Hallo zusammen,
ich beschäftige mich derzeit mit der Frage was Trauer für ein Gefühl ist. Ist es egoistischer natur auf die Folge, dass man selbst jemanden verloren hat, oder geht es eher in Richtung Mitleid, weil der andere nicht mehr leben darf? Oder ist es weder noch?
Ich freue mich über Meinungen
Ich denke eine Mischung aus alledem...
Morgen ist mein bisher größter Verlust 3 Monate her. Er fehlt mir jeden Tag, jede Sekunde. Ich denke mehrmals jeden Tag an ihn. Mal mit einem Lächeln, mal mit einem Tranchen im Auge, mal mit Sturzbächen. Das ist nichts anderes als "egoistisch". Er fehlt MIR, ICH möchte ihn wieder um mich haben.
Genauso habe ich großes Mitleid mit ihm. Er ist gerade einmal 8 Jahre alt geworden. Sein Leben lang war er immer krank. Mal Kleinigkeiten, aber auch etliche große Dinge, viele OP's mehr als einmal war er bereits mehr Tod als lebendig. Aber immer wieder hat er sich mit eisernem Willen zurück gekämpft. Er wollte Leben und tat es jeden Tag mit großer Freude. Endlich konnte ich ihn ein großes Haus, mit großem Garten und etwas mehr Zeit bieten. Endlich hatten wir gerade alle seine Krankheiten im Griff und es ging ihm gut, er war einfach nur glücklich. Und da reißt uns von jetzt auf gleich dieser sch*** Milztumor allen den Boden unter den Füßen weg. Es ist nicht fair! Er hat das nicht verdient.
Wir sind empfindsame, emotionale Wesen. Wir können Freude, Angst, genauso wie Trauer empfinden. Warum dies nun so ist 