So ganz verstehe ich diesen Thread nicht.
Aber er geht mir in eine bedenkliche Richtung ...und zwar in die, dass Tiere -und Hunde insbesondere- viel zu stark vermenschlicht werden.
Da werden Gefühle, Intentionen und Bedürfnisse in das Tier hineinterpretiert, die urmenschlich und dem Hund zum großen Teil völlig fremd sind.
Daraus erwächst in aller Regel nichts Gutes.
Klar, Hunde haben Gefühle, Intentionen und Bedürfnisse, aber eben hündische und weiten Teilen der Hundehalter fehlt leider ein ausreichendes Verständnis dessen, was das ausmacht und bedeutet.
OK, hier im Dogforum ist das nicht ganz so ausgeprägt, wie "draussen"...aber die Tendenz sehe ich auch hier öfter, als mir lieb ist.
Unsere Hauptverantwortung ist es, dem Hund zu ermöglichen, Hund und gesund zu sein. Punkt.
Und "kaufen" oder "adoptieren" wir einen - das sind nur Worte- haben wir die Verantwortung, ihm das zu ermöglichen und uns permanent um sein leibliches Wohlergehen zu kümmern.
Dazu kann auch gehören, den Hund abzugeben, einzuschläfern oder Dinge tun zu lassen, die uns ekeln.
Das sind unmittelbare - und eigentlich nicht kompromissfähige- Verantwortungspflichten und mich stört hier das Wort Stellenwert ungemein.
Exakt die gleichen Pflichten habe ich doch ganz egal, ob ich einen Fisch, einen Frosch, ein Reptil, einen Hamster, Vogel oder Pferd pflege. Da steht keiner über dem anderen ....nur der Aufwand ist unterschiedlich.
Und leider leider leider, gibt es bei Tierhaltungen welcher Art auch immer einen offenbar ziemlich konstant gleich (erschreckend) großen Teil an Haltern, die die Tiere vernachlässigen oder vermenschlichen, ihre Bedürfnisse weder verstehen noch erfüllen und eigentlich kein Tier halten sollten.
Also reden wir vielleicht besser vom Stellenwert der Verantwortung für Lebendes (auch der, der seinen Kaktus unnötig eingehen läßt, ist mir verdächtig) , das man sich aktiv in sein eigenes Umfeld geholt hat.....
Ich sehe hier keinerlei Alleinstellungsmerkmal für Hunde*
Viele Grüße
Ingo
* (Besonderheiten sind immerhin zum einen die hohe Leidensfähigkeit - die sie aber mit allen anderen kognitiv hochstehenden Heimtieren teilen- und die eigentlich einfache Pflege, da es sich um eine sehr hoch domestizierte Form handelt. Aber jede Heimtierart hat ihre spezifischen Besonderheiten)