Wie hat sich euer Lesegeschmack in eurem bisherigen Leseleben entwickelt? Hat sich da etwas verändert?
Ich habe in meinen Teenager- und frühen Erwachsenenjahren Anne Rice regelrecht verschlungen. Mittlerweile finde ich ihre Bücher nur noch dämlich.
So Mitte meiner Zwanziger habe ich angefangen, hauptsächlich Thriller zu lesen. Außerdem querbeet alles, was ich so in den Remittenden-Wühltischen gefunden habe.
Thriller haben mich weiterhin sehr lange begleitet, zwischendrin hatte ich auch eine Historische-Romane-Phase.
Mittlerweile ist mein Lesegeschmack ernsthafter geworden. Ich finde mich in deiner Beschreibung ziemlich gut wieder.
Ich breche mittlerweile Bücher auch ab, wenn ich sie richtig blöd finde - für mich früher ein Unding. Mit nervigen, dummen und allzu klischeebehafteten Charakteren habe ich inzwischen keine Geduld mehr.
Die meisten Thriller reißen mich auch nicht mehr vom Hocker, da bin ich viel kritischer als früher. Ich möchte zum Nachdenken gebracht werden und mitfühlen können.
Was sich aber nicht geändert hat, ist meine gelegentliche Lust auf Splatter
; deswegen genehmige ich mir ab und zu einen Jack Ketchum o. ä. zwischendurch.