Nächstes Drama steht auch schon vor der Tür, Knubbel in der Gesäugeleiste. Medizinisch weiß ich am besten gleich eine Seite raus, das kann ich mir aber aktuell bei ihr einfach nicht vorstellen. Besprechen wir am Montag. Ist alles gerade ein schlechter Scherz.
Hat da wer von euch Erfahrungswerte?
Ich verdränge das jetzt erstmal, sonst ist es gerade nur zum heulen, einfach jetzt mal Ruhe haben wäre schön.
Meine Erfahrung dazu ist gerade ganz frisch und noch immer sehr emotional, daher weiß ich nicht wie sinnvoll sie für dich ist und pack sie in den Spoiler.
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Tu! Es! Nicht!
Wir hatten das nun gerade bei Shira. Von allen Seiten hieß es, es sei zwar ein kleiner Eingriff, aber die Hunde verpacken den wirklich gut und schnell.
Mein Gedanke war: nichts tun bedeutet eventuell den baldigen Tod. Operieren bedeutet im besten Fall krebsfrei, im schlimmsten Fall stirbt sie uns wegen des schwachen Herzens im OP weg. Aber dann wäre sie friedlich in meinem Arm eingeschlafen, ohne Krebsleiden. Also entschied ich mich gegen mein Gefühl (immerhin hätte man auch ohne OP eventuell noch Monate bis Jahre gehabt) und habe auf ärztlichen Rat gehört und die OP durchführen lassen. Aber das war nicht das Schlimmste was Eintreten konnte...
Donnerstag einen fitten Hund mit Mini Knoten hingebracht...und dann begann das Drama. Das Herz versagte während der OP, die Wunde hörte nicht auf zu bluten und es folgten Tage stationärer Aufenthalt, wo um ihr Leben gekämpft wurde. Zugedröhnt mit Opiate, wegen der starken Schmerzen und zur Beruhigung, weil sie völlig fertig war. Tägliche mehrere EKGs, gefressen hat sie überhaupt nicht mehr. Dann konnten wir ein körperliches, wie seelisches Wrack abholen. Starke Serome und Einblutungen durch den nötigen Druckverband am ganzen Körper, geschwollene Beine, Reaktionen auf Kleber und Medikamente, extreme Unruhe, 24h Dauerfiepen und über Tage ein kaum zur Ruhe kommen, nicht Mal auf Toilette konnte ich gehen, ohne das sie durchdrehte, weil ich sie eventuell verlassen könnte. Wir kämpften noch gut eine Woche von zu Hause weiter, beinahe täglich zur Klinik, inkl. nachts im Notdienst, durch Nachblutungen, Seromöffnung usw. Erst seit 2-3 Tagen sind nun endlich Besserungen in Sicht. An dem Hund ist aber nichts mehr dran und bis wir sie seelisch wieder richtig fit haben, dauerts wohl auch noch.
Kostentechnisch sind wir bereits deutlich über 5000€ und da kommt noch mehr. Wenn's dem Hund hilft, zahlt man das natürlich gerne, aber sie war vor der OP ein völlig anderer, viel fitterer Hund als jetzt.
Ich bereue die Entscheidung definitiv zutiefst und würde sie gern ungeschehen machen.
Am Abholtag