Beiträge von Fullani

    Wir drücken dem Jules auch alle Daumen, Pfoten und Hufe!


    Ich habe mich gestern schrecklich gefühlt. Ich war auf dem Platz, Pony brav, die Offenstall-Kumpel-Besitzerin war mit ihrem auch auf dem Platz.
    Ich habe ja einen relativ neuen Sattel und sie wollte sich mal rein setzen. Mein Pony ist recht klein (1.50m), besagte Besitzerin recht mollig (ich weiß es nicht, aber schätze auf etwa 80 -85kg), ist aber bei der Vorbesitzerin jahrelang 1-2x/Woche auf Sila geritten.

    Also dachte ich - naja, für zwei Runden um den Platz wird es schon okay sein, früher haben sie das immerhin regelmäßig gemacht.
    Als sie Aufstieg (über die Aufstiegshilfe) schon riss Sila die Augen auf, den Kopf hoch und drückte den Rücken weg. Ich bin echt erschrocken, normal chillt sie erstmal, wenn man aufsteigt. Dann sind sie auf den Platz und Silchen lief grausam. Ich konnte kaum hinschauen. Es war nicht lange, aber ihr hat es DEUTLICHST nicht gut getan. Die Bekannte wollte dann galoppieren und mein Pony ist nur im Außengalopp angesprungen, wenn überhaupt. Das kenne ich seit einigen Monaten so gar nicht mehr. Schweifschlagen, Kopf hochgerissen, Taktfehler, volles Programm.

    Kann das tatsächlich für die wenigen Minuten schon daran liegen, dass sie ihr zu schwer ist? Liegt da dann grundsätzlich was dahinter, was nicht so ins Gewicht fällt wenn ich drauf sitze, da ich deutlich weniger wiege? Ich war dann echt nachdenklich und habe mich schrecklich gefühlt, Mein Pony so zu sehen hat mir wirklich selbst weh getan. Ich habe dann etwas anderes vorgeschoben, um das Ganze nach wenigen Minuten abzubrechen, weil ich ihr auch nicht sagen wollte "Sorry, aber du machst irgendwas, was meinem Pferd nicht gut tut oder bist zu schwer"
    Eigentlich reitet sie nicht schlecht, nur zu launisch für meinen Geschmack, aber das war da ja nicht der Fall

    Ohne Sattel und ohne Trense, halleluja... :shocked:
    Auf die Idee käme ich bei meinem Pony wohl nie xD Aber auch an Tagen, an denen meine echt brav ist, können in höheren Gangarten durchaus Vollstopps oder Haken passieren, weil irgendwo ein Blatt einen anderen Grünton hat oder man am Maisfeldrand/Waldrand entlang reitet |) Da wäre ich ohne Sattel sicher schon ein paar mal unfreiwillig abgestiegen


    :lachtot: :lachtot: :lachtot:

    Das ist 1:1 mein Pony :lachtot: Die fängt wenn sie ganz lustig ist auch das Bocken und im Ansatz das Steigen an :ugly:

    Ich versteh auch diese Mischungen nicht. Also den tieferen Sinn dahinter. Ich hab mein Ponymädchen echt lieb, aber manche Eigenschaften muss man echt aushalten können |)

    Ja das kenne ich...Mein Pony habe ich ja auch nicht direkt gesucht. Im Stall kennen gelernt, den guten Charakter ins Herz geschlossen und großzügig über diverse Probleme hinweg gesehen |) (und: ich weiß, diese Mitleids Tour ist echt Banane, aber sie hat mir bei der Vorbesitzerin echt leid getan... :tropf: )
    Sturheit vom Huzulen plus Hysterie vom Araber, ganz toll, dazu verpackt als Pony Stute und komplett versaut mit zum Teil unbekannter Vorgeschichte in Polen...das konnte ja nur anstrengend werden :lol:

    Aber ich muss sagen, dass es auch viel Spaß macht, sich etwas gemeinsam zu erarbeiten, WENN man denn dann endlich auch Fortschritte sieht :gott:
    Ein halbes Jahr war ich oft den Tränen nah (bzw näher als nur nah :muede: ) und ich hab an allem gezweifelt.

    Inzwischen fruchtet so Vieles, dass ich auch mit Rückschlägen gut umgehen kann (lernen verläuft eben in Wellen) ABER es geht eben auch immer wieder bergauf :applaus: das motiviert.

    Das nächste mal gibt's dann aber was zum selber versauen :D

    Ich finde aber allgemeine Verträglichkeit und Gruppenkompatibilität sind echt zwei Paar Schuhe.
    Meine Hündin z.B. findet fremde Hunde unnötigst, sie hat NULL Fremdhundekontakte.
    Freunde sind okay.

    Aber ihren Mexx mag sie sehr, die zwei sind ein eingeschworenes Team.

    Beim Mexx andersrum: er ist sehr verträglich und hat Hundefreunde, aber z.B. kuscheln wäre selbst mit jahrelang befreundeten Hunden undenkbar gewesen. Beim kleinsten Körperkontakt stand er empört auf.

    Und nun zwängen sich die zwei in ein Bett und er würde sich am liebsten oft AUF Felia legen.

    Ich finde die Qualität zwischen Hundefreunden (auch wenn sie oft als Gast da sind) und dauerhaften Gruppen schon ziemlich unterschiedlich und würde vom Verhalten nicht 1:1 vom einen aufs andere schließen. Unverträgliche Hunde können wunderbar glücklich in einer Gruppe sein und verträgliche Hunde könnten es total bescheiden finden =)

    Mir macht eigentlich nur das Ende Angst. Nicht, dass es ein Ende gibt, sondern wie es aussehen mag. Erkenne ich es rechtzeitig und gestehe es mir auch ein? Handle ich dann richtig?

    Über andere Horror Szenarien mache ich mir bewusst nicht zu viele Gedanken. Da könnte man ja kein Ende mehr finden, an potentiellen Gefahren...

    Und meine Lebensumstände haben sich so gravierend und so häufig geändert in den letzten 13 Jahren, seit der Mexx bei mir eingezogen ist, dass ich eines gelernt habe: wo ein Wille ist, ist meistens (! -leider nicht immer...) auch ein sehr guter Weg =)

    Interessanter Thread.

    Früher war ich immer hoch motiviert, sämtliche Hunderassen kennen zu lernen und irgendwann wollte ich Rasse X oder Y unbedingt mal haben. Somit freute ich mich auf ein Leben voller Mehrhunde-Halter Jahre =)

    Inzwischen bin ich etwas langweilig: ich habe zwei Hunde der gleichen Rasse. Und ich bin so dermaßen ausgefüllt und glücklich und zufrieden mit dem Duo.

    Einen von beiden alleine würde ich nicht haben wollen. Aber andere Hunde reizen mich de Facto auch gar nicht mehr. Ich möchte bitte MEIN aktuelles Duo haben, bis in alle Ewigkeit. Die zwei sind so perfekt für mich und meinen Alltag, es gibt NIX mehr auszusetzen oder woran ich arbeiten muss. Mag langweilig klingen, ist aber herrlich entspannt.

    Da der Mexx aber inzwischen 13 ist, stelle ich mir natürlich die Frage - was ist, wenn er nicht mehr ist? Felia als Einzelhund ist eigentlich keine Option, sie ist ein absoluter Gruppenhund. Wenn ich mal mit Mexx alleine unterwegs war und zurück komme, grinst sie bis über beide Ohren, ZUERST den Mexx an :lol: (und dann mich :p ).
    Mexx war übrigens viele Jahre Einzelhund, wenn ich jetzt die Kuschel-, Spiel- oder einfach „Auf hündisch ratsch“- Interaktionen der beiden sehe, weiß ich, dass er unheimlich vom Zweihundehaushalt profitiert.

    Nunja zurück zur Ausgangsfrage...ich schätze, es werden auf Dauer auch wieder zwei Hunde sein. Ich finde es nicht viel zeitaufwändiger. Gassi geh eh immer zusammen (ich bin unfassbar dankbar, dass der alte Mexx noch 4-5 Stunden locker mitgeht und Spaß hat! Da hatte ich mich auf mehr Zwangs Einzelrunden durch sein Alter eingestellt) und zur Beschäftigung...Ich traile mit meinen Hunden und klar muss ich einen Hund mehr Trailen, aber das macht mir Freude und so viel Mehraufwand ist es nicht, wenn man sowieso vor Ort ist.

    Über kurz oder lang ist die Lösung, dass beide Hunde bitte 100 Jahre alt werden und auf ewig an meiner Seite sein mögen =)

    Sollte einer nicht mehr sein, wird wohl zunächst mal einer alleine bleiben, bis man sich sortiert hat. „Auf Teufel komm raus“ Mehrhunde Halter muss ich nicht sein, aber durch die Erfahrungen als sowohl Einzel- als auch Mehrhunde Halter muss ich schon sagen, dass eine passende Hundegruppe unheimlich toll ist und sowohl die Hunde als auch die Menschen davon profitieren und Spaß damit haben.

    SO schlimm ist’s beim Mexx ja zum Glück noch nicht, Gott bewahre. Aber er nervt einen früh, wenn er nicht pünktlich zur üblichen Zeit sein Futter bekommt, er hört sehr selektiv und ist ziemlich stur und manchmal eben verpeilt. (Noch) nix dramatisches, aber es hat durchaus Nerv-Potential :lol:

    Wobei das stimmt, alte und kranke Hunde sind noch einmal eine Nummer für sich und echt schwierig...

    Herrje das mit der Border Hündin hört sich aber auch abenteuerlich an. Wobei das Grundstück halt auch verdammt groß ist :lol: