So, hab's gestern abgeschlossen und bin zwiegespalten, was meine Meinung angeht.
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Ich finde es an sich grandios, wie die Autorin es schafft, eine Stimmung zu erzeugen. Leider ist es eine Stimmung, in der ich nicht über einen längeren Zeitraum sein will. Diese ständige Dunkelheit und die Unsicherheit, wem man trauen kann, wer die Wahrheit sagt, ob man die Hinweise richtig interpretiert... genau das, was die Autorin vermutlich beabsichtigte - das hat mir ganz schön aufs Gemüt geschlagen.
Mit den Charakteren wurde ich leider auch so gar nicht warm. Scarlett ist mir viel zu verspannt und naiv, Tella zu sorglos und unbekümmert, der Vater zu sehr der Bösewicht und Julian hatte ich die ganze Zeit im Verdacht, etwas im Schilde zu führen.
Das Ende ist dann doch ganz anders als erwartet, obwohl ich so einige Vermutungen hatte. Dass am Ende Fragen offen bleiben, macht natürlich Lust auf die Fortsetzung, aber erst muss ich zwischendrin was Fröhlicheres lesen.
Also insgesamt ein spannendes Buch mit einer Atmosphäre, in der man versinken kann, was mir aber insgesamt zu düster war.