Beiträge von Senta2006

    Freilauf ist das bei jedem Jagdtrieb möglich? Es gibt doch Hunde mit Jagtrieb die nie freilaufen können oder?

    Also wir haben ca. 3 Jahre gebraucht, bis meine "überall" (nicht an Straßen natürlich) frei laufen konnte. Natürlich gab es da auch Situationen, wo ich sie mal für ein paar Minuten angeleint habe, weil ich wusste, dass da eine Stelle kommt an der man immer gleich 10 Hasen sieht oder so. Das muss man natürlich nicht riskieren. Aber ansonsten gibt es hier keine Gassistrecke, wo ich ausschließen kann, dass uns nicht was über den Weg läuft. Und so eine komplett von beiden Seiten begrenzte Strecke wüsste ich hier keine einzige. Wenn es danach ginge, hätte ich meine Hündin ja nie frei laufen lassen dürfen.

    Aber warum? Wenn Hund hört, ansprechbar bleibt seh ich da kein Problem. Ne 100% Garantie hat man ja nie. Die hat man aber auch bei Hund ohne Jagdtrieb nicht.

    Und ob das bei jedem Jagdtrieb möglich ist. Hm das kommt wohl immer auf Hund/Halter und Training an würde ich sagen.

    Aber so wie du schreibst, dass dein Hund hört und zurückkommt bei Wildsichtung, würde ich persönlich den auch im Wald laufen lassen. Why not? Was soll er noch machen außer bei Wildsichtung zurückkommen. Besser geht es doch nicht:???::ka:

    Achsooo ok. Naja Vorstehkommando in dem Sinne ist ja eh Quatsch, weil Vorstehen tut der Hund ja eigentlich von alleine. Ich hab das Stehenbleiben halt aus dem Vorstehen aufgebaut und deswegen nannte ich das immer "Vorstehkommando". Aber letztendlich ist das ja ein Stoppkommando.

    Jetzt hab ich nen Knoten im Kopf :ugly:

    Mir war immer nur wichtig, dass die Hundine bei meinem - ich nenn es mal Vorstehkommando - "Na" nicht weiter vorwärts gelaufen ists. Für mich war das völlig egal, ob sie dann an Ort und Stelle stehen geblieben und geglotzt hat oder zu mir zurückgekommen ist. Party gab es bei beidem ohne Ende. Warum willst du da unterscheiden :???:

    Oder hab ich dich jetzt komplett falsch verstanden?

    Das Bleib gab es bei mir nur dazu, wenn sie so angespannt war, dass sie kurz vorm weiter laufen war. Das war dann wie so ein "Halt noch kurz durch" xD

    Bei dem Bild, das du verlinkt hast, ist ja auch eine Anleitung dabei. So ungefähr haben wir das auch aufgebaut: https://bettina-haas.com/also-doch-mit-…ische-uebungen/

    Ah siehste so weit hab ich gar nicht geklickt xD

    Wobei ich das etwas vereinfach habe und kein Kommando fürs Anfassen eingebaut hab. Damit hatte sie aber auch nie Probleme

    Interessant - meine steht auch gut vor und ich verstärke das auch. Aber zum Beispiel gestern:


    Hund läuft 20 Meter vor mir am Waldrand, ein Bussard fliegt vom BAUm ganz tief aufs/übers Feld direkt vor ihr. Sie steht vor, guckt voll gespannt. Ich habe aus irgend einem Reflex nicht Stopp oder Rückruf gemacht, sondern lauthals gelobt. Sie guckt zurück und kommt volle Kanne zu mir gerannt die Belohnung abholen.


    Wenn ich nah bin, fällt ihr vorstehen ohne umorientieren leichter. Aber auf Distanz liegt ihr das zurückkommen mehr.


    Wir belohnen aus dem Grund auch immer wieder mal mit Felldummy statt Futter.

    Ist doch super. Ich hab da ehrlich gesagt nie aufs Vorstehen bestanden. Ich hab das Vorstehen erst geklickert, habe dann dazu mein Kommando eingeführt. Bei uns war das ein simples "Na" (das kommt nämlich auch noch raus, wenn die Hektik aufkommt, weil Hase in Sicht und so:ops:) und da wurde dann gelobt für Stehen bleiben, wenn sie was gesehen hat oder auch für stehen bleiben und dann zurück kommen (ist bei uns allerdings erst später aufgekommen, am Anfang hat sie das nicht geschafft)

    EDIT: Wenn meine übrigens von alleine Stehen geblieben ist, hab ich auch kein Kommando mehr fürs Vorstehen gesagt. Da kam dann maximal noch ein Bleib von mir und halt die Belohnung. Stehen tut sie ja dann eh schon :???: Ich sag ja auch nicht 5 Mal Sitz obwohl der Hund schon hockt :headbash:

    Mein Chef hat mittlerweile den zweiten Dalmatiner, die ihre Hauptaufgabe als Kutschenbegleithund haben - Der aktuelle ist 11 Jahre alt und beleitet uns durchaus noch bei flotten Touren und hat dabei noch immer viel Spaß.
    Der aktuelle Dalmi hat echt 0 Jagtrieb, der ignoriert auch vor ihm herumlatschende Fasane :lol:

    Der letzte Dalmi war wohl schon interessierter, aber mit Training konnte er auch frei neben der Kutsche durch den Wald laufen.

    Sonst ist der Chef-Dalmi ein cooler Hund, er meldet (gewünscht), stellt Fremde, die den Hof betreten aber nicht. Außerhalb der Familie ist er eher reserviert, aber mit Futter bestechlich :D
    Also ich denke, je nach Linie könnte der Dalmatiner schon was sein - Ich find die Rasse jetzt auf jeden Fall richtig toll!

    Ich find die ja auch echt toll. Vielleicht zieht ja irgendwann - so in 100 Jahren doch wieder n zweiter ein und ich hab dann Dalmi und DK:herzen1: Das wäre perfektxD

    Ich finde es etwas herzlos, wenn der herzkranke Hund noch da ist, Keiner weiß wie lange, jetzt nach einem Nachfolger zu suchen. Ich hatte zwischen den Hunden dann auch noch ne Trauerphase.

    Ich finde es auch erstaunlich, wie darauf angesprungen wird. Verstehe ich nicht. Du hast jetzt einen alten Hund, hatte ich auch 2 Mal, der vielleicht demnächst oder auch später verstirbt.... Und jetzt suchst du schon nach Ersatz? Ich wünsche deinem herzkranken Hund noch Jahre!!

    Habe jetzt echt überlegt, ob ich überhaupt auf den Beitrag eingehe, da ich den schon etwas hm naja nicht so dolle finde. Aber vielleicht hast du da ja auch einfach was falsch verstanden:ka:

    Wir lieben unsere Hündin über alles. Die hat hier den Himmel auf Erden. Wird rund um die Uhr betüddelt und bestens versorgt. Wegen ihr steht hier ein Wohnmobil und wir haben den letzten Urlaub in Frankreich abgebrochen, weil sie paar Mal gehustet hat. Hier dreht sich eigentlich ALLES nur noch um meine Liesl. Genau deswegen zieht jetzt auch kein zweiter Hund mehr ein. Das wäre ihr gegenüber einfach nicht fair. Sie findet Welpen doof und wäre nur genervt. Fakt ist aber, dass hier immer mindestens ein Hund wohnen wird und so sehr ich hoffe, dass meine Maus noch das ein oder andere Jahr hat, so klar ist auch, dass wir keine 5 Jahre oder mehr mehr haben werden. Sie ist halt einfach 13 und seit 5,5 Jahren schon herzkrank. Das wird ja leider alles nicht besser :verzweifelt: Und ich weiß einfach aus, dass der Tag, an dem sie geht oder ich sie gehen lassen muss, mir den Boden unter den Füßen wegziehen wird. Schon allein bei dem Gedanken daran, sitze ich hier und mir laufen die Tränen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie leer das Haus ohne sie sein wird. Es war schon kaum zu ertragen, als wir letztes Jahr unseren zweiten haben gehen lassen müssen. Und hier schaltet sich einfach mein Kopf ein. Ich möchte vorbereitet sein auf Tag X (der hoffentlich noch lange nicht kommt) und einen festen Plan haben, was danach hier an Hund einziehen soll. Denn sonst mag ich es nicht ausschließen, dass ich aus lauter Verzweiflung und Trauer irgendeinen Hund aufnehme. Und damit wäre weder mir noch dem Hund geholfen. Ich denke da ist einfach jeder anders. Jeder trauert auf seine Weise, aber ich weiß, dass mir nicht nur meine Liesl fehlen wird, sondern auch das Leben mit Hund. Und zumindest diesen kleinen Teil der Leere, kann ich dann wieder auffüllen.


    Ich denke zwar nicht dass es hier zutrifft, aber manche kaufen nach dem Tot des Hundes unüberlegt einen anderen.

    Genau das möchte ich unbedingt vermeiden

    Was ich so gar nicht kenne, sind die Isometrischen Übungen für Hunde, kenne das nur vom Menschen. Was machst du da? Hast du mir eine Beschreibung oder einen Link? Das runterfahren nach Wildsichtung o.Ä. Ist tatsächlich manchmal etwas schwierig, da tüftel ich auch noch. Hintern massieren war bisher auch hier recht erfolgreich.

    Puh also ne spezielle Seite oder so dafür habe ich nicht, aber ich kann kurz beschreiben was wir gemacht haben. Das war letztendlich eine Übung, die ich verwendet habe.

    Du legst die Hand seitlich auf die Schulter und übst ganz leichten Druck aus. Ziel ist es, dass der Hund sich dann gegen deine Hand lehnt und nicht zur offenen Seite hin ausweicht. Am Anfang muss man da teils wirklich das kleinste bisschen Gegendruck vom Hund bestätigen, aber wenn sie es verstanden haben, dann lehnen sie sich richtig gegen deine Hand.

    Auf dem Bild sieht man das ganz gut. Geht für unseren Zweck auch im Sitzen, falls das einfacher ist.

    https://www.google.de/imgres?imgurl=…iact=mrc&uact=8

    Wichtig ist nur, wenn man das einübt und die Übung häufiger macht, dass man die Seiten abwechselt. Ist ja eigentlich eine Übung zum Muskelaufbau

    Rückruf hatte ich vorher probiert. Das war für ihn auch zu schwer, obwohl er als Hovawart kein klassisch passionierter Jäger war. Das funktionierte aber auch nur im ersten Moment, wenn er losgespurtet ist, also die ersten ca. 2 Sekunden, war er erstmal auf Sicht mitten im Lauf, hat er meine Stimme nicht mehr registriert. Ist mir auch mal passiert, da war ich nicht aufmerksam genug und er ist einem Hasen hinterhergedüst.

    So ähnlich hab ich es auch gemacht, scheint ja echt gängig zu sein. Sancho ist kein Jagdhund, hetzt aber gern mal nach.

    Zurücklaufen ist für ihn sehr viel schwieriger, als stehenbleiben! Also habe ich "Stopp" bis zum Erbrechen trainiert, das sitzt.

    Das geht wohl allen Jägern so. Ist ja auch logisch. Wenn man mir nen Schokobrownie vor die Nase hält, nehm ich auch lieber ne Tüte Gummibärchen, als mich umzudrehen und mir von meinem Mann mal eben auf die Schulter klopfen zu lassen, weil ich doch so toll verzichtet habe :ugly:|)

    Bei unseren ersten Waldspaziergängen habe ich ihm mit Schleppleinentraining beigebracht nicht stöbern zu gehen und nicht vom Weg ab.

    Ok das ging hier echt gar nicht. Find ich aber immer wirklich faszinierend. Meine Hündin hätte wirklich null Freude mehr am Gassi gehen gehabt, wenn sie nicht hätte rumstromern dürfen. Sie musste dabei nur ansprechbar und in Sichtweite sein


    Ich war als ich meine Hündin kam ziemlich unbedarft muss ich sagen. Hatte halt vohrer ein paar Gassihunde und so. Aber das sind ja in der Regel nicht die durchgeknallten Jagdsäue. Und man hatte mir zwar gesagt, dass die richtig jagd, aber was das dann wirklich bedeutet, war mir erst zu 100% klar, als sie dann da war xD Ich habe dann Seminare besucht zur Auslastung und wie schon erwähnt das Entspannungsseminar (war auch speziell für jagende Hunde) und hatte ein paar Stunden (waren insgesamt sicher nicht mehr als 6 Stunden) bei einer Trainerin die sich auf Jagdhunde spezialisiert hat und das kann ich wirklich nur jedem empfehlen.

    Alternativ oder zusätzlich auch Bücher zum Antijagdtraining von Pia Gröning und "Das Leben mit Jagdhund" von Ines Scheuer-Dinger.

    Klar gerne :)

    Letztendlich war das Freilaufen bei uns durch ganz viele verschiedene Trainingsansätze möglich. Ich versuche mal aufzulisten und hoffe ich vergesse nichts :headbash:

    Vllt vorab^^ Meine Hündin habe ich aus dem Tierheim, kam aber aus Frankreich, Vorgeschichte unbekannt, 4 Jahre, Angsthund und Jagdtrieb wie sonst was. Wir hatten am Anfang Phasen in denen sie draussen stundenlang nicht ansprechbar war, weil sie sich so in ihren Jagdtrieb reingesteigert hat, dass einfach alle Sicherungen komplett rausgeflogen sind:ugly:

    Aber zum Training....

    1. Rückruf auf Pfeife gaaaanz kleinschrittig konditioniert. Also wirklich wie aus dem Lehrbuch erstmal 3 Wochen nur in der Wohnung und ganz hochwertige Futterbelohnung. Sprich Wurst, Käse und so (gab es auch übrigens später noch immer (heute hört sie die Pfeife leider kaum noch)

    2. Draussen Entspannung üben. Dazu hatte ich damals ein Seminar mit ihr besucht und das war genial. Eigentlich recht simpel, aber für uns damals echt hilfreich. Meine Nudel liebt es durchgekrault und massiert zu werden (wir haben dafür immer den Kong Zoom Groom genommen, geht aber natürlich auch ohne). Nun ist aber ja draussen alles spannender. Also habe ich daheim ein Entspannungswort konditioniert und dann draussen langsam eingeführt. Immer mit mega Massage

    3. Wir haben das Vorstehen/Anzeigen geklickert. Auch wenn meine Nudel ein Vorstehhund ist, hielt die anfangs nicht viel von Anzeigen, da war eher los schießen angesagt. Ich habe also jedes minimale Anzeigen bestätigt. Sprich wir laufen im Wald. Hund steht ne Millisekunde und schaut in den Wald. Ich klickere. Und zwar völlig unabhängig davon, ob ich da etwas sehe oder nicht! Das Vorstehen/Anzeigen wird dann immer mehr und immer länger und man kann nach ner Weile anfangen nur noch die wirklich spannenden Sachen zu belohnen und nicht mehr jeden "Blick ins Nichts"

    4. Isometrische Übungen aufbauen. Die isometrischen Übungen haben uns ganz viel geholfen meine Hundine nach einer Wildsichtung wieder zu erden. Wer einen Jagdhund hat, kennt das ja. Die Sicherungen fliegen raus, Reh/Hase etc ist schon in Hintertupfingen angekommen, aber die Sicherungen sind noch raus und Hund kommt nicht runter. Die Übungen haben ihr geholfen sich ruhig auf ihren Körper zu konzentrieren und wieder runter zu kommen.

    5. Und fast mit die wichtigste Erkenntnis für mich: Nicht erwarten, dass die Hundine umdreht, wenn da ein Hase oder ähnliches flitzt. Meine Hündin konnte das einfach nicht leisten. Ich habe also das Vorstehen so verlängert, dass ich sie abgeholt habe und sie sich nicht vom Jagdobjekt abwenden musste. Das kam dann tatsächlich irgendwann von alleine. Nicht immer aber ab und an konnte sie sich dann abwenden. Wenn nicht war das OK, dann bin ich einfach zu ihr geflitzt xD

    6. Je nach Situation, dürfte sie ihren Jagdtrieb dann "rauslassen". In manchen Situationen war sie einfach so im Trieb das Futterbelohnungen nicht mehr gingen (und sie ist glücklicherweise wirklich sehr verfressen). Da habe ich sie dann den Echtfelldummy "hetzen" lassen.

    7. Passt iwie zu Nummer 6. Jage mit dem Hund. Ja ganz im Ernst. Das ist ein Jagdhund und der Trieb lässt sich ja nicht einfach ausknipsen, das wissen wir ja alle. Also nutze ihn für dich. Ich habe also mit meiner Hündin GEMEINSAM "gejagt". Bei uns sah das so aus, dass wir uns ein Objekt ihrer Begierde gesucht haben. Krähen, Störche, Tauben sind toooolle Jagdobjekt. Und dann haben wir uns gemeinsam angepirscht. (Jetzt habt ihr sicher alle riesiges Kopfkino :lachtot:) Sah so aus, dass wir uns Schritt für Schritt genähert haben. Zwischendurch stehen geblieben sind, wieder ein paar Schritte weiter hinlaufen, stehen bleiben usw. Jedes Stehen bleiben hochwertig Belohnen! Taubem sind da grenzgenial, weil man super nah an die rankann, dann flattern die auch noch so toll weg und bleiben ein paar Meter weiter wieder sitzen und man kann von vorne anfangen :D

    8. Entsprechende Auslastung. Bei uns Mantraing, manchmal ne Fährte und Dummysuche. Und das aber regelmäßig. Nicht nur einmal die Woche.

    9. Wenn ich selber nicht gut drauf war, warum auch immer, krank, müde, Stress oder sonst irgendwas keinerlei Erwartungen an die Hundine haben. Schlepp Leine ran und einfach neben oder hintereinander her Latschen.

    Hmm ich glaube das waren so die wichtigsten Punkte, die bei uns zum durchschlagenden Erfolg geführt haben.

    Also so großartig, wie du Senta erzogen hast, würde ich dir einen DK sofort zutrauen. Dir eher wie jedem anderen NichtJäger.

    Ansonsten hatte ich bei deiner Beschreibung eigentlich die ganze Zeit einen Dalmatiner im Kopf. Könnte ich mir super bei euch vorstellen!

    :bussi:

    Zutrauen würde ich mir das definitiv auch. Viel anstrengender als die tausend Baustellen der Liesl kann es eig kaum werden. Sicherlich vllt anders anstrengend. Aber wenn ich dran denke, wie die hier angekommen ist :fear:|) und zumindest bezüglich Jagdtrieb hab ich wohl ein gutes Repertoire an positiven Trainngsmethoden xD