Für mich ist die Antwort auf dei Threadfrage eigentlich eine ganz einfache: Eskommt darauf an!
Was meine ich damit? Nun, der Hund ist ohne Zweifel ein soziales Lebewesen mit einem starken Bedürfnis nach einem sozialen Umfeld mit weitgehend geregelten Rollenzuweisungen.
Dabei ist er in seiner Hundwerdung hochflexibel bezüglich des Beziehungsrahmens geworden und passt sich verschiedenen Situationen im menschlichen Umfeld ebenso an, wie er in der Lage ist, eine Rudel- oder rudelähnliche Struktur zu verstehen.
Diese generelle Aussage wird teilweise durch gezielte Zucht auf bestimmte Ausprägungen potentiell sozialrelevanter Verhaltensweisen (Wach- Schutz- Hüte- Herdenschutztrieb-) eingeschränkt, tendenziell ist die individuelle Charakterprägung (wobei die Lebensweise in der Sozialisierungsphase natürlich ene große Rolle spielt) aber trotzdem entscheidender für die Fähigkeit sich in verschiedene Sozialstruktur einzubinden als die Rassezugehörigkeit.
Was das Ausbilden von Hunderudeln angeht ist meine Meinung die folgende: Die meisten Hunde besitzen die Fähigkeit, sich in ein bestehendes Rudel einzugliedern (sofern sie die Akzeptanzhürde meistern). Die meisten wären auch in der Lage, mit ihren Nachkommen ein organisch gewachsenes Familienrudel zu gründen. Viel weniger Hundeindividuen sind dagegen imstande ein nicht familiär gewachsenes Rudel "zu gründen" und dort eine Kernfunktion (ich vermeide damit bewusst ein wenig den Begriff Alphatier) auszuüben.
Daher bilden nicht alle streunenden Hunde Rudel oder rudelähnliche Gemeinschaften, doch es kommt vor.
Soweit meine Meinung zu der Gesamtsituation.
Viele Grüße
Ingo
P.S.: Gefährten können, müssen aber nicht Rudelmitglieder sein, Rudelmitglieder sind immer Gefährten 