Erstmal lieben Dank für eure Antworten. Ich möchte mal nach und nach darauf eingehen.
Ich würde einfach versuchen "behutsamer" zu starten, also mit übertrieben viel Distanz zum anderen Hund zu starten. Irgendwo muss man ja anfangen. Manchmal macht es auch die Trainingsfrequenz. Ich hatte mit Sammy irgendwann so eine Trainierwut, dass wir das echt bis zum Erbrechen geübt haben. Wir haben jeden Tag gezielt etwas gemacht haben, sodass er einfach mitmachen musste und das durch die Wiederholung irgendwann im Kopf war.Vielleicht macht es dann auch schnell "Klick" im Kopf und ihr fallt wieder auf den alten Stand zurück, wenn sie sich erst mal wieder sicherer bei dir fühlt.
Die Belohnung für den Clicker würde ich auch sehr hochwertig wählen, vielleicht Fleischwurst oder Käse.
Da wo es geht, halte ich gern den übertrieben großen Abstand. Wenn sie erstmal in ihrem Panikmodus drin ist, ist nämlich auch die restliche Runde mehr oder weniger gelaufen. Danach reicht ein raschelndes Blatt und sie möchte sich aus Angst nicht mehr bewegen.
Nur gibt es ja immer wieder Situationen, wo ich einfach keine 30m Platz habe. Und da fehlt mir im Moment eine Taktik, sie so gut wie möglich durch zu lotsen.
Bei der Belohnung variieren wir immer zwischen Trockenfutter (wir barfen sonst), Käse, Fleischwurst, Leberwurst und das absolute Non-plus-Ultra Brie ![]()
@Atrevido
Ich würde mich mit Manci auch als Trainingspartner anbieten, wenn dir das irgendwie weiterhilft.
Danke, das Angebot ist total lieb
Würde Manci denn auch noch ruhig bleiben, wenn Shira den Casper aufführt? Dann wäre es in der Tat mal eine Überlegung wert. Bisher haben wir noch nie einen Hund getroffen oder mit ihm üben können, der wirklich gar nicht auf sie reagiert hat.
Wie wäre es eine längere Trainingspause zu machen und einfach überhaupt nicht an dem Problem zu arbeiten ? Bei Ninie hat das damals in Sachen Leinenaggro Wunder gewirkt. Später haben wir weiter gezielt daran gearbeitet, aber ich denke sehr viel Anspannung kam auch von mir.
Ansonsten muss man ausprobieren, der Maverick hat zwar kein Problem mit anderen Hunden, aber nur so als Bsp. Zeigen und Bennen klappt bei Fahrrädern wunderbar, seine größte Baustelle. Bei Menschen überhaupt nicht, ich denke da nimmt er oft nicht genug wahr - aber der Handtouch klappt dann oft trotzdem. Den haben wir so selbstbelohnend aufgebaut und er ist so einfach, das es gut klappt. Für den Notfall bauen wir gerade den Geschirrgriff gut auf. Anfangs hat er dann Angst bekommen, jetzt mit neuem Kommando funktioniert das schon recht gut, zumindest konnte ich ihn letzens super aus einem Knurrer rausholen.Ich denke man braucht einfach verschiedene Werkzeuge und muss lernen was wann wie funktioniert.
An sich keine schlechte Idee. Aber was mache ich bei Hundebegegnungen?
Abgesehen davon, dass ich mir immer Sorgen um Shira mache, wie sie die nächste Begegnung verpackt, ob sie wieder Auswirkungen auf den ganzen Tag hat etc, bin ich eigentlich total ruhig bei Hundebegegnungen. Auch unsere Trainerin (von der ich wirklich viel halte), hat uns bei Hundekontakt genau beobachtet und meinte ich mache an sich nichts falsch. Trotzdem kann sie sich offensichtlich nicht an mir orientieren :/
Den Handtouch bauen wir gerade auf um zu schauen, ob der vielleicht bei ihr funktioniert. Ich befürchte nur leider nicht, denn dafür müsste sie den anderen Hund aus den Augen lassen. Und das versetzt sie wirklich in Angst. Verstehe ich auch...wenn eine riesen Spinne vor mir sitzt, gucke ich auch nicht weg, sondern möchte sie im Auge behalten, bis mein Freund sie raus gebracht hat
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Das mit den Vertrauensübungen würde ich auf alle Fälle beibehalten. Das gibt Sicherheit und Vertrauen und Selbstvertrauen. Wir longieren, und machen gleichzeitig auch Lakoko. Dabei dreht sich alles darum, das er mehr Selbstvertrauen bekommt, sicherer wird, aushalten lernt und das ihm eben nix schreckliches passiert ;-) Das denke ich ist in euren Fall auch sehr sehr wichtig. Deshalb machen solche Übungen echt Sinn.
Den Bogen laufen würde ich nicht immer an eurer Stelle. Er sollte doch auch lernen, das er mit dir an anderen Hunden vorbei gehen kann,und dass dabei nix schlimmes ist.Du ihm eben die Sicherheit dabei gibst indem du ruhig mit ihm dran vorbeigehst.
Habt ihr schon mal versucht, das er den Futterbeutel oder ein Spieli z.B. trägt wenn ihr Hundebegegnungen habt ? Das klappt ja nicht bei jedem Hund, aber nen Versuch ists wert, bei uns klappt das super.Somit hat er ne Aufgabe und würde niemals nicht den Beutel aus dem Maul fallen lassen, ergo wirds schwierig mit drauf los preschen ;-)
Machen wir! Habt ihr vielleicht noch Ideen für Vertrauensübungen? Aber vielleicht sollte ich dafür lieber ein eigenes Thema starten...
Mit longieren habe ich mal ein bisschen just-for-fun als Beschäftigung angefangen. Inwiefern könnte das helfen? Lakoko sagt mir ehrlich gesagt gar nichts, informiere ich mich mal drüber.
Wir haben die Maus nun 2,5 Jahre und hatten in der Zeit natürlich zig Hundebegegnungen. In der Zeit ist nie etwas passiert. In der Theorie sollte sie also gelernt haben, dass sie Sicherheit von uns bekommt und Hundebegegnungen überhaupt nicht schlimm sind. Lange Zeit hatten wir das Thema auch relativ gut im Griff. Es ist schlagartig mit Sannys Tod wieder so schlimm geworden. Es gab keinen anderen Zwischenfall oder ähnliches. Im Moment steckt sie eigentlich so in ihrer Angst drin, dass sie überhaupt nicht lernen kann. Sie will einfach nur weit weg vom Hund. Daher ist das Bogen laufen, in ihrem Fall auch selbst angeboten. Wenn ich sie lassen würde, wäre der Bogen einige 100m groß. Sie will gar nicht in die Situation kommen, sich mit dem Hund auseinander setzen zu müssen. Aber das geht nun mal nicht immer. Und wenn dann die Distanz, die sie gerade braucht unterschritten ist, geht sie nach vorn. Das ist aber nie, ihre erste Intention. "Nur", wenn sie nicht weit genug weg kann. Deswegen bekommt sie ihre Bögen auch, wann immer es möglich ist.
Da sie im Garten (der einzige Ort, an dem sie ohne Leine laufen kann) extrem verspielt ist und sehr gern mit Spielzeug spielt, war das natürlich eine nahe liegende Idee. Aber selbst das allertollste Spielzeug ist draußen "uninteressant". Der Stresspegel ist einfach zu hoch.
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