Beiträge von Atrevido

    Ich bin ja mal gespannt auf eure Ideen...

    Der Hund sollte folgende Kriterien "mitbringen":

    - ab 45cm SH (Minimum) und 20kg aufwärts
    - Felllänge und-Beschaffenheit ist nebensächlich, allerdings kein Drahthaar und es sollte nicht extrem viel Fellpflege nötig sein
    - kein extremer Jäger
    - sportlich (auf Wanderungen mitkommen, am Fahrrad / beim Joggen mitlaufen, optional auch gerne Lust auf Agility und CaniCross haben)
    - gleichzeitig aber auch ausgeglichen und auch mal 2-3 Tage CouchPotato sein können, ohne hibbelig durch die Gegend zu springen
    - gern eigenständig/dickköpfig mit wenig WTP
    - kein sehr "redseliger" Hund / Kläffer
    - Wachtrieb ist kein Muss, darf aber gern vorhanden sein

    Zeit, Hundeerfahrung und Haus mit großem Garten ist vorhanden.

    Na fällt euch was ein? xD

    Hallo, ich verstehe deine Ungeduld absolut. Ich war genauso hibbelig. Aber wenn sie noch immer so unrund läuft, darf sie auch noch auf keinen Fall die Chance für Galoppsprünge haben.
    Was heißt denn die Wundflüssigkeit ist unter Kontrolle? Ist die Naht wirklich zu? Und bekommt sie noch Schmerzmittel? Liegt eventuell eine Entzündung im Bein vor?

    Wir wären dann auch dabei =)
    Da es ja wohl ein reiner Leinenspaziergang wird, würde ich wohl gern mit Shira (unverträglich) kommen und mit etwas Abstand zu euch mitkommen. Das wäre ein prima Training für sie. Wenn einer was dagegen hat, tausche ich die Hunde :D

    Ich fasse Schäferhund mal etwas weit, weil ich als Shepherdbesitzer mich auch manchmal von klarer Kommunikation reden höre.
    Für mich bedeutet es, dass der Hund durch seine Haltung, Mimik, Bewegung und auch Lautäußerungen klar verständlich sagt, was er mitteilen möchte, aber auch, dass er in der Lage ist, Kommunikation zu verstehen (wenn es "die Bauart" und Kommunikation des anderen Hundes das zulässt).

    Also z.B. wenn sich ein Hund nähert, dass er nicht frontal mit Karacho und am besten noch hüpfend auf einen anderen Hund zugeht, sondern in Bögen oder wenigstens den Kopf ab und an abwendet und sein Verhalten dann der Reaktion anpassen kann. Wenn der andere also schon die Ohren auf dem Hinterkopf hat, die Lefzen zucken etc. ggf. auch geht.

    Das schließt für mich noch nicht ein, dass der Hund immer adäqut handelt. Die Schäferhundin nebenan weiß z.B. sehr genau, dass unser Terrier explodiert, wenn sie mit der Pfote auf den patscht oder den in den Rücken kneift. Macht sie trotzdem, weil sie es einfach toll findet. Daher gibt es da kein Spiel mehr.

    Ich mache oft die Erfahrung, dass andere Menschen die Reaktion meines Hundes gar nicht mitbekommen. Die sehen nicht, dass der schon komplett zur Faust geballt mindestens 3x "Verpiss dich!", gesagt hat, bevor er aus der Hose springt. Dass andere Halter das erkennen, erwarte ich nicht, aber ich stelle ebenso häufig fest, dass es bestimmte Hunde (rasseunabhängig) auch nicht tun oder eben ignorieren. Diese "Du meinst das doch nicht so"-Metalität kann fies nach hinten los gehen. Ich weiß nicht, ob den Hunden das Kommunizieren "abtrainiert" wurde, weil wir Menschen viel Kommunikation gern mal wegtrainieren, aber es stört. Ein Hund, der z.B. gelernt hat, dass er nicht knurren darf, ist davon nicht glücklicher, einen anderen zu sehen. Ein Hund, der die Erwartungshaltung hat, auf jedem Spaziergang andere Hunde zum "Spielen" zu treffen, ist auch leicht daneben in meinen Augen. Daneben gibt es für mich aber auch Hunde, die durch ihre körperlichen Einschränkungen oder Attribute nicht klar kommunizieren können. Ich tue mich z.B. extrem schwer bei Plattschnautzen, die auch röcheln und Falten im Gesicht haben, mehr als zwei Regungen auseinander zu halten ...

    Okay, dann sind wir beide uns sehr einig.
    Aber ich habe Schäferhunde eher so erlebt, dass sie sich sofort drauf stürzen. Da muss nicht mal ein Kratzer bei raus kommen, aber erstmal hängen sie wild tösend über den anderen Hund. Oder wie hier auch schon mehrere Male erwähnt wurde, sie gern von hinten in einen reinbrettern. Oder sofort wild hüpfend wie ein Berseker den anderen Hund anbellen, ist für mich auch keine klare Kommunikation. Deswegen hätte ich den Schäferhund als alles andere als klar kommunizierend beschrieben :D

    Für mich gehört dazu, dass zunächst verwarnt wird. Damit der andere Hund auch reagieren kann. Und das kann man aus Höflichkeit auch 1-2mal wiederholen. Wenn man dann nicht in Ruhe gelassen wird, kann man natürlich aufbrausend werden.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, warum sich hier sämtliche Schäferhundhalter so angegriffen fühlen.


    Entschuldigt...das Wörtchen sämtliche war definitiv falsch gewählt. Ich wollte das hier nicht jeden unterstellen! Einige wäre passender gewesen.
    Ich schrieb ja auch extra, dass eben nicht alle so sind und freue mich immer hier von ganz normalen Schäferhunden zu lesen. Ich kenne (bzw kannte - zur Zeit hat niemand aus meinen Freundes- oder Bekanntenkreis einen Schäferhund) auch solche und solche. Nur leider sind die Negativbeispiele bei meinen Erlebnissen deutlich in der Überzahl, weswegen ich nicht vorurteilsfrei an die Rasse rangehen kann. Jedoch lasse ich mich bei einzelnen Individuum auch gern vom Gegenteil überzeugen.

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    Aber mal eine Frage gezielt an Schäferhundhalter: Was heißt für euch eine "klare Kommunikation"? Ich glaube nämlich, dass ich darunter etwas ganz anderes verstehe.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, warum sich hier sämtliche Schäferhundhalter so angegriffen fühlen. Ich habe in keinem einzigen Post hier gelesen, dass die Rasse vorverurteilt wird, nur weil sie wachsam ist, weil sie auf Fremdhunde verzichten können, weil sie nicht Jedermanns-Hunde sind usw...
    Es geht darum WIE die Hunde geführt werden und WIE sie ihre Eigenschaften ausleben dürfen.

    Hier wurde jetzt schon mal mehrfach geschrieben, sie seien halt Wach- und Schutzhunde, sie sind in der Regel halt er unverträglich und deswegen ist es halt normal, dass sie sich so aufführen. Wurde nicht wortwörtlich so geschrieben, aber das lese ich bei einigen Antworten von Schäferhundhaltern hier so raus.
    Ich habe auch eine Rasse die als Wach- und Schutzhund gezüchtet wurde. Trotzdem darf jeder an Haus, Garten, Auto und uns vorbei, ohne das er ein Piep von sich gibt. Er beobachtet nur. Aktiv wird er erst, wenn jemand das Grundstück betritt, ans Auto rangeht oder uns bedroht sieht. Das passiert dann aber nicht in absoluter Rage, sondern in einer Ruhe und Souveränität und bleibt auch ansprech- und abrufbar. Und das finde ICH für einen Wach- und Schutzhund normal.
    Er will ebenfalls nicht mit jedem Hund Kontakt haben. Aber dann wird eben einfach vorbei gegangen und gut ist. Und Molosser sind auch nicht Jedermannshunde und nicht unbedingt leicht zu erziehen. Es geht aber, wenn man denn will. Und beim Schäferhund gibt es halt recht häufig die Leute, die sich noch darüber freuen, wenn sich der Hund aufführt wie ein Berserker und Menschen Angst haben (aber es sagt keiner das alle Halter und Hunde so sind ;) ). Die wollen eben nicht.

    Meine "Voll-Krasse-Kampfhund-Schwanzverlängerung" führt sich bei zu geringem Abstand von anderen Hunden auch auf, wie hier beschriebene Klischee-Schäferhunde und sie würde, wenn man sie lässt, mit voller Beschädigungsabsicht drauf gehen. Wir haben sie jetzt 2 Jahre und seit 2 Jahren arbeite ich daran, dass sie sich eben nicht so verhält. Das andere Leute/Hunde keine Angst vor ihr haben müssen. Ich bin darüber nämlich keinesfalls stolz, sondern finde es furchtbar. Ich habe absolutes Verständnis, wenn die Leute einen Bogen um uns machen. Und ich habe auch Verständnis, wenn sie für viele Leute wieder das Klischee von bösen Kampfhund verstärkt. Finde ich natürlich alles andere als toll, aber was wird wahrgenommen? Ein austickender Hund einer bestimmten Rasse und das prägt nun mal das Bild der Rasse. Sich darüber aufzuregen oder sich persönlich angegriffen fühlen, käme mir aber nicht in den Sinn.