Beiträge von l'eau

    Ich würde es einfach in der Springform backen. Natürlich könntest du es auch auf ein Backblech stürzen, aber dann ist die Gefahr, dass es auseinander läuft und du mehr ein Fladen denn ein Brot erhälst.

    Nach der üblichen Backzeit würd ich es aus der Springform nehmen, Klopftest und dann ggf. nochmal ohne Springform weiter backen.

    Wenn er Spaß am Ziehen hat, ist Zughundesport das richtige :gut:

    Groß beraten lassen kann man sich da nicht, aber es ist sicher nicht schlecht, wenn man mal einen Physiotherapeuten über den Hund schauen lässt.

    Außerdem sollte der Hund zum Zughundesport ein richtiges Zuggeschirr tragen - Alltagsgeschirre sind (im Zughundesport) Gift für Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen des Hundes. Ein solches Geschirr erwirbt man am besten auch beim Fachmann vor Ort (also Zughundesport-Laden), da die Beurteilung, ob es richtig sitzt nicht ganz einfach ist (kann ich auch nicht) und von Fotos ist das leider kaum zu beurteilen.

    Ich persönlich fände auch einen Dogscooter sicherer als ein Skateboard, was u.a. mit der Befestigung des Hundes zu tun hat.

    Viiiielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht und den Hinweise zu Check up, Rückenmuskulatur und Krallen usw! (Das bietet sich ja jetzt idealerweise an schon mal aufzubauen) Also das klingt auf jeden Fall nach etwas das wir mal ausprobieren müssen:nicken:.

    Und wenn ich noch Fragen darf :sweet: Wie sieht das mit dem Alter aus? Reglementiert jeder Verein das individuell und was ist deiner Erfahrung nach ein "gutes" Alter?

    Und was ist eine sinnvolle Frequenz zum Besuch einer Rennbahn? Wie viel Ruhepausen sollten dazwischen liegen? Macht man das mehr als 1 mal die Woche? Ist 1 Mal im Monat schlecht wegen fehlender Kondition? Und was ich noch nicht ganz verstanden habe, warum laufen Mixe eher alleine (und reinrassige dann Zusammen?) Pushen sich die Hunde da gegenseitig oder was ist da der Hintergrund? Und wie sieht das Auslaufen aus? Einfach auf dem Grundstück auf der Wiese etwas stöbern?

    Lt. Sportordnung des DWZRV dürfen kleine Hunde (Whippets, Windspiele usw.) ab 12 Monaten an Trainings teilnehmen, große Hunde ab 15 Monaten.

    Viele Vereine lassen aber auch jüngere Hunde mal eine kurze Gerade (30-100m) laufen, um diese schonmal etwas anzutrainieren.

    In dem Jahr, in dem Hunde 8 Jahre alt werden, dürfen sie das letzte mal an Wettkämpfen teilnehmen - für Trainingsläufe ist hier mWn nichts geregelt, manche Vereine halten sich (leider) an diese 8 Jahre, andere lassen auch ältere Hunde noch eine (je nach Gesamtverfassung) Seniorenrunde laufen.


    Nach der Teilnahme an einem Training oder Wettkampf muss der Hund 4 Tage Pause bekommen, bis er wieder im Windhundsport starten darf. Das lässt sich idR leicht einhalten, da die meisten Vereine Trainingsläufe nur alle 1-2 Wochen anbieten. Trainings finden idR am Wochenende statt - der Windhundsport auf dem europäischen Festland ist "nur" Hobbysport, Geldverdienen kann man hier nicht, so dass viele Vereinsmitglieder natürlich unter der Woche arbeiten sind (außer solche, die schon in Rente sind).

    Wie oft du zum Training fährst ist dir überlassen. Früher bin ich mit Jin praktisch zu jedem Training unseres Vereins (war dann in der Saison alle zwei Wochen) - mache ich heutzutage nicht mehr, weil Jin dadurch gelernt hat, den Parcours zu lesen und, dass abkürzen sich lohnt. Abkürzen wird aber beim Wettkampf gar nicht gerne gesehen - bei einem Hund, der nur zu seinem Vergnügen läuft, ist das aber egal.


    Die Hunde laufen idR getrennt nach Rasse, weil jede Rasse eine unterschiedliche Art des Jagens und auch unterschiedliche Geschwindigkeiten hat.

    Jins Bruder ist z.B. mal beim Training entwischt und mit zwei Afghanen gelaufen - als Whippet war er deutlich schneller als die Afghanen, so dass der Hasenzieher dann für den Whippet ziehen musste (sonst hätte er den Hasen mitten im Lauf erwischt) und die Afghanen abgehängt wurden.

    Aufgrund des Zickzack-Kurses beim Coursing ist es auch tatsächlich gefährlicher, dass die Hunde ineinander laufen. Jin ist bei ihrem bisher einzigen Coursing der Saison versehentlich von ihrem Mitläufer angerempelt worden - leider ein großer schwerer Rüde und da der Parcours blöd gesteckt war, ist sie in die gegenläufige Schnur geraten und hat dann echte Schwierigkeiten gehabt, ihr Gleichgewicht wieder zu finden. Außer einer leichten Verbrennungslinie durch die Schnur ist Jin zum Glück nichts passiert und Jin ist auch ein so selbstbewusster Hund, dass sie dann auch weiter gelaufen ist - viele Windspiele hätten da z.B. abgebrochen und man hätte sie evtl. sogar neu antrainieren müssen.

    Allerdings haben wir auch schonmal aus Zeitgründen im Training 5 Whippets (die sich aber auch alle kannten) zusammen laufen lassen - der Anblick war phänomenal und man konnte richtig sehen, wie die Hunde die Jagdaufgaben verteilt haben! Leider hat das damals niemand gefilmt.

    Bei einem Mischling muss man halt schauen, ob er vom Jagdverhalten her zu einem anderen anwesenden Hund passen würde (das können die Teams idR nach ein paar Trainings beurteilen).

    Bei uns im Training lief schonmal Galgo mit Whippet - auch hier hatte der Galgo etwas das Nachsehen.

    Da du einen Whippet-Terrier-Mix hast, könnte es durchaus sein, dass er mit einem (langsamen) Whippet zusammen laufen kann. Aber den meisten Hunden ist es eh egal, ob sie getrennt oder zusammen laufen.

    Ich nenns immer "Kruschelecken"

    praktisch unser ganzer Garten ist eine Kruschelecke :lol:

    Ok, den Wiesenbereich mähen wir schon hin und wieder auf eine "angenhme" Länge (jedenfalls den Bereich, auf dem keine Margariten wachsen), aber sonst lassen wir viel wildern. Die Nachbarn scheinen es gelassen zu nehmen (die haben alle aufgeräumte Gärten). Wir sind mal gespannt, ob wir unsere "Gartenpolitik" fortführen dürfen, wenn im EG jemand eingezogen ist (vmtl. die Tochter der Vermieter).

    Für den Anfang würde ich immer den von Snaedis genannte Korund-Stein nehmen.

    Ich schleife Jin mittlerweile mit dem Sandpapier die Krallen - das geht deutlich schneller. Allerdings erreicht man so auch schneller das Leben.

    Die Geschwindigkeit dreh ich grundsätzlich voll auf. Aber angefangen hab ich mit eher mittleren Drehzahlen. Lieber langsam anfangen und sich an das Gefühl gewöhnen, als zu schnell und dann unnötigerweise ins Leben dremeln.

    Ich wurde gerufen, da bin ich :D

    Coursing ist ein toller Hundesport für jeden Hund, der gerne hetzt. Beim Training dürfen idR Hunde alle Rassen laufen - Windhunde (die Wettkämpfe laufen) werden zwar bevorzugt, aber jedenfalls bei uns im Verein sind nie derart viele Leute beim Training, dass ein Hund nicht laufen könnte. Bei uns laufen regelmäßig Tibet Terrier, ein Pudel ist auch hin und wieder da und sogar einen Chow Chow hatten wir schon.

    Thema Maulkorb: Ich habe gelesen dass das ist, damit die Hunde sich untereinander nicht verletzen. Ist das beim Training dann auch Pflicht?

    Außerdem ist der Maulkorb zum Schutz des Hasen wichtig - selbst mit Maulkorb wird er (am Kill) oft ziemlich gefledert und manche Hunde geben ihn auch nicht mehr so einfach aus.

    Da dein Hund ein Mischling ist, wird er vermutlich beim Training eher einzeln laufen. Ob er da Maulkorb tragen muss oder nicht, musst du mit dem Verein klären. Bei uns laufen im Training auch regelmäßig Hunde ohne Maulkorb.

    Thema Jagdverhalten: Ich lese gerade Anja Fiedlers "Jagdverhalten - Wege in den Freilauf" bin aber noch recht am Anfang. Hat jemand durch Coursing Veränderungen auf das Jagdverhalten bei seinem Hund gesehen? Wird das besser/schlechter? Meine Hündin hat keinen super unkontrollierbaren Jagdtrieb, sie steht trotz Pubertät gut im Gehorsam, ich kann sie auch in übersichtlichen Gebieten ableinen und sie hat noch nie etwas gejagt in dem Sinne, aber ich weiß das sie ein Jagdhund ist und möchte da natürlich nichts falsch machen. Muss ich mich drauf einstellen das sie auch dann beim normalen Spaziergang denk sie darf hetzen wenn sie was sieht oder kann sie das lernen das hetzen nur da und da erlaubt ist?

    Entweder der Hund hat Jagdtrieb oder nicht. Man kann mMn durch das Coursing nichts wecken/verstärken, was nicht eh schon da ist.

    Allerdings wird die Fitness des Hundes erhöht, was ihm u.U. bei einer echten Hatz höhere Chancen einräumen könnte.

    Hunde sind auch nicht doof: die wissen ganz genau, dass das beim Coursing nur ein Spielzeug (im weiteren Sinne) ist - manche Hunde laufen deshalb gar nicht, weil sich das für sie nicht lohnt, hinter echtem Wild würden sie aber sofort hinterher gehen.

    und um beim Buch zu bleiben. Wenn man weiß das Hetzen Dopamin ausschüttet, und erst "fangen, zerlegen und fressen" Endorphine und somit (nach meinem Verständnis) dumm gesagt, der Jagdtrieb befriedigt wurde, wie sieht das beim Coursing aus? Dürfen die Hunde den "Hasen" auch fangen und dann gibts sofort was zu essen? (Aber dann können die ja nur 1 mal laufen?) oder ist Hetzen an sich schon selbstbelohnend und somit reicht das? Wie oft/lange können Hunde denn laufen (nicht Competition)?

    Am Ende jedes Coursings (oder auch Rennens) steht der sog. Kill - an dieser Stelle hält der Hasenzieher den Hasen an, so dass die Hunde ihn erwischen. Der Kill gehört lt. Reglement zum Coursing dazu - ein Hund, der keinen Kill zeigt, bekommt eigentlich keine Lizenz. Essen gibt's bei mir nicht (sofort) nach dem Coursing. Die Hunde sind aufgeheizt und voll Adrenalin, die werden dann erstmal abgelaufen. Außerdem gibt es idR zwei Durchgänge und damit der Hund net mit vollem Magen rennen muss, gibt es dazwischen nichts zu Essen (für den Hund, wir Menschen haben da idR Mittagspause :p). Bei einem Wettkampf geb ich Jin aber irgendwann nach dem zweiten Durchgang Futter - sie wird sonst unleidlich und da sie die Siegerehrung eh überflüssig findet, ist so ihre Laune dabei akzeptabel; außerdem ist bei einem Wettkampf dann sowieso irgendwann Abendessenszeit.

    Training dauert nicht so lang, so dass es idR erst daheim zur normalen Abendessenszeit Futter gibt.

    Aber so glücklich wie Jin vom Coursingfeld kommt, glaube ich auch nicht, dass ihr da irgendwas fehlt.

    Windhunde sind extrem auf den Teil des Jagens, der das Hetzen bildet selektiert (im Gegensatz zu z.B. Vorstehhunde, die auf das Anpirschen selektiert sind oder Schweißhunde, die auf die Suche selektiert sind) - das ist der Teil, den sie richtig, richtig toll finden; das Essen am Ende brauchen Windhunde nicht um Glücklich zu sein. Und meiner Beobachtung nach auch alle anderen Rassen, die ich bislang am Coursing gesehen habe nicht.

    Und jeder, der sich schonmal körperlich sehr verausgabt hat, kennt das Glücksgefühl am Ende - ich denke, ziemlich genau das, was ein Hund beim Coursing fühlt. Eine leckere Portion Lasagne macht auch glücklich - aber ich kann für mich behaupten, dass das Glücksgefühl am Ende eines schnellen Canicrosslaufs ein deutlich größeres ist als das beim Lasagne Essen (und das sage ich als Sportmuffel :lol:).

    Wie fit muss ein Hund sein? Wir bewegen sie viel und sie ist gut bemuskelt, wir waren auch schon beim Tierarzt zu fragen ob sie bereits ausgewachsen ist. Aber wir fahren kein Fahrrad mit ihr (wir leben ländlich, seeeehr hügelig, und es gibt praktisch nur eine stark frequentierte Hauptstraße durchs Dorf, mein Auto ist zu klein um ein Fahrrad einzupacken und wohin zu fahren wo es ginge), sollten wir trotzdem mit ihr als Vorbereitung Fahrrad fahren? Joggen mag sie nicht so gerne.

    Coursing ist Hochleistungssport, man kann nicht sehr gut beeinflussen, wie sehr sich der Hund verausgabt - und die meisten Hunde geben beim Coursing wirklich alles. Dementsprechend sollte ein Hund körperlich fit sein, über gute Muskulatur verfügen, nicht übergewichtig sein und ausreichend kurze Krallen haben. Außerdem ist es nicht schlecht, wenn man den Hund ärztlich durchcheckt (Gelenksröntgen (ED und HD) und Herz).

    Ein Hund, der ausreichend viel Spazieren geht und dabei viel frei läuft und tobt, hat idR schonmal eine ausreichende Grundfitness. Noch etwas Ausdauertraining (Laufen, Radfahren, Wandern) schadet mMn nicht.

    Außerdem achte ich persönlich noch etwas auf eine starke Rückenmuskulatur (Jin hat u.a. deshalb "Hase" und "Männchen" gelernt).

    Beim Training laufen oft "ganz normale" Familienhunde (seien es Windhunde oder andere Rassen) problemlos und mit viel Spaß. Da mein Hund auf Wettkämpfen läuft, achte ich natürlich mehr auf ihre Fitness.

    Allerdings kann man die Streckenlänge unterschiedlich lang wählen und die Coursing-Teams der Vereine können oft ganz gut einschätzen, was sie einem Hund zumuten können. Gerade beim ersten Mal, lässt man die Hunde oft kürzere Strecken laufen - gerade wenn es keine typischen Coursingrassen sind.


    :???:Ich glaube, ich hab jetzt erstmal alles wichtige gesagt. Falls nicht oder weiter Fragen aufgetaucht sind - wie du (und alle) sehen kannst: ich schreibe gern über den Sport :ops:

    :doh: vergessen zu erzählen:


    Gestern Abend hab ich Jin wie immer nochmal in den Garten gelassen. Heißt: ich mache die Haustür whippetbreit auf, Jin geht raus, ich lehne die Tür an, setz mich auf die Treppe und warte, dass die Prinzessin zurück kommt. Diesmal hör ich direkt ein richtig, richtig böses Grollen vor der Tür. Ich weiß nicht, ob ich meinen Hund schonmal so knurren gehört hab, ich glaube, selbst ein Rottweiler hätt sich in die Hose gemacht.

    Ich steh also auf und schau nach. Jin steht direkt an der Tür, Blick zum Tor, komplett angespannt. Ich folge ihrem Blick - steht da ein fremder Mann ganz still vor'm Tor :shocked:

    Er sieht mich, grüßt und erzählt, dass sein Kater seit einiger Zeit immer hier lang die Abendrunde läuft. War's unser Nachbar |):lol:

    Aber hey: es war dunkel und die Briefkästen haben ihn teilweise verdeckt, kein Wunder, dass weder Jin noch ich ihn erkannt haben :ops:

    also bis auf das Niesen ist das bei Jin genauso - sie ist dann gerade einfach glücklich :herzen1:

    Meine Schwester und ich machen dann manchmal Witze, dass der arme Whippet total kaputt umgekippt ist, weil sie ja Sprinter ist und wir jetzt soooooo lange spazieren waren :lol:

    Manchmal macht sie es auch direkt auf einem Spielzeug. Also Spieli tragen, fallen lassen, noch einen Schritt gehen, umfallen und wälzen - wobei man hier mMn schon vorher die Absicht sieht. Dieses Verhalten hat sie von ihrer Oma geerbt.