Beiträge von geordie

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    siehe Seite 89: das Verhältnis Kalzium und Phosphor

    Da steht wörtlich:

    Zitat

    Es ist umstritten, ob das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor wichtiger ist, [sic] als der absolute Kalzium- oder Phosphorspiegel (Tabelle 1). In der Praxis jedoch würde ein Futtermittel automatisch ein optimales Kalzium-Phosphor-Verhältnis aufweisen, wenn es so zusammengestellt wird, das [sic] es den Bedarf des Tieres an diesen Mineralstoffen deckt oder leicht übersteigt.


    Das heißt, laut dieser Quelle steht der Bedarf an erster Stelle.

    Wie hoch ist denn der P-Bedarf laut dieser Quelle?

    LG, Kay

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    ja hmm...habe nur gelesen, dass die zusätze sehr wichtig sind.
    aber was denn für zusätze?

    Barfers Omega Öl und Seealgenmehl. Ach und Bierhefe über die Zeckensaison.

    Und jetzt sind andere dran, das sind ja nur meine Favoriten :roll:

    Liebe Grüße
    Kay

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    Siehe Seite 220: Kalzium und andere Mineralstoffe / Vitamine und weitere Nährstoffe

    Da steht, dass es reicht, nur Kalzium zu supplementieren, wenn die Proteinmenge genauso groß oder größer als die Kohlenhydratmenge ist.

    Das trifft ganz klar auf Gingers Futter zu, sie bekommt unter normalen Umständen so 100-130g Tierisches und verschwindend wenig KH-Dichtes. Nehmen wir an, diese 100-130g wären ohne Knochen. Das wäre im Schnitt so um die 200mg P am Tag, siehe Datenbeispiele unten. (Aus dem "Gemüseanteil" kommt bei Ginger wohl nur eine Minimenge hinzu, aber das könnten wir bei Bedarf gerne überprüfen.)

    Bei 7,5kg sollte sie laut Meyer/Zentek 450mg Phosphor am Tag bekommen, laut dem amer. National Research Council wären es 375mg. Laut deiner Quelle wären hingegen die 200mg am Tag ausreichend: Man müsste nur Ca supplementieren und nicht Phosphor.

    Wolltest du wirklich nur aufzeigen, dass die verschiedenen wissenschaftlichen Quellen so dermaßen voneinander abweichen?

    Liebe Grüße
    Kay

    Daten aus Meyer/Zentek, Ernährung des Hundes, 2005:
    Phosphor in mg pro 100g:

    Huhn, ganz 200
    Brust, Schaf 155
    Keule, Lamm 22
    Kaninchen 180
    Spannrippe, Rind 132
    Kopffleisch, Rind 160
    Keule, Rind 195

    Herz, Rind 210
    Leber, Rind 360
    Leber, Huhn 240
    Blättermagen 80
    Schlund & Luftröhre 70

    *Lachs 200
    * http://www.nal.usda.gov/fnic/foodcomp/search

    Hi Tanja,

    das muss jeder für sich entscheiden, ich finde z.B. Seealgenmehl auch gut (Deutschland soll Jodmangelgebiet sein), aber man kann auch mit den Zusätzen schnell übertreiben, mach dich nicht verrückt :smile:

    Liebe Grüße
    Kay

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    Die Referenzwerte ala M/Z sind auf o.a.Rationen ganz offenkundlich nicht übertragbar.

    Bestes Beispiel dafür ist die neue [Werbung folgt]

    Ganz offenkundlich ist da nichts, und das neue Vitaminprodukt ins Spiel zu bringen stellt auch keine Begründung dar.

    EDIT: Ich glaube, ich habe "offenkundlich" möglicherweise falsch verstanden :???:
    Sorry, wenn das der Fall ist. Was bleibt: Es fehlt die Begründung, warum die gängigen futterwissenschaftlichen "Bedarfswerte" bei Kalzium ja, aber nicht bei Phosphor gelten sollten.

    Liebe Grüße
    Kay

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    Eine effektive Verwertung von Calcium findet übrigens auch nur statt, je niedriger die Calciumaufnahme ist, da eine niedrige Ca-Versorgung mit dem Futter zu einer wesentlich gesteigerten Resorption aus dem Darm führt , als eine zu hohe Calciumaufnahme.

    Das ist wissenschaftlich erwiesen!


    Warum solllte das überraschen? Es deckt sich mit dem gesunden Menschenverstand: Wenn man arg wenig an etwas Essenziellem gibt, muss der Körper das höchstmögliche Nutzen daraus ziehen. Gibt es einen Nährstoff in Überfluss, muss nicht alles verwertet werden. Ich fänds überraschend, wenn das Prinzip ausschließlich bei Calcium gelten würde.


    Zitat

    Was ich übrigens bei allen Barf-Rationen vermisse, ist die Zufuhr von Vitamin D.


    Du vermisst Vitamin D bei allen? Das nenne ich Allwissenheit :roll:

    Als ich meine Fütterung mit den Meyer/Zentek-Empfehlungen zu verschiedenen Vitaminen usw. verglichen habe, war Vitamin D locker gedeckt. Nicht, dass es das als Prädikat empfinde, nur so als Info.

    Anja:
    Wenn man sich an die Laborwerte orientiert und keine Knochen füttert, rutscht man (laut diesen Laborwerten) bei nur Ca-Supplementierung in eine Phosphor-Unterversorgung. Deswegen wird hier von Eierschalenpulver, Algenkalk, Kalziumzitrat usw. als alleinigem Knochenersatz oft abgeraten.

    Du sagst, diese Autorin hätte nichts gegen einen Knochen hier und da... eigentlich wäre ein gewisser Anteil Knochen bei sonst nur Kalziumzitrat notwendig, um den futterwissenschaftlich vorgeschriebenen Phosphorwert zu erreichen.
    Spricht sie P überhaupt an? Distanziert sie sich von den gängigen wissenschaftlichen Empfehlungen zur P-Versorgung? An irgendwelchen Laborwerten muss sie sich aber wahrscheinlich orientieren, wenn sie einen Knochenersatz empfiehlt?

    Liebe Grüße
    Kay

    Hi Luna,

    von Gemüseflocken halte ich persönlich wenig, ich habe aber auch das "Problem", dass ich das Gemüse nicht jeden Tag frisch zubereiten kann (hängt weniger mit Zeitdruck zusammen als mit den Minimengen, die ich bei meiner Kleinen brauche).

    Wenn du nur sonntags Zeit hast, kannst du so verfahren: Du pürierst für die Woche und frierst davon die Hälfte ein, den Rest tust du in den Kühlschrank, Mitte der Woche kannst du einen Pansentag ohne Gemüse einlegen (oder einfach so einen Tag ohne Gemüse), so muss das pürierte Gemüse maximal 3 Tage im Kühlschrank halten. Zum Einfrieren reicht eine einfache Gefriertüte, ist am Platzsparendsten.

    An Ölen gebe ich am Liebsten das Barfers Omega vom http://www.barfshop.de --ist teuer aber extrem ergiebig in der Dosierung -- einen Teelöffel am Tag pro 25kg Hund --, und enthält einen Vitamin E-Zusatz, was die Ölfütterung sehr erleichert. Wenn du Omega 3-reiches Öl (wie z.B. Lachsöl) regelmäßig gibst, was sich ja auch empfiehlt, erhöhst du den Bedarf an Vitamin E im Hundekörper, das muss irgendwie ausgeglichen werden.

    Liebe Grüße
    Kay