Beiträge von Eilinel

    krieg gleich besuch, deshalb nur in kurzform...wenn du magst, schreib ich morgen gern mal ausführlicher.

    loki war auch irgendwo dazwischen und ich hab mich seeeehr lange vor einer entscheidung gedrückt. heute, 4 jahre später, bereue ich die kastra keinen tag, und das obwohl er danach eine riesige neue baustelle hatte, die er unter dem chip davor gar nicht hatte. das einzige, was ich bereue ist, dass ich doch so lange gewartet habe.

    Also für das Abbrechen von Gras fressen am Feldrand oder Trinken aus einer Pfütze habe ich bisher keinen aversiven Abbruch gebraucht. Da hats auch immer der normale getan :ka:

    naja, es ging ja darum, dass man diesen abbruch eben gerade in situationen aufbaut in denen man ihn eben nicht braucht, damit er in situationen in denen man ihn braucht eben sitzt. aber klar, es gibt mit sicherheit hunde, bei denen man auch ein hundeleben lang wunderbar ohne auskommt.


    Ich komme mit meinen beiden so allgemein gut aus. Ich vermisse einen aversiven Abbruch bei ihnen nicht. Es mag sein, dass Finya damit auch in Wildgebieten freilaufen könnte (sie geht ja nur auf starken Sichtreiz hinterher, sonst ist sie längst wirklich brav), aber das will ich bei ihr nicht machen. Dafür ist sie wirklich der falsche Hund.
    Und bei Frodo...er würde von so einem klaren Abbruch definitiv profitieren, aber...

    das hier allein löst das Problem nicht.Dass der Hund damit entspannter wäre (und ich rede jetzt allgemein von gestressten Hunden, nicht von dem aus dem von dir eigentlich gemeinten Thread @Eilinel!), mag sein, aber dazu muss der Mensch das auch leisten können und das kann nicht jeder von jetzt auf gleich.

    klar, es muss für einen selber passen. ich mach das ja nun berufsbedingt auch öfter auch bei hunden, die nicht meine sind. manchmal leite ich die besitzer an, manchmal trainier ich das lieber selber auf, u.a. damit an der entscheidenden stelle eben kein timingfehler passiert. mal möchten die besitzer das, mal braucht der hund das und für den besitzer ist das auch völlig klar, dass das so ist...mal bräuchte der hund das, aber der besitzer tut sich schwer damit. dann versuche ich halt zu überzeugen und zu erklären, mal tu ich mir auch schwer damit, weil der hund eiiiigentlich ja total nett ist und mal käm ich nichtmal auf die idee sowas vorzuschlagen. ist eine sehr individuelle sache und es gibt ja auch ganz verschiedene versionen und intensitäten bei der geschichte. was nun nötig ist und für alle beteiligten passt muss man jedesmal aufs neue gucken. wollte da jezt auch nicht die werbertommel für rühren, aber mal sagen, dass es eben bei weitem nicht so schlimm ist, wie es oft dargestellt wird.

    @dragonwog @Murmelchen

    ok, damit habt ihr völlig recht, dass man das so verstehen kann, hatte ich nicht bedacht.
    aber diesen hund über strafe zu arbeiten habe ich natürlich nicht gemeint :gott:

    es ging mir rein um die beschreibung des stresslevels, das ich so in der form auch schon ähnlich erlebt habe OHNE dass das eine gesundheitliche komponente mit rein gespielt hat, aufgrund von fehlender klarheit. auch schrieb ich dass klarheit und führung fehlen...nicht strafe. strafe KANN eins von vielen werkzeugen sein, um eben dieses herzustellen.
    was ich eben meine ist dieses beschriebene den hund an der tür rumkratzen lassen, auf die küche springen lassen, am menschen hoch hüpfen, weil er essen in der hand hat, dieses beschriebend reinsteigern. momentan wird das über anbinden und aussperren geregelt. ob das in diesem beispiel die beste lösung ist, da möchte ich per ferndiagnose gar nix zu sagen. aber diese situation wie beschrieben laufen zu lassen (was mittlerweile ja anscheinend auch nicht mehr passiert) finde ich die schlechteste lösung.

    ich wollte wirklich nur klar machen, warum ich denke, dass strafe, auch wenn sie im ersten moment recht massiv erscheint, verglichen mit dauerhaften, hohem stresslevel das deutlich kleinere übel ist. dachte, das wäre wenn ich das krankheitsbild mal ausklammere wegen der lebhaften beschreibung ein gutes beispiel...wars wohl anscheinend nicht. mea culpa, dachte man versteht das so |)

    leicht OT, deshalb spoiler

    Spoiler anzeigen

    dieser fred hier:
    Lukas hat Angst zu verhungern...

    über den bin ich grad durch zufall gestolpert. das ist jetzt ein extrembeispiel, aber das ist genau das, wo ich eben der meinung bin, der stress den dieser hund durch unklarheit und rumgeeiere hat, ist um einiges gefährlicher, als so ziemlich jeder abbruch, der mir an dieser stelle einfallen würde.
    und ja, in dem beispiel spielt sicherlich auch noch eine gesundheitliche komponente mit rein. allerdings würde ich mich da nun nicht festlegen wollen, ob nun die gesundheit durch den stress beeinträchtigt wird, oder der stress durch krankheit entsteht.
    was ich aber damit deutlich machen möchte:
    dieser hund tut mir sagenhaft leid und ich hab echt bauchschmerzen bekommen, als ich den eingangspost gelesen hab. und auch, wenn das nun ein sehr extremes beispiel ist, hatte ich schon einige hunde im training, die auf einem ähnlichen level gestresst waren, einfach nur durch fehlende klarheit. wenn ich diesen zustand mit ein paar sekunden meideverhalten abgestellt kriege, ist das finde ich doch ein sehr kleiner preis verglichen mit ein leben unter dauerstrom.
    sicher gibt es fälle, wo es weniger eindeutig ist, sicher gibt es auch hunde, die überhaupt nie in ihrem leben einen abbruch benötigen und sicher muss man jedes mal abwägen, was nun sinnvoll ist und oft gibt es sicher auch grauzonen, aber so ist es doch bei allem.

    ich z.b. esse eier. vom bauernhof bei uns die straße runter. ich kann den hühnern von meinem speicherfenster aus zugucken. bin ich nun ein besserer oder schlechterer mensch als jemand, der komplett auf eier verzichtet oder jemand, der bioeier im supermarkt kauft?
    ich finde, wichtig ist einfach, dass man sich gedanken macht, reflektiert ist und das was man tut mit seinem gewissen vereinbaren kann. die beste trainingsmethode bringt auch nix, wenn man als halter nicht dahinsteht.

    puh...ich mag da gar nicht viel zu sagen, ehrlich gesagt...
    stell den hund in einer tierklinik vor, such dir einen kompetenten trainer vor ort (ich wünsche euch, dass der den ihr habt euch schnell helfen kann). ansonsten, sieh wirklich zu, dass du schleunigst den stress bei deinem hund reduzierst...ich könnte da jetzt tipps zu geben, aber in so einem fall wie eurem, möchte ich das nur aufgrund von beschreibungen nicht...ferndiagnose und so...
    aber ein guter trainer sollte dir da auch was zu sagen können =)

    Ich lese immer sehr interessiert mit und klinke mich auch mal kurz rein. Ist es in euren Augen eine Strafe für den Hund, wenn ich mich zu meinem Hund eindrehe und ihn so daran hindere an der Leine an mir vorbei zu laufen? Ggf. stelle ich auch noch den Fuß vor ihn. Ich berühre ihn dabei aber nicht.

    Würde mich über eine Antwort freuen.


    Liebe Grüße Alex :smile:

    das kommt auf deinen hund an ;)

    strafe ist alles das, was dazu führt, dass dein hund ein verhalten seltener zeigt. ob das nun bei deinem beispiel der fall ist, können wir von hier aus schlecht sagen ;)

    Ja schon klar. Ich wollte nur nachfragen ob es in der Situation erst eine softe Strafe gibt.

    ich finde, genau dadurch macht man sich sogar oft einen sauber trainierten abbruch wieder kaputt.
    ich arbeite ja in den allermeisten dingen auch eher zu nett, aber wenn ich mit strafe arbeite, dann stehe ich mittlerweile eher auf dem punkt, lieber etwas zu massiv, als zu lasch. sonst befindet man sich ganz schnell in einer unschönen abwärtsspirale, in der der hund sich langsam an die "strafdosis" anpassen kann und man dadurch immer massiver werden muss mit der zeit, weil der hund abstumpft.

    wir waren am Samstag in Kerkrade im Gaia-Zoo. sehr schön angelegte Gehege...falls ihr mal in der Nähe seid =)

    ich poste bestimmt später noch ein paar mehr, aber in das hier war ich so verliebt, das muss ich euch direkt zeigen :ops:

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