Wir sind mit ihr ja im Einzeltraining. Und unsere Training sagt immer wieder, dass sie gar kein Kontakt mit anderen Hunden will. Für sie ist im Training wirklich die Belohnung, dass zwischen ihr und dem anderen Hund Abstand kommt. Sie ist in dem Sinn also kein aggressives Monster. Sondern andere Hunde lösen in ihr die pure Panik aus. Und leider geht sie in diesem Panikmodus nach vorn.
Aber sie hat es geliebt mit Sanny durch den Garten zu toben. Genauso ist sie immer wieder zu ihm hin, um die Öhrchen auszulecken oder ein wenig zu kuscheln. Das hat der Große nur nie gewollt und ist dann gegangen. Zurück blieb eine bedröpelt drein schauende Shira. Sozialkontakt ist ihr also schon wichtig.
Rein in der Theorie, bräuchte sie so schnell wie möglich einen neune Hund. Er muss ihr Sicherheit vermitteln, er muss sehr verspielt sein und gern mit ihr Kuscheln. Dann wäre sie im 7. Himmel. Aber ich sehe eine neue Vergesellschaftung eigentlich als unmöglich. (Und wer gibt schon einen Hund in so eine Situation? Noch dazu müsste man diese eierlegende Wollmilchsau erst einmal finden.) Nur so wie es jetzt ist, kann es auch nicht bleiben. Drastisch ausgedrückt ist der Hund innerlich tot. Er frisst, trinkt und geht zum Lösen raus - das wars.
Einen THP oder Homöopathen aufzusuchen wäre vielleicht eine Idee. Eigentlich halte ich davon nicht so viel, aber ausprobieren wird nicht schaden.