Beiträge von l'eau

    Dass ein Hund von einem Geschirr, dass er im Freilauf trägt, anatomischen Schaden davonträgt, kann ich mir nicht vorstellen. sowas habe ich auch noch nie gehört oder gelesen.

    ist halt die Frage, was man unter "anatomischer Schaden" versteht. Es muss ja auch nichts sein, was man wirklich sieht.
    Wenn ich allerdings von Hunden höre, die in jungen Jahren schon zur Physiotherapie/zum Osteopathen o.ä müssen, sind das zumeist um Hunde, die viel Geschirr tragen. Ist natürlich nur meine Wahrnehmung, Studien hierzu gibt es mWn nicht. Allerdings hab ich mittlerweile schon mehrfach Texte oder Videos hierzu von Tierphysiotherapeuten gesehen.

    Mein Hund hat übrigens das erste Mal mit weit über einem Jahr ein Geschirr getragen - als wir mit dem Joggen angefangen haben, da sie dabei auch ziehen darf und soll, also ein spezielles Zuggeschirr.

    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass unkontrolliertes Ziehen an Halsband und Geschirr gleich schädlich ist.
    Es gibt vereinzelt Hunde, die auf Zug am Hals empfindlich reagieren, hier würde ich auch (bei unzureichender Leinenführigkeit) ein Geschirr für das Gehen an der Leine verwenden. Im Freilauf ist bei mir der Hund ohnehin möglichst nackig.


    Da gibt es immer solche und solche Meinungen. Da muss halt jeder schauen.

    Stimmt, nur sind leider die unreflektierten Geschirrbefürworter derzeit in der Überzahl - anders kann ich mir die vielen Hunde mit schlecht sitzenden Geschirren nicht erklären. Daher war es mir wichtig auch mal die andere Seite zu beleuchten. Letztlich muss jeder selber entscheiden, was für seinen Hund das Beste ist. Und Schleppleinen gehören freilich nur ans Geschirr!


    Wenn sich der Hund mehr bewegen darf ist er vielleicht auch entspannter zuhause...

    Damit hast du sicher in jedem Fall recht :bindafür:
    Außerdem ist es total toll, seinem Welpen beim zwanglosen Herumtollen zuzusehen :cuinlove:

    Du kannst auch eine lange, dünne Wäscheleine ans Geschirr machen als Sicherung, die kann die kleine hinterherschleifen.

    damit dann aber nicht zu anderen Hunden hinlassen. Das kann beim Spielen sonst zu gefährlichen Verwicklungen führen.

    Außerdem bitte den Welpen im Freilauf möglichst ohne Geschirr laufen lassen, lieber mit Halsband.
    Geschirre wirken immer auf den Körper ein (auch gut sitzende, wobei man - gerade beim wachsenden Hund - selten gut sitzende sieht) und können daher den Bewegungsapparat negativ beeinflussen.

    Du kannst deinem Hund fast alles zu essen geben, was auch du essen würdest. Ausnahmen sind: Schokolade, Avocado, viele Zuckerersatzstoffe, rohes Schweinefleisch (auch Salami) - gegartes Schweinefleisch ist in Ordnung. Außerdem vertragen wohl einige Hunde keine Weintrauben/Rosinen/Sultaninen.
    Man sagt zwar auch Zwiebelgewächsen und Paprika eine gefährliche Wirkung nach, allerdings macht hier die Dosis das Gift und in den Mengen, dass diese Lebensmittel tatsächlich giftig sind, verfüttert kein Mensch sie - die Giftigkeit ist hier für den Menschen übrigens ähnlich (nur, dass dieser aufgrund des höheren Körpergewichts deutlich mehr davon essen könnte).

    Wenn dein Hund keine gewürzten Speisen kennt, musst du natürlich anfangs vorsichtig sein. Das ist der gleiche Effekt, den milde Speisen gewohnte Mitteleuropäer haben, wenn sie z.B. in Mexiko Urlaub machten und plötzlich scharf gewürzte Speisen essen. Geht auch selten gut.

    idR haben Welpen Folgetrieb, das leinenlose Folgen liegt ihnen also (anfangs) im Blut, worauf man wunderbar das spätere Folgen sowie den Rückruf aufbauen kann. Lässt man diese Zeit ungenutzt verstreichen, so hat man es später umso schwerer.
    Daher finde ich es unsagbar wichtig, dass ein Welpe von Anfang an so viel wie nur möglich frei läuft. Natürlich braucht man dazu sichere Umgebungen - für mich sind das grundsätzlich alle Gegenden ohne Autoverkehr (Wald, Wiesen mit weit entfernten Straßen usw.).
    Dabei kann man dem Welpen wunderbar zeigen, dass er zusammen mit seinem Besitzer spannende Sachen entdecken, Hindernisse überwinden und Spielen kann.

    Zitat

    Welpe macht was er will

    Joa, is ein Welpe, ne?

    :p

    Nicht so ernst nehmen. Deine "Probleme" sind alle ziemlich welpentypisch.
    Derweil Kinder die Welt (zum größten Teil) mit ihren Händen "begreifen", nutzen junge Hunde ihr Maul. Das wird sich zum Teil verwachsen. Ich würde ganz klar unterscheiden, ob es u.U. gefährliche Gegenstände sind (z.B. Stöcke, Plastik usw.) oder ob es ungefährliche Gegenstände sind (z.B. Federn, Blätter usw.). Bei ersterem würde ich schauen, dass ich entweder die Aufnahme direkt verhindere (mittels Leine oder Ablenkung) oder tausche - achte beim Tauschen darauf, dass du mit was tauschst, was am besten höherwertiger als das gefundene ist. Man kann auch "unauffällig" tauschen, indem man ein Spielzeug aus der Tasche zaubert und damit spielt. Außerdem ist es hilfreich, Tauschgeschäfte mal daheim in ruhiger Umgebung zu erlernen.
    Mit ungefährlichen Gegenständen würde ich den Hund einfach spielen lassen.

    Die 5-Minuten-Regel gilt so streng übrigens nur für reine Leinenspaziergänge, im Freilauf darf sich der Welpe/Junghund ruhig mehr bewegen. Darf sie mal ordentlich rumrennen und toben?

    Wenn der Welpe eine Pause machen möchte, dann macht man beim Gassi eine Pause - das braucht der dann. Hat man es eilig, kann man ihn auf den Arm nehmen.

    Das Fiepen, wenn der Welpe nicht an einen ran kommt, ist normal, wird sich aber mit der Zeit verwachsen, wenn der Hund merkt, dass du immer wieder auftauchst.

    Das Anbellen kann einfach eine Spielaufforderung sein, aber auch aus Überforderung kommen. Tipp: Trainiere anfangs weniger Tricks (wie Sitz und Platz) sondern mehr Alltag. Nach einem anstrengenden Tag, mindestens einen ruhigen Tag einlegen.

    Zum Beißen: ja, das machen Welpen. Sehr gerne. Und ausdauernd.
    Ich habe das immer so gehandhabt:
    Welpe beißt mir in die Hand, wir spielen Hand-Maul-Rangeln. Irgendwann beißt der Welpe zu fest zu. Ich sag "au" nehm die Hand kurz weg und spiel dann weiter. Kann der Welpe sich nicht zurück nehmen, bekommt er anstatt meiner Hand ein Spielzeug, mit dem wir kurz und ruhig weiter Spielen und dann entferne ich mich aus dem Spiel - weil das idR ein Zeichen dafür ist, dass der Welpe drüber und müde ist und am Besten schlafen sollte.
    Übrigens hab ich auch immer, wenn der Welpe was angekaut hat, was er nicht sollte, ihm stattdessen ein Spielzeug ins Maul geschoben - dabei hatte ich immer unterschiedliche Spielzeuge zur Auswahl, weil der Welpe/Junghund immer mal unterschiedliche Vorlieben hat (mal weicher Plüsch, mal Kordel, mal Hartgummi...)

    Hat es mehrmals geschafft, Rehe zu reißen. Das hätte man dem schmalen Sperling so gar nicht zugetraut.

    :ka: nunja, genau dafür sind sie ursprünglich gezüchtet worden. Verwunderlich ist das also eigentlich so gar nicht.
    Aber ja: Windhunde werden wegen ihres athletischen Körpers häufig unterschätzt.


    Verwandte von denen haben auch Salukis, aber von denen hab ich bisher nur mitbekommen, dass die regelmäßig mit ihnen auf die Rennbahn gehen. Wie das geht, ob man da einfach so hingehen kann, oder ob man da einem Verein beitreten muss, weiß ich allerdings nicht. Sehe die Leute auch zu selten, um mich da zu erkundigen.

    Nein, idR muss man zum Training nicht dem Verein beitreten, sondern zahlt als Nicht-Mitglied einfach einen etwas höheren Betrag pro Runde.
    Also: Auf der Homepage schlau machen, wann das nächste Training ist und wann man sich dafür anmelden muss (meist ca. 1/2-1h vorher direkt vor Ort) und los geht's. Normalerweise sind auch immer hilfsbereite Leute anwesend, die einem zeigen, wie das alles geht.

    Bei den meisten Vereinen dürfen übrigens auch Fremdrassen beim Training laufen.

    Hm, gut, den Freilauf könnte man über Gehorsam in den Griff kriegen, oder? Ich fang bei Welpen schon sehr früh mit Rückruf und im Teenageralter mit Down /Halt an. Hat bei all meinen Jagdhunden bisher immer sehr gut geklappt. Das man das so sicher nicht eins zu eins auf Windhunde übertragen kann, ist aber klar.

    ich denke schon, dass die Freilaufbarkeit (neben geeigneten Gebieten) sehr davon abhängt, wie man mit dem Windhund trainiert - in vielen Köpfen ist halt noch drin, dass man einem Windhund nichts beibringen könnte. Leider auch bei Windhundehaltern - die sind z.T. stolz auf ihre "unabhängigen" Windhunde, die in Wirklichkeit einfach nur wenig erzogen sind.

    Allerdings dürften spätestens bei einem Sichtreiz die meisten Windhunde nicht mehr kontrollierbar sein. Mit führigen Windhunden (wie dem Whippet) kann man u.U. auch hier eine Kontrollierbarkeit erreichen, wenn man dementsprechend viel Trainingsmöglichkeiten, ein gutes Fingerspitzengefühl und den passenden Hund hat.

    Wenn ich in Gebieten spazieren gehe, in denen (tagsüber) kein sichtbares Wild zu sehen ist, läuft Jin mindestens genauso viel frei, wie alle anderen Hunde auch - und gehört hier zu den gehorsamsten Hunden. Da sie kaum Interesse an fremden Menschen hat, ist bei ihr auch ein (frühzeitiges) Anleinen bei Menschenbegegnungen (egal, ob diese zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind) nicht nötig, ich nehm sie nur locker ran, da sie zu plötzlichen Seitenwechseln neigt (wenn sich das Gegenüber unwohl fühlt, leine ich natürlich an).

    Ich hab Jin von Welpe an für die Orientierung an mir gelobt (verbal) und viel Wert auf den Rückruf (inkl. Belohnung über Futter und/oder Spiel) gelegt.

    Ob der Hund auf die Rennbahn/zum Coursing geht, hat mMn keinerlei Einfluss auf seine Freilaufbarkeit. Entweder der Jagdtrieb ist da oder nicht. Die Hunde wissen beim Sport sehr genau, dass das kein echtes Wild ist - nicht umsonst haben viele Orientalen kein Interesse am Sport.
    Was beim Sport natürlich geschult wird, ist die Geschwindigkeit, beim Coursing dazu noch Wendigkeit und Reaktionsschnelligkeit - was im Falle des Falles die Erfolgschancen des Hundes erhöht.
    Ich wähle Freilaufgebiete daher so, dass wir möglichst auf kein sichtbares Wild treffen.

    einen hat er schon (bc), der sollte dann dazu. Die herde ist noch geteilt und soll wohl zusammengeführt werden, deshalb dann 2.

    lass deinen Chef mal durch diesen Thread lesen. Border Collie und Kangal sind zwei komplett unterschiedliche Akteure an der Herde. Der eine ist zum Arbeiten mit dem Schäfer da, der andere ausschließlich zum Schutz.
    Außerdem bleiben Kangals (wie alle HSH) die ganze Zeit in der Herde - auch als Welpen. Die wollen gar nicht ins Haus.

    Irgendwie schon bemerkenswert, dass selbst Leute, die damit arbeiten (wollen), den Unterschied zwischen Hütehund und Herdenschutzhund nicht kennen :???: