Thread :smile:

    Lucy weiß genau, was sie will und tut das auch kund. Schleppt die Leine an, wenn sie spazieren will, klettert mir auf den Schoß (sie ist ein Berner-Mix...), wenn sie gestreichelt werden will, kugelt den Wassernapf durch die Wohnung, wenn der mal leer ist und sie Durst hat. Außerdem seufzt sie seeehr theatralisch, wenn sie etwas nicht bekommt :roll: . Diskutieren tut sie auch. „Nein Lucy, wir gehen jetzt nicht raus!“ "Uah-wiou-auhh!" ist dann ihre Antwort, oder so ähnlich. Sie ist sehr begeisterungsfähig, wenn es um Beute machen oder Futter geht. Aber Bewegung nur um der Bewegung Willen... och nö... Will to please hat sie nicht.
    Sie hat extrem viel Geduld und ist nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Wenn sie etwas will, neigt sie allerdings zu Kopf-durch-die-Wand Aktionen, wählt eher den direktesten Weg, weniger den „besten“.
    Sie ist ein Genusshund, macht in der Regel das Beste aus allem und neigt nicht dazu, sich um irgendwas zu kümmern, wenn es nicht sein muss oder es zu ihrem Wohlbefinden beiträgt. Sie ist recht souverän, verlässlich und eigenständig.

    Grisu dagegen will sich immer einbringen, denkt mit, will es recht machen, übernimmt aber auch liebend gern jede Aufgabe, von der er denkt, dass sie gerade zu erledigen wäre. Wenn ich das nicht so sehe, muss ich ihm das schnell und überzeugend genug mitteilen… Er ist extrem reaktionsschnell und denkt schneller als ich, fürchte ich. Er ist dabei sehr sensibel, reagiert auf kleinste Stimmungen von mir. Er ist ein sehr ernsthafter Hund, der sehr klare Vorstellungen davon hat, wie die Welt sein sollte. Und es überhaupt nicht in Ordnung findet, wenn irgendwas in der Welt sich nicht wie vorgesehen verhält. Mittlerweile ist er allerdings deutlich beherrschter geworden, als das früher mal der Fall war. Eigentlich ist er recht aufbrausend…
    Grisu hat will to please, aber „Spiele“ machen ihm an sich keinen Spaß und verfressen ist er auch nicht. Dadurch fand ich ihn eher schwieriger in der Erziehung als Lucy, interessanterweise. Er lernt allerdings extrem schnell und begreift die Übung alleine dadurch, dass ich sie Lucy beibringe. Er neigt eher dazu, erst zu denken und dann zu handeln, wählt die beste Lösung, nicht die direkteste. Allerdings denkt er sehr schnell... Er wird leicht frustriert, wenn er durch nachdenken nicht zur Lösung kommt...

    Zitat


    Der Collie war aber doch Hütehund, da ist er doch eher eigenständig oder irre ich mich da komplett?? :???:

    Der Begriff "Hütehund" wird ja recht pauschal benutzt, für alles, was irgendwie am Vieh/Schafen arbeitet. Aber die Unterschiede sind groß. Eigenständig sind Rassen, die sehr unabhängig vom Menschen arbeiten, z.B. das Vieh beschützen. Wenn du dir einen arbeitenden Border Collie anschaust, der reagiert zwar auf die Schafe, in erster Linie arbeitet der aber extrem eng mit seinem Menschen zusammen. Andere Rassen sind mehr Treibhunde oder "lebende Zäune". Davon hängt dann eben ab, wie viel "Härte" der Hund mitbringt, wie viel Wachtrieb, wie eigenständig er arbeitet...

    Am Menschen orientiert sein ist ja grundsätzlich nicht negativ, kommt immer drauf an, was man schätzt am Hund. Die Langhaar-Collies, die ich kenne, sind alle sehr menschenbezogen, halten im Zweifelsfall immer Rücksprache mit ihrem Menschen (sofern der Mensch dem Hund keine völlige Inkompetenz vermittelt), sind sensibel und überhaupt nicht der Typ Hund, der taff seine eigenen Entscheidungen trifft.

    Der Amerikanische Typ ist meines Wissens was "fordernder". Die Briten wären mir persönlich eher zu weich und mit allem zufrieden.

    Zitat

    Einerseits würde ich Dir ja die Goldakupunktur ans Herz legen.
    Andererseits ist ein Patient, der schon mehrere Risse hatte, natürlich um so anfälliger :/
    Und die Frage, die sich mir stellt, kenne das ja von Bibo, ist es richtig, die Hunde völlig schmerzfrei zu machen, weil sie sich ja dann wieder übernehmen und dann vielleicht der nächste Riss droht?


    Ja, ich frage mich, was noch alles kaputt gehen könnte :/ . Und ich frage mich, ob ich lieber ein paar Jahre lang einen glücklichen schmerzfreien Hund haben möchte, als ein paar mehr Jahre einen Hund mit leichten Dauerschmerzen. Ich weiß es im Moment einfach selber nicht :/

    Zitat

    Ich sollte Spritzen bekommen, die mit Hyaluronsäure angereichert werden


    Danke für deine Antwort. Bin grad fleißig am quer lesen, was man geben könnte an Zusatzfutter, aber man wird etwas erschlagen mit Informationen. Du hast die Spritzen dann doch nicht bekommen? Lucy bekam heute ihre erste...

    Zitat

    Könnte noch jemand was zu meinen Fotos sagen? Hätte gerne Verbesserungsvorschläge...

    Das erste finde ich schön.

    Das zweite ist vielleicht was nah an den Beinen abgeschnitten?! Der Hintergrund ist halt auch recht unspektakulär und du hast den obersten Streifen am Bild dunkler, wo dann so ein Stück noch der Hundekopf rein ragt. Das würde ich eher anders aufbauen (wenn ich in dem Moment dran denken täte :roll: )

    Beim dritten Bild ist der Hund unscharf und das struppige Gras und die vertrocknete Pflanze… Der Hund hebt sich auch nicht so recht ab vom Hintergrund. Noch mal anders formuliert: der Hintergrund ist nicht schön und fällt dafür zu sehr auf, finde ich.

    Das vierte Bild ist unscharf und auch die Perspektive und der Bildaufbau gefallen mir nicht.

    Beim letzten Bild passt es mit dem Gras/Hintergrund besser, als bei Bild Nr. 3, finde ich. Aber eine Abwärtsbewegung des Hundes ist halt weniger schön, als eine Aufwärtsbewegung.

    Mir fehlt insgesamt auch etwas der Strahlen der Sonne in den Augen des Hundes.

    Zitat

    Dann haben wir noch ein Spiel, dafür braucht man eine leere Plastikflasche und einen Korb


    Das haben wir gerade ausprobiert. Schöne Idee :smile: . Lucy hatte es schneller raus, als Grisu, verblüffenderweise. Obwohl, wo es um Futter geht :roll: . Grisu fand es eher doof. Futter vor der Nase und trotzdem erst zur Flasche laufen müssen...

    So ein wenig die gleiche Richtung: Futter in eine Hand, dann beide Hände zur Faust machen und dem Hund hin halten. Die Futterhand geht auf, wenn der Hund die andere (!) Hand berührt.


    Das Flaschendrehspiel lieben meine Hunde :D . Obwohl sie auch recht wild dabei sind, aber macht ja nix. Mit Wäscheleine und 2 Bäumen kann man das auch gut im Garten machen.

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    Oder so was in der Art: Gegenstand (hier Futterdummy), den Hunde haben wollen, an einer Leine befestigen und so platzieren, dass der Hund an die Leine, aber nicht an den Gegenstand kommt.

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    Was ich auch gut finde: aufräumen :D . Also ein Spielzeug suchen und in eine Kiste werfen. Das habe ich letzte Woche mit Grisu versucht auszubauen: ein Rohr genommen, einen Trichter dran gebastelt, Rohr schräg gehalten und Grisu einen Ball "aufräumen" lassen. Er warf ihn in den Trichter, Ball kullerte unten am Rohr wieder raus. Ich dachte eher an eine Art automatische Ballwurf-Maschine, aber Grisu fand das so frustrierend, dass das mit dem aufräumen offensichtlich nicht funktioniert hat, dass er trotz Leckerlie nach dem 3. Versuch weitere Mitarbeit verweigert hat. Für Hunde, die gerne Bällchen holen, aber vielleicht eine ganz witzige Sache.

    Was Lucy noch toll findet: Luftballons in der Luft halten. Aber vielleicht eher nicht schreckhafte Hunde oder Mietwohnungen geeignet…

    Das ist auch ein Denkspiel für weniger zerstörungswütige Hunde: Papprolle, Schlitze rein und dadurch Pappstreifen schieben. Auf den Pappstreifen kommt ein Leckerlie. Da kommt der Hund dran, indem er den Pappstreifen heraus zieht.

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    Wir sind heute auf dem Spaziergang durch einen kleinen Ort gekommen, Grisu habe ich dort angeleint, Lucy lief frei. Kam ein Mann mit seinem frei laufenden Hund aus einer Einfahrt, sah mich, blieb stehen und fragte, ob meine Hunde Hündinnen wären. Ich zeig auf Grisu: nein, ein Rüde. "Oh", meinte der Mann und blieb weiter dort stehen. Sein Hund trabte derweil auf uns zu. Ok, Lucy recht frisch operiert, Grisu auf fremde Rüden nur bedingt gut zu sprechen... Ich teilte dem Mann mit, er möge seinen Hund einsammeln. Er schaute, als hätte er nicht recht verstanden und blieb stehen. Sein Hund beschleunigte, ich ging mit Grisu ein paar Meter weg und Lucy ging dem Rüden guten Tag sagen. Offensichtlich war es ein unkastrierter Rüde, denn sie fand ihn ganz ok :roll: . Irgendwann kam der Mann dann doch mal zu uns und meinte: "Ich bin ja sehr vorsichtig geworden mit Hundebegegnungen. Meiner ist schon ein paar mal gebissen worden!" Ich bin jetzt noch am grübeln, wie wohl die unvorsichtigen Begegnungen ausgesehen haben mögen, wenn er seinen Hund jetzt "vorsichtigerweise" zu einem fremden angeleinten Rüden rennen lässt :???:

    Ich hab ja beide meine Hunde von Welpe an, da hatte sie mir noch niemand versaut in punkto Leinenführigkeit. Das macht es sicher leichter, als wenn man einen erwachsenen Hund übernimmt, der das Ziehen schon gelernt und verinnerlicht hat.

    Mit Lucy habe ich erst sehr spät angefangen zu üben, da war sie schon über ein halbes Jahr alt. Vorher lief sie halt fast nur ohne Leine und ich hab aufs nicht-ziehen auch nie wirklich geachtet, wenn sie doch mal angeleint war :ops: . Tja, und irgendwann war sie dann plötzlich groß und stark :hust: . Trotzdem hat sie es dann eigentlich sofort verstanden, nachdem ich es ihr verständlich erklärt hatte. Also reines üben: vielleicht 1 Woche rumprobieren, dann den richtigen Ansatz gefunden und sie konnte es. Sie hat allerdings auch kein Interesse am Ziehen, hat im Normalfall eh die Ruhe weg und sähe Ziehen vermutlich als Energieverschwendung an...

    Grisu ist da anders... Mit Grisu habe ich von Welpe an geübt. Das Grundprinzip hatte er schnell verstanden, einfach weil er nie (!) mit ziehen Erfolg hatte. Wirklich ordentliches neben mir laufen, auch in stressigen Situationen oder sehr abwechslungsreicher Umgebung :roll: . Das war echt langwierig... Wir haben allgemein das Grundprinzip, der Hund darf die Leinenlänge (meist etwa 1m) ausnutzen (also kein "Fuß"), muss sich aber an mein Tempo anpassen und sich selbst zurück nehmen, wenn die Leine straff wird. Bei Grisu in entsprechend aufregender Umgebung ist das dann allerdings ein Drahtseilakt. Er hält die Leine dann gerne immer genau an dem Punkt, an dem ich es noch nicht als "zu straff" werte. So habe ich bei ihm nun ein Zusatzkommando eingeführt für solche Situationen, das besagt, dass er die Leinenlänge nicht ausnutzen darf, sondern neben mir bleiben muss. So klappt es in diesen Situationen mittlerweile auch.

    Ich hatte da ein paar Vorstellungen: sollte agil und arbeitsfreudig sein, am Menschen orientiert, begeisterungsfähig, kontrollierbarer Jagdtrieb, keine "harte Hand" brauchen, vielseitig interessiert sein... Hütehunde fand ich dahingehend interessant. Border Collies sind überhaupt nicht meins, ich kenne keinen, den ich auch nur geschenkt nehmen würde. Ich wollte einen Bearded Collie. Mein Mann wollte überhaupt keinen Zweithund. Dann lernte er einen Australian Shepherd kennen und meinte, das könnte er sich vorstellen. Ich fand keinen großen Grund, der dagegen sprach. Was mir Sorgen machte, war der eher starke Schutztrieb und was war mit Jagdtrieb?

    Grisu nun hat einen tollen Schutz-/Wachtrieb, finde ich genau richtig bei ihm. Ich finde es gut, wie reserviert, aber differenziert, er auf Fremde reagiert. Der Jagdtrieb ist gut kontrollierbar. Er ist sehr hoftreu, streunt nicht, ist sehr auf mich bezogen und begeisterungsfähig. Anpassungsfähig, sehr aufmerksam, sensibel und wachsam. Er ist (nach ungefähr 3 Jahren Arbeit :hust: ) ein sehr zuverlässiger und toller Alltagsbegleiter geworden, aber ein Aussie wird es für mich eher nicht mehr. Zu sehr an mir orientiert, viel zu sensibel, zu sehr aus allem gleich eine riesen Aufgabe machend. Ich mag mehr mehr den souverän-eigenständig-selbstbewussten Typ Hund. Heißt ja nicht, dass der nicht in seinem Interessengebiet sehr begeisterungsfähig ist oder in 2km Entfernung sein Ding macht ;) .