Beiträge von LayNia

    Meine Große knabbert und wuschelt auch gerne im Pudelfell der Kleinen herum. Was genau das bedeutet? - keine Ahnung, aber der Kleinen scheint es zu gefallen und sie revanchiert sich, indem sie der Großen die Ohren ausleckt und beknabbert. Auf mich wirkt das eher wie Fell-/Körperpflege.

    Dass das irgendeine Rangordnungssache ist, glaube ich eher nicht, da es bei meinen ja gegenseitig ist und sie dabei völlig entspannt sind - sogar meine Maja, die sonst überhaupt keinen Wert auf Körperkontakt mit anderen Hunden legt, genießt das. Sie macht es auch ausschließlich mit der Kleinen, und auch erst, seit sie sie wirklich akzeptiert hat. Und jede der beiden hat das Recht, Schluss zu sagen, die andere akzeptiert das dann sofort.

    Also das stand bei uns in den ersten Wochen auf dem Programm:

    - Gewöhnung an die Leine/Leinenführigkeit
    - Komm
    - Nein
    - Clicker-Konditionierung
    - Schau
    - Aus
    - Platzzuweisung

    Außerdem war mir die Sozialisierung erst mal wichtiger als weitere Kommandos, also habe ich öfters kleine Ausflüge in die Stadt, ins Café etc. unternommen, bin auch mal mit ihr Bus gefahren und habe ihr Pferde gezeigt.
    Stubenreinheit "übt" man ja nicht in dem Sinne, das läuft also nebenher.

    An die Box war sie schon gewöhnt, finde ich auch wichtig, weil meine Hunde im Auto in der Box mitfahren.

    In die Hundeschule bin ich nach zwei Wochen zum ersten Mal. Je nach Welpe ist eine Eingewöhungszeit sinnvoll.

    Ich laufe außer im Dorf eigentlich immer ohne Leine spazieren. Wo soll ein Welpe auch hinlaufen? Normalerweise trauen sich Welpen gar nicht, sich allzuweit von einem zu entfernen. Das sollte man auch nutzen, um den Rückruf aufzubauen. Natürlich bin ich anfangs nirgendwo unterwegs, wo ständig Trubel ist.

    Was auch noch wichtig ist, ist das Alleinebleiben. Das muss man langsam anfangen und dann steigern. Viele Hunde lernen das einfach nebenher und haben nie ein Problem damit, andere dagegen finden brauchen lange, bis sie mal stressfrei ein paar Stunden alleine bleiben können.

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    Da meine Trainerin so arbeitet und viele Kunden hat, kann ich guten Gewissens behaupten, dass es funktioniert und auch noch sehr gut.

    Hier mal ein interessanter Link:
    http://markertraining.de/der-click-beendet-das-verhalten/

    Hey, ich habe diesbezügliche Diskussionen verfolgt und stelle auch nicht prinzipiell in Frage, dass das funktionieren kann. Aber einfach zu clicken, egal, was der andere Hund macht, und dann behaupten, das spiele sowieso keine Rolle, weil er es immer richtig verknüpfen wird, ist einfach nicht richtig.
    Beim Clickern können eben sehr schnell auch Fehlverknüpfungen entstehen, und das vermeidet man am besten, indem man überlegt clickert.

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    Eher im Gegenteil, der bellende wird mit dem Bellen (höchstwahrscheinlich, es sei denn der Reiz ist zu stark, aber dann bekommt er das Clicken eh nicht richtig mit) aufhören, sich zu mir wenden und ich kann ihn fürs Umdrehen belohnen ;)


    In dem Moment natürlich, aber wenn der Clicker richtig konditioniert wurde, dann ist der Click selbst schon eine Belohnung.
    Deshalb sehe ich es auch kritisch, ins Bellen reinzuclickern. Kann sicherlich funktionieren, aber um das richtig einzusetzen, man schon ein sehr gutes Gespür und Timing haben.

    Heute früh gab es gewolften Hering, für Maja mit einem Ei - hat ihr aber trotzdem nicht geschmeckt, deswegen gibt es für sie dasselbe noch mal zum Abendessen.

    Rasta bekommt abends Reis und Eigelb.

    Sehr komisch: Maja frisst sonst alles, was auch nur halbwegs essbar ist, aber bei rohem Fisch mäkelt sie gerne mal. Rasta dagegen, die ein "normaler" Fresser ist, stürzt sich regelrecht auf Fisch.

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    Im schlimmsten Fall belohnst du das Warten bzw stillsein des anderen.

    Es ist streng genommen auch nicht schlimm wenn du den einen braven Hund clickst während der andere bellt, aber das ist nochmal was anderes...


    Ja, wenn der andere Hund in dem Moment brav ist. Wenn er gerade an der Leine zieht oder irgendeinen Blödsinn macht, belohnt man ihn dafür...

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    Ich bin der Meinung, der Hund merkt wer gemeint ist. Oder hast du auch unterschiedliche Wörter für "normales Loben"?
    Wenn wir z.B tricksen wartet ein Hund während ich mit dem anderen übe. Sollte der Wartende sich angeclickt fühlen ist doch ok, er wartet ja brav :smile:


    Ich finde es ist ein großer Unterschied, ob man im Alltag eine zufällige Aktion clickt oder ob man den Hund zu sich ruft und jetzt etwas trickst. Im Alltag fühlen sich oft beide Hund angesprochen, außer ich spreche sie mit Namen an; sie merken dann aber ja, wen ich anschaue = mit wem ich gerade spreche. Der Click dagegen ist unpersönlich, da müsste man zusätzlich eindeutig mit Namen sagen oder körpersprachlich klarmachen, wer gemeint ist.
    Beim Tricksen lege ich einen Hund ab und arbeite mit dem anderen. Da gibt es überhaupt keine Unklarheiten darüber, wer gemeint ist, weil der Wartende ja "geparkt" wird.

    Maja trinkt auch aus Langeweile und aus Aufregung, z. B. wenn Besuch kommt. Außerdem auch aus Gewohnheit nach dem Fressen und vor dem letzten Abendgassi. Oft ist das dann aber nur ein Schluck, den sie halb wieder aus dem Maul laufen lässt (sie schluckt das Wasser nie ganz runter - das ist wohl der Labbi in ihr :roll:).

    Rasta trinkt dagegen nur, wenn sie Durst hat, dann aber immer gleich ziemlich lange.

    Wieviel Hunde trinken, hängt aber natürlich stark von ihrer Ernährung ab. Ich mach mir da ehrlich gesagt auch keine großen Gedanken.

    Clicker können ja je nach Hersteller unterschiedlich klingen. Bring deinen Hunden doch bei, dass jeder seinen eigenen Clicker = sein eigenes Geräusch hat. Das setzt natürlich voraus, dass du immer den richtigen Clicker für den jeweiligen Hund verwendest.
    Oder du konditionierst sie auf unterschiedliche Markerwörter.

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    Ihr Antwortet ja flott, super!

    Mia1996: Warum musst du schlucken, wenn ich nach Urlaub frage? Ich denke, ich bin nicht die einzige, die hier berufstätig ist? :/ Mein zukünftiger Hund wird rund um die Uhr betreut, da meine Mutter ständig zu Hause ist. Natürlich kann es vorkommen, dass er für kurze Einkaufsrunden alleine bleiben muss. Aber das ist doch machbar, oder? Da ich diplomierte Gesundheits und Krankenschwester bin, habe ich auch Nachtdienste zu arbeiten. War bei meinem Goldie kein Problem, da eh rund um die Uhr meine Eltern - vor allem meine Mutter - da sind.
    Die Frage nach dem Urlaub deswegen, weil ich nicht weiß ob es sinnvoll ist, die erste Woche ständig bei ihm zu sein oder es besser wäre, ihm gleich "die Routine" zu lernen. Seine Hauptbezugsperson bin natürlich ich. Es wird ein schweizer Schäfer.


    Ich finde es überhaupt kein Problem, wenn der Hund während deiner Arbeitszeit betreut wird. Bei meiner Kleinen funktioniert das super. Ich hatte trotzdem zunächst drei Wochen Urlaub, damit wir eine Bindung zueinander aufbauen konnten. In der Zeit habe ich ihr auch den Haushalt meiner Eltern schon gezeigt, so dass sie sich dort gleich wohlgefühlt hat, als ich wieder arbeiten musste.