Beiträge von Atrevido

    Getröstet hat mich Shira damals gar nicht. Eher fast noch mehr runtergezogen. Denn sie hing an dem großen wie an nichts und niemand anderen. Sie hat so entsetzlich gelitten und ich habe da erst gemerkt, dass wir nur eine sehr oberflächliche Bindung (wenn man das da überhaupt so sagen konnte) hatten. Ich hatte große Angst, dass wir wo Sanny weg war, überhaupt nicht mehr miteinander klar kamen. Also habe ich mich auf diese Aufgabe gestürzt, als - im Nachhinein - Ablenkung. Das tat mir gut. Und heute ist sie ein absolutes "Mamakind" und hängt sehr an mir. Wir brauchten offenbar auch etwas Zeit für uns. Also ja, das war definitiv eine Hilfe. Und wenn sie geht, wird Lito das sicher auch sein. Ein Stück weit bleibt die Routine einfach. Man muss trotzdem raus, füttern, spielen, etc. Ganz ohne Hund ändert sich ja der ganze Tagesablauf, wodurch diese Lücke noch präsenter wird.

    Mein Seelenhund musste ich kurz nach seinem 8. Geburtstag an Krebs gehen lassen. Er fehlt heute noch jeden Tag und das ist mittlerweile über 5 Jahre her. Da es für mich der "oneinamillion Hund" war, wäre das ganz sicher genauso gewesen, wenn er alt und betagt hätte gehen müssen. Aber ich bin überzeugt davon, dass es tröstlicher und leichter zu verarbeiten gewesen wäre. Ich habe heute noch manchmal große Probelme damit.

    Mich triggern seitdem Sätze wie "er/sie ist doch erst 12 Jahre alt" oder dergleichen. Am liebsten würde ich schreien, sei froh, dass es schon so viele sind. Aber nein, für diese Person sind das trotzdem noch viel zu wenig Jahre, weil natürlich jeder sein Tier so lange wie möglich bei sich haben will, absolut verständlich.

    Meine Hündin wird demnächst 11. Aus der Erfahrung heraus und ihre durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse von 8-10 Jahren ist sie für mich wirklich alt. Und dann halte ich mir vor Augen, dass andere Hunde in ihrer Größen- und Gewichtsklasse gern Mal 14-15 Jahre alt werden und in ihrem Alter viel, viel fitter sind/waren. Das tut weh. Aber das ist einfach ein schwieriges, sehr individuelles Thema.

    Dabei ist die Brut- und Setzzeit und damit die Leinenpflicht gerade vorbei. Bis auf ein paar wenige Gelegenheiten außerhalb davon, wird er es erst so richtig nächstes Jahr wieder tragen :hust:

    Ich habe nichts geschrieben von man sieht doch, ob der Hund ernsthaft krank ist. Drehe mir nicht die Worte im Mund um.

    Ich schrieb, dass ich nicht weiß was man bei einer einmaligen Untersuchung ohne Anhaltspunkte finden sollte, was vorher nicht aufgefallen ist. Das ist etwas anderes.

    Letztendlich entscheidet doch jeder selbst auf welche Punkte er beim Hundekauf achtet und die werden immer für jeden individuell sein.

    @Helfstyna

    Da gebe ich dir grundsätzlich Recht. Aber du willst mir nicht erzählen, dass vor jedem Hundekauf jetzt ein MRT und detaillierte Herzuntersuchungem durchgeführt werden sollen?

    Ich ging von einer schon tiefer gehenden, aber noch allgemeinen Check aus...

    Ich habe hier keine Vorwürfe gemacht, mir fehlt schlicht das Verständnis dafür, was da raus kommen soll, was ich nicht beim Kennenlernen des Hundes vorher bemerke oder worauf ich allgemein vorbereitet sein sollte. Zumindest in meiner Vorstellung schaue ich mir einen erwachsenen Hund genauer an.

    Da sehe ich in der Regel, ob er unrund läuft. Dann ist das wohl kein Hund, der zum passionierten Sportler sollte. Aber egal ob gesunde Hüfte (oder vergleichbares) oder nicht, fände ich es nicht sinnvoll einen großen, schweren Hund täglich Treppen laufen zu lassen.

    Oder die angesprochene Epilepsie. Die wird im aktuellen zu Hause/Tierheim/Pflegestelle wohl aufgefallen sein. Wenn nicht, wird die wohl kaum zufällig bei einer einmaligen Untersuchung diagnostiziert.

    Und das Thema man hat eventuell nicht die nötigen Finanzen einen kranken Hund zu übernehmen. Ja, nachvollziehbar, aber was ist eben dann, wenn der "gesunde" Hund für den man sich dann entscheidet kurz nach Einzug erkrankt? Dann ist ja immer noch kein Geld da...

    Ich geh da vermutlich einfach anders an den Hundekauf ran. "In meiner Welt", kaufe ich mir nur einen Hund dessen Bedürfnisse in mein Leben passen (also beispielsweise kein großen, schweren Hund in den 3. Stock), ich ausreichend finanzielle Rücklagen habe, usw... Ich wüsste einfach nichts, was bei einer einmaligen Untersuchung ohne bestimmte Indizien heraus kommen sollte, was vorher nicht offensichtlich war und mein Leben maßgeblich beeinträchtigt. Das dürften wenn eigentlich nur Kleinigkeiten sein und deswegen springt mir da der Vergleich zum Autokauf in den Kopf, wo man vorher alle Mangel beseitigt haben will. Aber hier reden wir von einem Lebewesen.

    Zu dem habe ich mehrmals geschrieben, dass ich andere Meinungen durchaus hinnehmen kann und versuche hier niemanden zu bekehren, oder vom Gegenteil zu überzeugen. Aber gut finden muss ich es ja nun nicht, genauso wie andere meine Meinung ja nicht gefällt :ka:

    Was soll denn bei einer Untersuchung raus kommen, dass der Hund keine Treppen steigen kann, was man ihn vorher in keinster Weise ansieht?

    Und wie man bei den letzten Beiträgen herausliest geht es eben doch darum, den Hund nicht zu nehmen, wenn er krank ist. Natürlich ist diese Entscheidung legitim. Am Anfang des Threads hieß es aber noch, dass es eben nicht heißt, man nehme das kranke Tiere nicht, man möchte nur um den Stand wissen...

    Achtung, die Terrier fliegen heute wieder tief :tropf:

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    Lito war tatsächlich noch nie in Fremdbetreuung. Nur bei der Familie oder einem guten Freund, das ging problemlos. Aber vermutlich könnte man ihn auch bei jedem anderen fremden Menschen lassen.