Beiträge von l'eau

    Egal was für eine Schleppleine du nimmst: nimm eine, die auch auf Entfernung gut sichtbar ist (damit entgegenkommende Hundehalter erkennen können, dass dein Hund angeleint ist) und die dir gut in der Hand liegt. Außerdem halte sie immer fest! Ich hatte neulich das "Vergnügen" einen zu uns durchgebrannten Junghund einsammeln zu dürfen und hab mich beim zurückbringen in dieser bescheuerten Seilschleppleine verwickelt, so dass es mich fast langgelegt hat.
    Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn sich Jin (die zum Abfangen vorsprinten durfte, damit der Kerl nicht in die beiden fremdhundaggressiven Hunde meiner Schwester knallt - die Schleppleine war dünn und schwarz, d.h. für mich quasi unsichtbar bis ich fast vor dem Hund stand) darin verwickelt hätte :fear:

    wobei Windhunde im allgemeinen aufgrund ihrer Reizempfindlichkeit zu einer gewissen "Schreckhaftigkeit" neigen - das ist dann aber idR kaum mehr als ein Satz nach vorne.
    Beispiel: Radfahrer kommt hinter uns um die Kurve gebraust und die Schaltung knallt - Jin macht einen Satz nach vorne :roll:
    Andererseits ist Jin bei Schüssen/Knallern deutlich weniger schreckhaft als ich |)

    Drinnen sind nahezu alle Windhunde ruhig und "dekorativ" (jedenfalls im Erwachsenenalter, Welpen/Junghunde haben natürlich oft auch Flausen im Kopf). Manche neigen allerdings zum Anschlagen und Grundstückbewachen (meine Jin z.B., durch das Terriererbe des Whippets auch bei dieser Rasse nicht so ungewöhnlich) - je nach Rasse und Individuum lässt sich das dann besser oder schlechter in den Griff bekommen.

    Allerdings sagt man Windhunden auch nach, dass sie Diebe sind. Mit Jin hab ich Glück, die klaut von sich aus nix, was oberhalb ihrer Schnauzenhöhe (solange alle 4 Pfoten auf dem Boden sind) ist; andere Whippets gehen aber auch auf die Hinterbeine oder gar komplett auf die Küchenarbeitsplatte usw.

    Ansonsten gibt es im Haus eigentlich nichts negatives über Windhunde zu sagen (außer bei Windspielen, die werden oft nicht richtig stubenrein - betrifft aber wirklich ausschließlich Windspiele).

    Na danke Laura, jetzt hat sich Eneas ganz traurig in sein Bett verkrümelt! (30 Kg!)

    :shocked: natürlich 30kg. Ich bin krank - zählt das als Ausrede? =)


    Ich kannte persönlich nur einen Whippet. Der durfte nie mit anderen Hunden spielen, weil was passieren könnte.

    naja, manche Windhundhalter sind auch seltsam :roll:
    Wobei sich das "was passieren" nicht auf "Zerbrechlichkeit" beziehen muss. Meine Jin ist mittlerweile mehrfach von fremden Hunden gehetzt worden - teils leider meiner eigenen Blödheit geschuldet :tropf: Einmal davon wurde sie auf eine über 500m entfernte Straße gehetzt. Zum Glück ist nichts passiert. Hätte aber auch anders ausgehen können.
    Nicht-Windhunde kommen manchmal mit der Schnelligkeit des Windhundes nicht klar und kippen dann im Spiel aus Frust in den echten Hetzmodus - das kann ziemlich böse ausgehen.

    Zur Beschäftigung. Ich habe bisher nur Erfahrung mit der Ausbildung und dem Führen von Jagdhunden. Also Fächer wie Fährte, Apport, Unterordnung etc..

    Windhunde sind anders - gerade als die klassischen Jagdhunde. Das macht es etwas schwerer, sie für solche Aufgaben zu motivieren. Mit dem Whippet hab ich einen relativ führigen Windhund. In Großbritannien, wo teils noch mit dem Whippet gejagt wird, erhält aber auch der Whippet eine jagdliche Ausbildung. Gerade apportieren wird schon mit Welpen trainiert (ich hab sogar schon ein Video gesehen, indem ein Whippet einen Fasan aus dem Wasser (also vermutlicher Einsatz wie ein Retriever) apportiert hat).
    Hat man bei seinem Whippet die Art der Motivation herausgefunden, sind sie aber gut trainierbar und idR mit Freude bei der Sache.
    Wie schon erwähnt sind zwei von Jins (Halb-)Schwestern Flächensuchhunde, so dass wohl Fährtenarbeit mMn erstrecht kein Problem sein sollte. Wenn ich mir Jin anguck, könnte die mit Sicherheit auch "richtiges" Apportieren - das kann ich aber nicht. Bei uns geht es nicht über das Werfen/Verstecken der Frisbee hinaus.
    Unterordnung ist vermutlich kein Lieblingssport vom Whippet/Windhund - zu langsam, zu wenig Action. Aber mit der richtigen Motivation, bekommt man hier sicher auch wenigstens ein paar Grundsachen hin.

    Allerdings, worauf Windhunde meiner Beobachtung nach sehr sensibel reagieren, ist Druck: Geht man mit zu viel Druck an eine Sache, dann macht der Windhund einfach zu und sein Ding (oder steht nur rum).

    Der Saluki ist aber selbstständiger und unabhängiger als der Whippet - könnte sein, das mit ihm sowas auch deutlich schlechter geht. Es sind eben zwei komplett unterschiedliche Rassen, die sich durch mehr als nur die Größe und das äußere Erscheinungsbild unterscheiden. Ich für meinen Teil werde wohl beim Whippet bleiben - früher wollte ich auch einen Saluki, mir gefällt aber das Führige am Whippet sehr.

    Die Frage ist, ob so ein doch recht zierlicher Hund wie der Whippet da nicht auf Dauer irgendwie Schaden nimmt, bei meinem Rambo

    :ugly: Jins Lieblingsspielkumpel ist der 40kg schwere Eneas von @GhAres. Und meiner Erfahrung nach, ist dies kein Einzelfall. Whippets mögen Spielkumpel, die mindestens genauso groß sind wie sie.


    Also sind Salukis nicht so die Typen für Fährtenarbeit, Apport/Dummy und so Spielchen? Freilauf genügt Ihnen theoretisch? Ist das bei allen Windhunden so?

    Das kommt auf die Rasse drauf an. Salukis sind mWn mit Rennen und Begleiten zufrieden. Whippets theoretisch auch, aber sie haben auch richtig viel Spaß an der Zusammenarbeit mit ihrem Menschen (könnte das Terriererbe dran schuld sein). Zwei (Halb-)Geschwister von Jin sind als Flächensuchhunde tätig. Mit Jin mach ich seit letztem Sommer Agility und es macht ihr richtig Spaß. Tricks kann Jin auch ein paar, aber hier bin ich ein wenig trainingsfaul, daher kann sie nicht so viele.


    Alle Windhunde, aber speziell die Orientalen sind vom Wesen her weiträumig jagende Hetzer.

    Nicht ganz korrekt. z.B. Whippets jagen als Kaninchen- und Hasenjäger eher in der Nähe und gehen normalerweise auch nicht aktiv Wild suchen (außer in der unmittelbaren Umgebung), andere Rassen (z.B. Galgos) gehen aber durchaus auch einfach ohne Reiz los und suchen sich was jagbares.
    Nahezu alle Windhunde nutzen auch tatsächlich alle ihre Sinne und nicht nur den Sichtreiz, wie viele denken. Beim Whippet ist es allerdings so, dass sie idR bei allen anderen Reizen gut kontrollierbar sind - nur Sicht ist eigentlich immer problematisch.

    Der Langhaar Whippet oder Silken Windsprite wäre nämlich auch noch eine Option, die mir gefallen könnte.

    zu diesen Rassen kann ich nicht viel sagen. Der Silken Windsprite ist mittlerweile national vom VDH anerkannt und hin und wieder bei Coursings zu sehen. Würde ich langes Fell mögen, könnten sie u.U. eine Option sein. Da diese allerdings u.a. durch Sheltie-Einkreuzung entstanden sind und ihr Zuchtziel weniger Wert auf den whippettypischen Hetztrieb legt, müsste ich da vorher genauer hinschauen.
    Aber aufpassen: es gibt auch eine ähnliche Rassekreation, in der u.a. Barsoi eingekreuzt wurde - Barsoi sollen vom Charakter nicht ganz einfach sein, sehen teilweise (trotz guter Sozialisation) kleinere Hunde als Beute -, hier muss man ein Auge drauf haben, es kann aber auch sein, dass das bei der Mischung dann gar kein Problem mehr ist/ohnehin mit einfacheren Linien gekreuzt wurde.


    Wie bei jeder anderen Rasse auch, ist es bei allen Windhunden am besten, wenn man sie im realen Leben erlebt. Ein Muss ist für mich (auch wenn man keinen Sport betreiben möchte) der Besuch eines Coursings - hier kann man mal die Geschwindigkeit und auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Hunde erleben. Außerdem auch mal (Rudel-)Spaziergänge, damit man die Hunde im Alltag sieht.

    Die meisten Züchter, die ich bisher kennen gelernt habe, sind sehr nett und man darf sie gerne mal begleiten.

    Ach so. Charakter vergessen |)

    Ich erlebe den Saluki bei Coursings als zurückhaltend und selbstbewusst, außerdem anschmiegsam; allerdings gehören sie zu den Rassen, bei denen ich auch immer wieder mal sehr unsichere Exemplare sehe - da kann ich allerdings nicht sagen, ob das vielleicht durch schlechte Aufzucht kommt oder ein generelles Problem sein kann.

    ich hab einen Whippet, nur wenig Kontakt zu Saluki-Besitzern. @GhAres (hat einen Galgo, einen Whippet und einen Azawakh) kann vielleicht auch noch ein paar Infos beisteuern, sie hat Saluki-Bekannte.
    @Marula hat Salukis, ist hier aber mWn nicht mehr aktiv - sicher findest du Wissenswertes in alten Beiträgen von hier.
    :???: Außerdem gibt es noch eine Userin mit Salukis, aber mir ist grad der Name entfallen.

    Salukis müssen - wie alle Windhunde - nicht unbedingt auf die Rennbahn/zum Coursing. Der Sport ist aber eine super Auslastung und macht ihnen viel Spaß. Jedenfalls, wenn sie Interesse an dem Plastikhasen haben - das ist bei orientalischen Windhunden nicht zwangsläufig der Fall.

    Ansonsten ist Rennen können - also "normaler" Freilauf - die Hauptauslastung, die ein Windhund braucht. Am meisten Spaß haben sie daran, wenn sie mit anderen - möglichst ähnlich schnellen - Hunden toben können.

    Der Saluki ansich ist deutlich selbstständiger als ein Whippet, was heißt, dass man Freilaufmöglichkeiten idR noch sorgfältiger auswählen muss.
    Bei Regensburg gibt es eine Saluki-Züchterin, deren Salukis auch im Rudel frei laufen.

    Meine Erfahrung mit dem Whippet ist, dass dieser einfach immer gern überall dabei ist; mWn gilt das für fast alle Windhundrassen.

    mir sind Leguanos tatsächlich zu breit. Da rutscht mein Fuß drinnen hin und her. Ich trag welche im Büro, die sind mir einen Tick zu kurz, aber trotzdem zu breit.
    Auf die Dauer ist das zu Kurze natürlich auch doof, weshalb ich langsam nach Alternativen schaue. Vielleicht schau ich demnächst nochmal in einem Leguano-Shop eine Größe größer an, ob es doch geht. Wenn klappen auch nur die "Socken"-Leguanos, da es bei Schnürung dann gleich zur Faltenbildung kommt.