eine schrieb ja das man sich möglichst einen gleichgroßen HUnd holen sollte
Wenn der Ersthund grundsätzlich ein gutes Sozialverhalten hat, seh ich tatsächlich nicht so das Problem im Größenunterschied. Ist der Zweithund größer, wird man evtl. von Anfang an etwas mehr Managen müssen, weil der Ersthund sich evtl. rein kräftemäßig nicht deutlich genug durchsetzen kann, aber das wird sich mit dem Älter werden des Welpen/Junghundes legen.
Ist der Zweithund kleiner, muss man u.U. den Ersthund mal etwas mehr ausbremsen, das lernen die aber idR auch schnell.
Als Jin einzog, war sie knapp kleiner als Puck - wir haben anfangs den Fehler gemacht, draußen im Spiel zu spät einzugreifen. Es ist trotzdem eine Freundschaft daraus entstanden. Nur gemeinsames Spiel gibt es leider nur noch selten.
Bei Flip war klar, dass er etwas kleiner bleiben würde als Puck und deutlich kleiner als Jin. Hier mussten wir Jin freilich anleiten, aber sie hat sehr schnell gelernt, angemessen mit ihm zu spielen. Flip und Puck, obwohl gleiche Rasse und doch ähnliche Größenkategorie, könnten gut ohne einander leben - trotzdem zeigen sie auch mal Kontaktliegen zueinander und stehen im Falle des Falles füreinander ein. Jin ist mit beiden Jungs gut befreundet.
Belle war ja nun schon erwachsen beim Einzug und wurde mehr etappenweise eingegliedert, also gar kein richtiger Vergleich.
Bei Thorin war absolut klar, dass er mit Abstand der kleinste unserer Bande bleiben würde. Er wiegt ausgewachsen 2,7 kg, Flip und Belle je ca. 6 kg, Puck ca. 8 kg, Jin wiegt ca. 15,5 kg. Und trotzdem klappt es zwischen all den Hunden recht gut bis sehr gut. Wir lassen auch bedenkenlos alle Hunde gemeinsam alleine, sie können zusammen frei laufen.
Und dann in den nächsten Wochen auch mal sehen wie es sich verhält wenn ein welpe ( der von meiner Freundin ) hier drin ist.Mal gucken ob ich meine Freundin überzeugen kann ihren Hund mal so 1 bis 2 Stunden bei uns zu lassen( also natürlich nicht gleich am Anfang ;-).
Das sagt gar nichts aus. Es ist etwas andres, ob ein Hund zu Besuch kommt oder ob er bleibt.
Und nur, weil der Ersthund den Welpen in den ersten Tagen weitestgehend ignoriert und die einzige Interaktion Zurechtweisungen sind, heißt das nicht, dass die sich später nicht mögen werden.
Genauso kann es sein, dass die Hunde sich für kurze Zeiten zusammen super verstehen (mal ein gemeinsames Gassi, vielleicht auch mal ein Besuch über's Wochenende), aber auf längere Zeit dann doch nicht miteinander können.
Prinzipiell muss man bei Mehrhundehaltung um die Charaktere und Eigenschaften der einzelnen Hunde wissen und diese ggf. anleiten und managen. Man muss sehen, ob es Konflikte gibt und dann entscheiden, ob man diese vermeiden kann oder, ob es Konflikte sind, die die Hunde untereinander ausdiskutieren können oder, ob es tiefer gehende Konflikte sind, die man dringend trainieren sollte - oder gar zu einer Trennung der Hunde führen können (letzteres kommt aber recht selten vor).
Wenn man seine Hunde gut kennt und ein bisschen Ahnung von Hundeverhalten hat, geht das meist ganz nebenbei.
Außerdem darf man nie vergessen, dass man als Mensch ja auch eine Beziehung zu den Hunden hat und die Hunde zu einem. Hat man eine gute Beziehung zueinander, spielt sich schon allein darüber sehr viel ein.