Beiträge von Atrevido

    @Vinimaus

    Ich kenne auch ein paar Hunde die Hitze nicht besonders mögen oder nicht so gut mit klar kommen. Trotzdem können die sich meist noch ganz gut bewegen und die Einschränkung fängt eigentlich eher bei 25 Grad an. 15-20 Grad finde ich persönlich zB traumhaftes Wetter für lange Spaziergänge. Und dann da schon einen eingeschränkten Hund zu haben, ist nicht schön und hat für mich nichts mit einem Hund zu tun, der mit "Hitze" nicht gut klar kommt. Sie hat ganz offenbar nicht die Möglichkeit sich bei mäßigen Temperaturen ausreichend über die Nase runter zu kühlen.

    Die Allergien sind beim OEB schon extrem. Zumindest wenn ich mal in die 2 OEB Facebookgruppen quer lese. Ungelogen täglich postet da jemand ein Foto mit Quaddeln am ganzem Hund, offene Hautstellen, Pickelchen usw... Und mind. 80% der Hunde (und Menschen :roll: ) sind dort wirklich zum Wegrennen. Den Grundgedanken der OEB fand ich wirklich gut, klappt nur vorn und hinten nicht...

    Ich denk das kommt auch immer darauf an, für was man sich den Hund anschafft. Ich denke Shiras (Atmungs)Probleme würde man wirklich nicht merken, wenn sie 3x am Tag 10min durch die Innenstadt flanieren würde. Sie geht auch gern länger, aber sie würde sich über das geringe Pensum niemals beklagen. Ich möchte aber gern längere Strecken durch die Natur gehen, sie soll flitzen und toben können. Und dann merkt man sie eben doch recht schnell.

    Ein Erfahrungsbericht: Shira, OEB, knapp 7 Jahre mit verhältnismäßig langer Schnauze

    Ihr fehlen 4 Zähne, alle gezogen - 2 wegen Entzündung, 2 die aufgrund von zu wenig Platz in der Schnauze 2 andere Zähne stark beschädigt hatten und bis auf den Nerv frei gelegt hätten.

    Bewegungsapparat ist wirklich einwandfrei.

    Vom Gemüt her, ist sie allgemein relativ "faul". Bei kühleren Temperaturen, kann sie aber wenn sie möchte richtig Gas geben, wo sie keine Einschränken mit langschnauzigen Hunden im Vergleich hat. Ab 15 Grad (!) aufwärts bekommt sie allerdings trotz relativ langer Schnauze spürbar einen Leistungseinbruch. Sie hechelt deutlich schneller, deutlich tiefer und "pumpender". Ab 25 Grad geht sie eigentlich nie länger als 30min und die als wäre sie hoch betagt im tiptop Schritt und stark hechelnd. Im Garten tobt sie dann immer noch gern, muss sich nach wenigen Minuten aber immer wieder zum Abkühlen in den Schatten legen. Temperaturen über 30Grad und der Hund bewegt sich eigentlich nicht mehr.

    Allergien ohne Ende (von Hausstaub, zu sämtlichen Milben, zu Gräser/Kräuter/Bäumen und Fleischsorten). Hauptsächlich betrifft es die Haut die am ganzen Körper offene Wunden bildet, die anfangen zu eitern. Ganz schlimm sind die Pfoten, die anschwellen und ebenfalls aus dem Nagelbett heraus suppen. Für sie ist der Juckreiz natürlich unglaublich belastend. Zu ganz schlimmen Zeiten kommen dann noch Asthmaanfälle dazu. Ohne dauerhafte Gabe von Apoquel geht es bei ihr definitiv nicht.

    Die normale Atmung ist bei ihr geräuschlos. Ihr "pumpendes" Hecheln finde ich allerdings grausam mit anzuhören. Und alle paar Tage gibt sie komische, gurgelnde Geräusche von sich, wenn sie zB länger lag und dann aufsteht. Schnarchen tut sie immer mal wieder, aber nicht extrem (weder besonders oft, nicht besonders laut, nicht seltsam klingend).

    Ansonsten ist sie toi toi toi ein gesundheitlich fitter Hund, der "nur" wegen den aufgezählten Punkten den Tierarzt sieht (abgesehen von Kastration und einem Magen/Darm Infekt).


    Extreme Plattschnauzen wie den Mops und den allermeisten französischen und englischen Bulldoggen kann ich rein gar nichts abgewinnen. Aber ich gebe zu, ich finde Hunde mit gemäßigt verkürzten Fang und breiter Statur hübsch und niedlich. Das hat für mich nichts mit Fetisch oder sonst was zu tun, Geschmäcker sind halt einfach verschieden. Optisch sprechen mit langnasige Hunde zB eher nicht an, obwohl es die natürliche Schnauzenform ist.
    Aber die Erfahrungen mit Shira haben mich trotzdem stark beeinflusst. Ich hätte es vor ihrem Einzug mit 3 Jahren nicht für möglich gehalten, dass ein Hund mit der Schnauzenlänge doch noch so starke Einschränkungen hat. Von Allergien habe ich bei Bulldoggen auch schon verstärkt gehört. Dass das solche Ausmaße annehmen kann, hat mich aber auch geschockt.

    Wobei ein vor Schiete klebender Hund für mich ein ganz klares Argument für das Prinzip "Freiwilligkeit" wäre.

    So Marke "Geh mal da rein, nicht, dass ich Dich Stinktier noch anfassen muss....."

    Hätte ich damals auch außerordentlich begrüßt! :lol: Aber keine Chance. Starkregen, Hagel, Meer, Seen alles kein Problem. Aber wehe Gartenschlauch, Dusche oder Wanne, waren auch nur in der Nähe :roll:

    Und da es eh fast immer damit endete, dass ich mit rein musste, um zu verhindern dass Dusche oder Wanne von innen während des Fluchtversuches in Einzelteile zerlegt werden, war das dann auch egal. Erst im Alter ging es dann langsam. Die Begeisterung hielt sich zurück, aber man konnte es mit Leidensmine über sich ergehen lassen. Hach ja mein Großer :herzen1:


    Bei deinen Kühen würde ich wohl den Kärcher nehmen :lachtot:

    Also ich fänd es für den Hund auch deutlich schöner ihn aktiv, am Familienleben teilhaben zu lassen. Haare und ein bisschen Dreck machen nun nicht krank ;)

    Aber bevor der Hund "vergrämt" wird, möchte ich mal die Möglichkeiten in den Raum werfen.

    Nr. 1
    2-4 Welpenauslaufelemente in diesen 1,70m Durchgang stellen. Müsste natürlich so befestigt sein, dass der Hund es nicht verschieben kann. Die kleineren wird er wohl überspringen können. Die gibt es allerdings auch 1m hoch:

    Nr. 2
    Solltet ihr die Möglichkeit haben an Wand oder Tür Bohrungen vorzunehmen wäre eine Seitenmarkise auch eine Möglichkeit. Diese wäre super platzsparend sofort einzurollen und es gibt es in verschiedenen Größen:

    Da überlegt man, ob der große Hund noch eine wasserfeste Übergangsjacke braucht oder nicht...
    Und findet tatsächlich zufällig um die Ecke bei ebay Kleinanzeigen einen Miguel X von SofaDogWear in der richtigen Größe. Die Farbe ist gewöhnungsbedürftig für eine Hündin. Aber ne richtige Lady ist sie eh nicht, also passt das schon.

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    Ist das nur eine Frage der Abhärtung oder kann der Hund sich nicht doch erkälten, eine Blasenentzündung bekommen oder ähnliches?

    Genau kann ich dir das nicht sagen, wird wohl auch ein wenig einzelfallabhängig sein. Aber mein verstorbener CC brach sich ganz bewusst im Winter die Eisplatte vom See auf um durch das wirklich eisige Wasser langsam zu waten. Weder bekam er eine Erkältung noch eine Blasenentzündung.