Beiträge von Fullani

    @Rikah wenn die Hunde damit aufwachsen, ist das einfach auch Normalität für sie. Seh ich genauso.
    Da ich ein Schausteller Kind bin, ist Mexx ( genau wie ich ) an den Wochenenden ebenfalls auf Volksfesten groß geworden.
    Der einzige "Schaden", den er davon hat ist, dass die Nase sofort auf Bratwurstsuche umstellt, sobald er ein Fest sieht :lol:

    Ich hab einen Hund, der seit seiner 9. Lebenswoche bei mir ist und in München City aufgewachsen ist mit allen möglichen und unmöglichen Reizen. Im Nachhinein war es sicher oft zu viel, aber für mich war das "normal" und daran, was für einen selbst normal ist, orientiert man sich dann ja.
    Irgendwas scheine ich aber "mehr aus Versehen" richtig gemacht zu haben, denn er kann selbst beim allergrößten Trubel abschalten, hält gut Ruhe und kann mit allen Situationen absolut souverän umgehen. Echt, den Mexx schockt nix.


    Felia kam im Alter von 5 Jahren zu mir. Sie kennt nur Dorfleben und war nicht einmal jeden Tag Gassi, sprich nur im Hof und Garten mit Besitzer und anderen Hunden.

    Also fast zwei Extreme.

    Man merkt: wie gesagt, Mexx schockt gar nichts. Der vertraut mir und sich selbst (wenn wir mal in einer Stadt sind, hat er diesen "Hallo Stadt, hier komme ICH und du gehörst jetzt MIR" Blick :roll: - der geborene Münchner Checker)
    Felia ist oft überfordert mit sich und der Situation, selbst wenn es gar nicht SO reizingensiv ist (Beispiel: ruhiger Café Besuch). ABER: sie vertraut mir inzwischen sehr und zudem orientiert sie sich am Mexx. Solange ich ruhig und entspannt bin, ist für sie alles okay und sie kann sich auch entspannen. Mexx trägt da seinen Teil dazu bei.

    Felia braucht also mehr meine Unterstützung, Mexx entspannt sich von alleine und nimmt viele Reize gar nicht so wahr, wie Feli. Beispiel Radfahrer im Wald. Mexx würdigt den keines Blickes, Felia starrt den an wie einen Alien. Oder Reiter. Oder Jogger. Usw. Sie will die nicht jagen o.ä. aber sie hat eine gewisse Anspannung bei Begegnungen (die immer weniger, also besser wird).

    Dafür ist Mexx wesentlich schneller auf 180 vom Erregungslevel. Könnte aber auch einfach seine Art sein. Er ist ja Mr. Für immer Kindskopf.

    Ich finde jedenfalls die Unterschiede meiner beiden Hunde, mit neuen Situationen umzugehen, sehr interessant. Nichtsdestotrotz können beide Hunde neue Situationen meistern.


    Lange Rede kurzer Sinn: ich finde das Eingangs Beispiel extrem "voll". Das wäre mir mit erwachsenen Hunden schon zu viel Stress, mit Welpen erst recht. Aber wenn das euer Alltag ist, dann ist das so und dann wird Welpe da rein wachsen.
    Ich finde Alltag ganz wichtig und angepasst dann neue Situationen.
    Aber immer entspannt, ohne, dass es in Stress ausartet und man ein Programm abarbeiten muss!!

    Aber nur Ruhe lernen und wenig rauskommen ist natürlich auch nicht so das Ideal.

    Man muss - wie immer - eine Balance finden, die für einen selbst und Welpi passt.

    Mexx hat ja quasi keinen Jagdtrieb, daran hat auch das trailen nix geändert. Für ihn hängt das absolut nicht zusammen, anderer Kontext. Er ist aber auch ein Hütehund, sprich bringt da schon ein anderes "Set" bezüglich des Jagens mit.

    Bei Felia kann ichs noch nicht richtig einschätzen.

    Aber eine Retriever Hündin aus unserer Gruppe hat anscheinend erst nach ein paar Wochen trailerfahrung begonnen, auch Spuren von Wild interessant zu finden. Da sie da schon 2,5 Jahre alt war, ist es wohl schon naheliegend zwischen dem trailen und dem jagen eine Verbindung herzustellen.
    Hat mich aber auch irgendwie überrascht. Deshalb die Frage hier.

    Habt ihr eine Meinung / Erfahrung zu dem Einfluss von Mantrailing aufs Jagdverhalten?
    Meint ihr es kann die Sache "verschlimmern" oder durch die zielgerichtete Auslastung besser machen?

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    Wir waren am WE trailen. Beide haben es gut gemacht.
    Mexx ist so ein kleiner Beamter, der bei Kreuzungen ja immer jeden Abgang prüft, bevor er sich entscheidet. Man muss ja alles sicher und ordentlich machen. Am WE allerdings hatte er oftmals Probleme und kam nicht mehr weiter aus der Kreuzung. Ich weiß nicht ob die VP ggf lange selbst überlegt hat und sich ein Pool gebildet hat, der Wind ungünstig war ...auf jeden Fall hat er mehrfach Hilfestellung gebraucht. War schon lange nicht der Fall und hat mich etwas gewundert...

    Felia machts nach wie vor toll. Muss bei ihr aufpassen, dass die nicht über Sicht ans Ziel kommt. Deshalb waren die VPs in letzter Zeit oft hinter Türen (in so einer SB Bank), auf nem Container etc, wo sie einfach nicht durchs gucken hin kommt. Hat guten Erfolg gebracht für mein Gefühl, sie sucht sehr schön =)

    Ich hab ein Hundebett, in das beide reinpassen theoretisch (auch wenns dann eng ist) und eine Box die offen rum steht.
    (eigentlich steht das Bett woanders, aber es wurde da gerade was renoviert =) )

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    Aber wird eh nur selten genutzt. Beliebter sind Couch, einfach irgendwo eine Ecke und Felia liebt es unter Tischen und Stühlen zu liegen.


    Bin so stolz auf die zwei beiden. Gestern war ein hardcore Tag. Insgesamt sechs Stunden Autofahrt, Biergarten Besuch, Restaurant Besuch, viele Menschen (Familienfest). Beide Mega superduper brav. Gute Hunde :herzen1:

    Hmm ich verstehe das durchaus.
    Toller Züchter beispielsweise erlebe ich unfassbar offen, was Krankheiten angeht. Da werden auf der Homepage bereits die Krankheiten bzw Gesundheitsergebnisse der Nachzucht veröffentlicht. Gebracht hat's den Ruf, eine kranke Rasse zu sein....

    Aber was wäre de Alternative? Alles still schweigend hinnehmen und weiter machen ?

    Schwieriges Thema, zweifellos.

    Das ist genau der Punkt.

    Nur weil jemand die Rasse bzw ein bestimmtes Merkmal kritisch sieht, macht das den individuellen Hund keineswegs schlecht.

    Ich finde zum Beispiel, dass Aussies Qualzucht Merkmale aufweisen. Heißt ja nicht, dass (meine oder allgemein) Aussies deshalb nun keine Existenz Berechtigung mehr haben.

    Etwas weniger rosa Brille und mehr Objektivität hat noch nie geschadet. Erst recht nicht bei ggf kritischen Punkten in der Zucht