Shira ist mittlerweile 5,5 Jahre alt und seit knapp 2,5 Jahren bei uns. Kastration war bisher noch nie ein Thema für uns, aber so langsam denke ich doch darüber nach. Mit jeder Läufigkeit steigt das Stresslevel und mit jeder Scheinträchtigkeit die Aggressivität von Shira. Bei der letzten Scheinträchtigkeit war es so schlimm, dass sie mit ernsthafter Beschädigungsabsicht auf unsere Katzen im Haus los gegangen ist. Obwohl sie bis dahin ein Herz und eine Seele waren und auch jetzt wird wieder viel gekuschelt und sich gegenseitig geputzt. Die Sorge, dass es beim nächsten Mal noch schlimmer wird und den Katzen doch mal etwas passiert ist natürlich groß.
ABER:
Wir haben Shira aus schlechter Haltung und völliger sozialer Isolation übernommen. Insgesamt haben wir schon große Fortschritte machen können, aber sie wird immer in allen Lebenslagen ein etwas unsicherer Hund bleiben. An ihrer Angstaggression gegenüber anderen Hunden arbeiten wir ebenfalls schon lang, auch mit Trainerin. Gegenüber den Anfängen (Hund im 500m Entfernung und sie hing schreiend, um sich schnappend in der Leine) sind wir auch hier schon einen großen Schritt weiter (Entfernungen bis ca. 25-30m sind gar kein Problem mehr, drunter je nach dem). Aber insgesamt ist es ein auf und ab. Was uns eindeutig jedes mal wieder nach hinten wirft sind unkontrollierte Hundebegegnungen und ihre Scheinträchtigkeit aufgrund der gesteigerten Aggression. An ersteren können wir leider nichts ändern, am Zweiten halt schon.
Aber nun hört und liest man oft, dass man unsichere und/oder aggressive Hündinnen eher nicht kastrieren sollte. Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Problematik?