Hmm... Ich denke ich verstehe das nun ein wenig besser.
Ja, ein an sich geduldiger Mensch der gerne lernt wird sicher recht schnell ein gutes Team werden mit einem Hund, auch ohne Vorkenntnisse.
Aber da spielt ja noch viel mehr mit rein. Nur weil der Mensch geduldig ist und gerne lernt heißt das nix weil die Vorlieben des Menschen ja auch noch da sind. Man ist ja nicht nur geduldig oder wissenshungrig, man ist ja eine Vielzahl von Dingen.
Nehmen wir nun also diesen Menschen, er ist geduldig, er lernt gerne, er mag Tiere, Hunde besonders. Großartige Startbedingungen!
Aber da ist ja noch mehr. Dieser Mensch ist auch sensibel und mag keine Konflikte.
Wird dieser Mensch dann glücklich mit einem kernigen Jagdterrier? Eher nicht.
Aber mit einem Collie? Das hat beste Chancen auf Dreamteam.
Wir Menschen sind ja sovieles, wir haben soviele Eigenarten, Vorlieben. Abneigungen, soviel unterbewusstes, es ist nicht möglich das man immer einfach irgendeinen Hund nehmen kann und zum Dreamteam zu werden.
Mit Hunden ist es schon so wie mit Partnern. Man muss zusammenpassen.
Dazu kommt das viele auch noch einiges an Ballast mit sich schleppen. Man kann sich nicht als Erwachsener komplett neu erfinden und alles hinter sich lassen. Gewisse Dingen prägen so tief das sie einen auf ewig begleiten.
Man kann vieles kleben, aber es wird nie so als wäre nie etwas passiert. Egal wieviel Arbeit man in sich reinsteckt. Und manche Hunde haben ebenso ihren Ballast, manche das nie heile wird. Du machst aus einem deprivierten Hund keinen Superduperüberflieger.